Im Ostvest

Datteln IV, eine unendliche Geschichte?

Niemand konnte ernsthaft glauben, dass nach der Genehmigung des Kraftwerks durch die Bezirksregierung alles in trockenen Tüchern wäre. Da mag die Sprecherin des Unternehmens noch so positiv versuchen, überzukommen. (Dafür wird sie schließlich bezahlt.) Aber Zweckoptimismus reicht da allein nicht aus. Wie erwartet - der BUND klagt mit der Begründung, es hätte sich eigentlich  so gut wie nichts - bzw. nicht genug geändert.

 

Die Meistersiedlung in Datteln-Meckinghofen ist nicht verlegt worden und das Kraftwerk auch nicht, damit ist die Frage des Mindestabstandes ebenso wie viele andere sowohl Technik- als auch Umweltfragen weiterhin für den Kläger ungeklärt.

 

Warten wir einfach ab. Mein Tipp: Der Gang führt durch alle rechtlichen Instanzen.

 

Ulrich Kamp

 

Sprecher NABU Ostvest

22.02.2017

Waschbär - ständiger Gast im Kreis Recklinghausen?

Wir wollten es genau wissen und haben Niels Ribbrock von der biologischen Station des Kreises Recklinghausen in Lembeck gefragt. Antwort: Noch keine gesicherten Vorkommen, aber der eine oder andere Irrgast oder Durchreisende wurde schon gesehen (z. B. vom NABU-Ostvest-Sprecher Klaus Becker am Abenhard-Teich in Datteln-Pelkum). Andere Gäste, die gesehen wurden, waren aus Volieren ausgebüxt (Recklinghausen, Nähe Stadtgarten).

 

Aber da diese Tierchen von Jägern in Lüdinghausen gesichtet wurden - von dort ist es nur ein Katzensprung, bis Procyon lotor auch bei uns zur Stelle ist. Er ist ein Universalgenie, er frisst buchstäblich alles, ist schlau, vorsichtig und vorwiegend nachtaktiv. Einizger möglicher Feind - der Uhu - und davon haben wir im Kreis Recklinghausen nur wenige Exemplare. Eine Hochburg der Waschbären ist die Gegend um Kassel.

 

Auch der Marderhund (Nyctereutes procyonoides) ist noch nicht hier. Der Waschbär wurde aus Nordamerika eingeführt, der Marderhund kommt aus dem fernen Osten über Russland und Polen zu uns. In Ostdeutschland gibt es schon feste Bestände, er sieht aus wie ein Waschbär auf Hundebeinen.

 

Prognose: Beide Arten werden kommen.

 

Ulrich Kamp

14.02.2017

 

Die Bilder stammen aus einem Wildgehege in den Niederlanden

Besondere Jäger in Rapen

Am  7. Dezember 2016 in der Mittagszeit traf ich mit Hund im Zechenwäldchen hinter dem Bogenschießplatz in OE-Rapen auf eine besondere und hochinteressante Jagdgesellschaft - ein halbes Dutzend Jäger in grün und tarnfarben und drei tierische Jäger, keine Flinten, keine Hunde. Ich habe mir die tierischen Jäger (Greifvögel, wie man sie so sonst kaum zu Gesicht bekommt) angeschaut und mich mit der Sprecher der Gruppe, den ich als "normalen" Jäger mit Flinte und Hund schon etwas länger kannte, verständigt.

Ja, ich dürfe fotografieren und fragen, aber mein Hund müsse an die Leine. Nein, ich könne nicht die Jagd selbst begleiten (hatte ich ohnehin nicht erwartet und auch nicht danach gefragt), aber sonst: Fotografieren und Fragen stellen erlaubt.

Na, das ist doch mal was. "Also den Althabicht kenne ich, Weibchen oder Terzel?"

Antwort: Adultes Weibchen (aber noch nicht sooo alt, sonst wäre die Iris statt gelb orange).

Das war auch der Vogel, der sich am besten fototgrafieren ließ, er kannte die Prozedur schon und es sah so aus, als ob er von selbst fotogene Haltungen für Poser-Fotos einnahm.

"Und die anderen Vögel, ehrlich gesagt, die kenne ich so auf Anhieb nicht, hier noch nie freifliegend gesehen."

"Janeisklar, auch eine Art Habicht, aber ein Habichtsadler (s. Titelbild)." Der lebt in freier Natur (sagt Theodor Mebs in Greifvögel Europas - Kosmos und auch Pareys Vogelbuch - verlegt bei Paul Parey - EINE ALLZWECKWAFFE BEI DER VOGELBESTIMMUNG) in Europa nur auf der iberischen Halbinsel, Südfrankreich, Süditalien und Griechenland, Balearen, Korsika, Sardinien, Sizilien, Kreta, Cypern und auf dem südlichen Balkan (Montenegro, Kroatien). Außerdem in Nordafrika und naher Osten und sonstwo auf der Welt, s. Quellen). Er ist eigentlich ein Felsenbewohner mit wenig Wald. Beute mittelgroße Säuger und Vögel, auch Kaninchen und Hasen).

Na, der Vogel war ja hier zwar nicht örtlich, aber sachlich richtig, gejagt wurde auf Kaninchen und Hasen von der Falknerfaust - mit dem dicken Handschuh - aus.

Die Bilder habe ich nicht untertitelt, weil sich die Tiere auch so gut unterscheiden lassen. Der Habichtsadler ist erkennbar an seinem gutgelaunten Falkner, der Habicht an seiner Sperberung und daran, dass er (sie) diesmal der kleinste Vogel von den Dreien war.

Den Steinadler (lebt bei uns nur im Allgäu) habe ich leider nur mit der Falknerhaube fotografiert, obwohl  sein Falkner ihn mir freundlicherweise noch einmal extra ohne Haube gezeigt hat, da war ich so begeistert, dass ich (nicht zum ersten Mal) das Fotografieren vergessen habe. Eindrucksvoll die riesigen Klauen, da habe ich doch vollstes Verständnis für die Bitte, meinen 18-Kilo-Jagdhund, einen Bretonen, an die Leine zu nehmen.

Der Steinadler war der größte Vogel mit ca. 75 - 88 cm - der Habichtsadler ist etwas kleiner.

Parey und Mebs zum Steinadler (Aquila chrysaetos) der wohl häufigste Adler seiner Größe auf der Welt. Beute - Gams, Rehkitz, Murmeltiere, Füchse, Marder uvm. Im Winter Fallwild.

Gewicht Terzel 3000 bis 4500 g, Weibchen 4000 - 6600 g, Größe 79 - 95 cm.

Habichtsadler deutlich leichter, weibl. 2000 g, männl. 1600 g.

Habicht (Accipiter gentilis). Bei uns heimisch, aber heimlich, meistens nur kurz zu sehen, wenn man Glück hat, sitzt er auch mal auf einem Ast, ich sah ihn bisher leider nur beim blitzschnellen Angriff und eilig vorüberziehend. Größe 48 - 61 cm weibl. im Durchschnitt 1150 g, männl. 700 g. (Der Fachmann Michael Hähnel von der Greifvogelstation Hamm-Bossendorf in Haltern sagte mir mal, es gibt auch große und kleine sowie durchschnittlich große Menschen, so läuft das bei den Greifvögeln in etwa auch). Beute vielseitig, Tauben, Hasen, Eichhörnchen, Fasane usw. in vergleichbarer Größe. Ist aber Praktiker, er fängt, was "viel" da ist, fliegen ihm viele Eichelhäher vor die scharfen Augen, hat er, wenn er hungrig ist oder Bedarf (Jungvögel) hat, schon gewählt ...

Die ersten zwei Jahre ist der Habicht unten nicht grauweiß gesperbert, sondern trägt beigebraun und braune Tüpfelstreifen, man nennt ihn dann Rothabicht. Erst im dritten Lebensjahr legt er sein grauweißes Alterskleid (Unterseite) an, oben ist die Farbe graubraun.

Ich habe natürlich den Falknern gesagt, dass ich sie gern und öfter wiedertreffen würde und mich für die Möglichkeit, zu fotografieren, bedankt.

Ulrich Kamp

07.12.2016

Falknerei? Das ist doch auch etwas für Diddi und Kerstin.

Als ich Rüdiger Dietrichs und Kerstin Mörschner am 09.12.2016 von meinem Falknereiabenteuer erzählte, planten die beiden Superfotografen schon einen Ausflug zu einer Greifvogelstation (im Rheinland). Somit erhielt ich die Bilder von Diddi mit einem Wanderfalken und dem Wappenvogel der USA, dem Weißkopfseeadler, praktisch mit Ansage. Tja Rüdiger, mit dem Vogel auf der Hand kannst Du Dich schlecht selbst fotografieren. Sei froh, dass Du Kerstin hast.

 

Ulrich Kamp

11.12.2016

Mäusebussarde (Buteo buteo) - Wie fliegen sie? Wie jagen sie? Wann jagen sie (auch)?

Wie wird gebalzt oder einfach nur Jagdverhalten geübt? Wie äußert sich diese innige Hassbeziehung zwischen Krähen (Rabenvögeln) und Greifvögeln, insbesondere den Mäusebussarden?

Ich möchte Fragen beantworten und auch wenn vorhanden mit Bildern unterlegen.

Mäusebussarde sind Taggreifvögel - eine Feststellung, die daran festgemacht wird, dass die Bussarde tagsüber aktiv sind und nachts eben pausieren und schlafen. Ist das denn generell so richtig? Ist denn der helle Tag beispielhaft nur aufgrund blendender Sichtverhältnisse die Zeit, um effektiv seinem Nahrungserwerb nachzugehen? Denn - sieht der Jäger gut, hat auch die Beute freie Sicht.

Viele Taggreifvögel, auch die Mäusebussarde, sind Frühaufsteher. Der Tag beginnt jedenfalls weit früher für die Jäger und auch für die Beute. Man erwacht hungrig, Jäger und Beute. Die Nager machen sich auf, Körner, Nüsse und Halme zu sich zu nehmen. Die Singvögel sind nicht nur früh wach, um singend ihr Revier zu markieren, auch sie sind hungrig. Schon in der Morgendämmerung - meistens noch in der Nacht - gehen menschliche Jäger auf die Pirsch, und das nicht ohne Grund. Wer Vögel beobachten will, wird oft von den professionellen Ornithologen zu nachtschlafender Zeit aktiviert, Treffen am Parkplatz 03:30 Uhr, Anmarsch zur Beobachtungsstelle bis  04:00 Uhr.

Das hat Gründe. Wer sehen will, sollte teilweise sehr früh auf den Beinen sein, sich also seinem zu beobachtenden Wild anpassen (auch wenn während des Tages immer noch Möglichkeiten der Beobachtung und der Jagd bestehen).

Sperber, Habichte, Turmfalken, Mäusebussarde u. a. fahren mit dem frühen Aufstehen oft nicht schlecht, denn, Dämmerung bedeutet schlechte Sicht, wobei der Nachteil diesmal auf der Seite der Beutetiere liegt. Denn die Jäger kommen überraschend, entweder sie lauern schon irgendwo auf einem Ast an einen Baum gekauert - (Ansitzjäger) oder aber kommen mit Geschwindigkeit und Überraschung aus der Deckung, schlagen zu und sind noch schneller mit der Beute weg - ehe überhaupt die völlig überraschten Hinterbliebenen bemerken, über wen oder was sie sich nun eigentlich aufregen müssten.

Also stellen wir fest, morgens nach dem Wachwerden haben auch Beutegreifer (Prädatoren) Nahrungsbedarf und handeln entsprechend.

Und dies wiederholt sich noch einmal abends. Klar ist, wer tagsüber nicht genug schlägt, muss hungrig schlafen gehen und morgens noch intensiver jagen - also schläft es sich mit einer frisch zur Nacht geschlagenen Ratte oder Maus im Magen besser als mit knurrendem Magen. Und deswegen sehen wir auch viele Greifvögel in den späten Abendstunden, fast bei Dunkelheit noch ansitzen in der Hoffnung, es könnte "noch was gehen" ... Übrigens - auch einige sog. Nachtjäger wie Eulen und Käuze sind tagaktiv, auch wenn sie nachts noch besser sehen können. So marschiert der kleine Steinkauz bei Tageslicht über seine Obstwiese und sammelt ein, was ihm schmeckt. Die Grenzen sind oft fließend.

Nachteilig für den Fotografen ist nur, dass die Bilder qualitativ schlechter werden, nicht aber der Jagdablauf als solcher. Ich habe viele Bilder aufgenommen, die meine Greifvögel fast schwarz darstellen, aber so sieht die Beute sie, wenn überhaupt, auch, also oft überhaupt nicht. Und die Dunkelheit ist auch keine Erfolgsgarantie. Das Verhältnis des Jagderfolges ändert sich nicht - 12 zu 1 - also 11 vergebliche kraftraubende Jagden, bis statistisch gesehen ein Erfolg zu verzeichnen ist. Kein Wunder, dass sich viele tierische Jäger, die eigentlich lebende Beute bevorzugen, auch gern inzwischen Fallwild mitnehmen, spart die Jagd, und aufppassen muss man auf Neider (Rabenvögel) sowieso immer.

Die Bilder stammen durchgängig aus Oer-Erkenschwick und dem Raum Datteln/Waltrop.

Ulrich Kamp

29.11.2016

Mäusebussarde und Rabenvögel - Greifvögel und Rabenvögel, eine innige Feindschaft?

Zunächst je ein Bild der Protagonisten - eine Rabenkrähe am Boden, ein fliegender Mäusebussard. Die Rabenkrähe ist etwas kleiner, fliegt aber wendiger und tritt oft  in Scharen auf. Allerdings ist eine Rabenkrähe keineswegs ängstlich, es selbst zumindest versuchsweise mit einem Mäusebussard aufzunehmen. Der Mäusebussard kann es aber an Wendigkeit und schierer Kampfkraft mit einem Habicht oder Wanderfalken nicht aufnehmen, andererseits habe ich bei den letzteren Greifvögeln Erfahrungen life gemacht:

1.) Ein Wanderfalke treibt ca. 200 Rabenkrähen vor sich her, die alle flüchten, keiner stellt sich zum Kampf. Der Wanderfalke bleibt cool, sucht sich ein Opfer aus, fliegt es mehrere Male zielstrebig an, alles zetert, alles schreit, aber keiner hilft dem Gejagten, beim fünften Anflug unterfliegt der Wanderfalke in ca.  20 Meter Höhe vor meinen Augen seine Beute und schlägt auf dem Rücken fliegend nach oben und zertrennt ruckzuck mit dem Schnabel das Genick, der Kopf baumelt, der Kampf ist beendet. Die Beute wird weggetragen. (Lippeauen Datteln-Ahsen)

2.) Tatort Esseler Friedhof in Oer. Hund an der Leine, Fernglas umgehängt,  schreien über mir gefühlsmäßig alle Krähen und Dohlen von Oer, ich schaue hoch und reiße das Glas vor die Augen. Ein Junghabicht (Rothabicht) fliegt mit Affenzahn in Richtung Haydn-Wäldchen und hat eine tote Krähe in seinen Fängen. 50 - 60 Rabenvögel hängen - und er fliegt sehr, sehr schnell,  -  an seinen Hacken und wollen RACHE. Der Habicht stürzt sich mit Beute in das Unterholz und wird unsichtbar. Die Krähen kreisen noch fünf Minuten und gehen dann wieder zum Tagesgeschäft über.

3.) Lippeauen - ein Althabicht und sechs Krähen sind nachbarschaftlich vereint auf einem abgestorbenen Baum an der Lippe. Nach ein paar Minuten attackiert der Habicht eine Krähe, die natürlich aufgeflogen ist und zu "türmen" versucht. Sie schreit um ihr Leben, ist praktisch schon tot, aber der Habicht hat die restlichen fünf Krähen an seinen Hacken und die greifen ihn an, sie helfen ihrem bedrohten Verwandten. Alles setzt sich wieder hin, bis das Spielchen erneut beginnt, und das insgesamt noch   viermal. Dann wurde es dem Habicht zu dumm und er strich ab, zuviel Ärger beim Beuteflug ist zu stressig, und die Krähen blieben komplett.

Was soll das mit diesen Greifvögeln, die den Rabenvögeln gefährlich werden, im Mäusebussardbericht? Das Verhalten macht den Unterschied. Die Mäusebussarde sah ich noch nie dabei, Rabenvögel zu attackieren. Immer war es umgekehrt.

Beim Mäusebussard ist der Ablauf immer anders. Der Mäusebussard hat keine gesunden Krähen in seinem Beuteschema, das schafft er nicht, das weiß er - und die Krähen wissen das auch. Kommt nun ein Mäusebussard mit oder ohne Beute in den Nahbereich einer oder mehrerer Krähen geflogen, schrauben diese sich hoch und attackieren den Mäusebussard, bis der entweder das Revier verläßt oder in eine sichere Deckung  eintaucht. Da die Krähen problemlos selbst Mäuse fangen (selbst gesehen), sehe ich keinen Sinn darin außer Sportsgeist oder Kurzweil, dem Bussard seine Mäusebeute abnehmen. (Sitzt der Bussard auf größerer Beute, dann sind die Krähen beharrlicher und kommen oft zum Erfolg.) Zumal er auch ohne Beute belästigt wird (echte Verletzungen sah ich auf beiden Seiten nie, auch wenn der Bussard sich schon mal auf den Rücken dreht und seine Krallen zeigt).

Andererseits sah ich auch einen Mäusebussard mit einer großen Maus durch dutzende von Krähen fliegen, ohne dass er auch nur einmal angeflogen wurde. Rätselhaft - beim nächsten Mal gibt es dann wieder Saures.

Die Bilder stammen alle aus dem Ostvest. Sie zeigen zu verschiedensten Tageszeiten Mäusebussarde, die von Krähen attackiert werden.

Ulrich Kamp

01.12.2016

Illegale Verfolgung von Greifvögeln, hier Mäusebussarden?

Alle Greifvögel sind streng geschützt. Sie dürfen nicht gejagt, geschossen oder mit Fallen gefangen werden. Auch Giftköder sind streng verboten. Es droht eine empfindliche Strafe.

Was aber ist mit den Vögeln, die nach Augenscheinnahme des Gefieders vermutlich Schussverletzungen zeigen? Die Vögel können wir nicht fragen, sie leben (noch). Aber wir können die Augen offen halten - WIR ALLE. Ich will nicht, dass die Hunde und Katzen meiner Nachbarn geschossen oder vergiftet werden, auch da würde ich notfalls mit einer Anzeige einschreiten (gutes Zureden ist im Falle der vollendeten Tat nicht mehr das geeignete Mittel, den Wahnsinn zu stoppen). Und so ist es auch bei Wildtieren, die geschossen, mit Schlingen getötet oder vergiftet werden. Werden Fangkörbe aufgestellt, muss die Aktion von der unteren Naturschutzbehörde abgesegnet sein, nicht jeder Hühnerhalter kann sich durch Selbstjustiz einen lästigen Habicht vom Gelände schaffen - auch nicht durch Lebendfang und Auswildern in Gegenden, (wo er dann anderer Leute Hühner jagt, aber mein Geflügel in Ruhe lässt).

Wir haben uns intern die Flügelverletzungen angeschaut. Sie sehen wirklich nach Schussverletzungen aus und hoffen nur, dass nicht noch im Körper ein Geschoss steckt und die Federn nach der nächsten Mauser wieder komplett da sind.

Wer als Jäger auf Greifvögel schießt, gefährdet seinen Jagdschein und riskiert zusätzlich auch noch eine Strafe. Wer jagt und die Erlaubnis zur Jagdausübung nicht hat, genießt nicht Narrenfreiheit, die Strafe folgt auch ohne Verlust der nicht vorhandenen Jagdberechtigung.

Die NABUs passen auf und zeigen im Ernstfall auch Reaktion.  Und es gibt Jäger, die in ihrem Revier Greifvogelhorste haben, die schweigen und sich freuen, wenn ein tierischer Jäger vom Baum über dem Ansitz aus seinem Hausjäger bei der Jagd zusieht. Jeder gönnt sich gegenseitig die Jagd, denn der tierische Jäger muss tatsächlich wortgetreu von seinem Jagderfolg leben - oder verhungern.

Ulrich Kamp

01.12.2016

Mäusebussarde beim Balzflug

Im zeitigen Frühjahr finden die Balzflüge statt. Oft kreisen bis zu einem dutzend Mäusebussarde umeinander, bis sich nach und nach Paare bilden, die ihren Flug aufeinander abstimmen.

Aber nicht nur im zeitigen Frühjahr kreisen und stürzen Mäusebussarde mit- und umeinander. Auch an sonnigen Herbstagen kann man spielerische gemeinsame Flüge mit Kreisen, Stürzen und Scheinattacken wie bei der Balz - besonders an schönen, klaren Sonnentagen - beobachten. Da diese Flüge außerhalb der Balzzeit  ganz offensichtlich nicht der Balz oder Kampfzwecken dienen,  ziehen die beteiligten Bussarde ihren Spaß bzw. Vergnügen allein aus dem Testen ihres Flugvermögens, was letztlich natürlich auch der Erprobung des Ernstfalls (Nahrungserwerb) dient.

Zur Balz schreibt Theodor Mebs in Greifvögel Europas (Kosmos Naturführer):

"Besonders reizvoll ist es, im Frühjahr einem Bussardpaar bei seinen Balzflügen zuzuschauen. Unterlanggezogenen hiäh-Rufen steigen die Vögel über ihrem Horstrevier kreisend in die Höhe, wobei dasausgeglichene, ruihge Segeln von einem spielerischen Aufeinanderstoßen der beiden Partner und einem bogenförmigen Fallen und Wiederaufsteigen unterbrochen wird."

Die Bilder wurden hauptsächlich über dem Waldgebiet Teipe in Datteln (Rhein-Herne/ Datteln-Hamm-Kanal) aufgenommen.

 

Ulrich Kamp

04.12.2016

Such- und Jagdflug, Ansitzjagd, Greifvogel als Fußgänger

So, das soll es dann diesmal mit den Mäusebussarden sein. Ich habe ihn gern fotografiert und werde ihn hoffentlich noch oft fotografieren. Diesmal zeige ich Ihnen Bilder von der geduldigen Ansitzjagd, seinem Einsatz auch als Fußgänger (im Vorbeigehen nimmt er Regenwürmer, oft seine Hauptbeute, auf). Er sitzt auch geduldig wie eine Miezekatze vor dem Mauseloch oder noch eindrucksvoller, an einem frischen Maulwurfshügel und achtet auf die Bewegungen im Boden. Und wenn er die Chance sieht, greift er "durch" und zieht den Maulwurf aus seinem vermeintlich sicheren Bau.

Er ist ein guter Tiefflieger, wenn auch nicht so gewandt wie Sperber und Habicht. Aber er durchquert sicher Wälder und unterfliegt auch Drahtzäune (Unfälle allerdings nie ausgeschlossen). Er rüttelt fast wie ein Turmfalke oder hält sich auch ohne Flügelschlag auf der Stelle schwebend im Gegenwind - und beobachtet scharf nach unten, ihm entgeht nichts ...

Und er wird auch angesichts seiner Behäbigkeit, wenn er sich so gemessen durch die Luft bewegt, unterschätzt.  Er kann auch anders. Dann legt er nach Wanderfalkenart die Flügel pfeilförmig an und ab geht es ohne Flügelschlag nach unten - zur Beute oder zu einem Ast, der als Ansitz dienen soll.

Bei einem Bild sieht es aus, als wenn er an einer weißen Leine hängt. Tatsächlich hat er sich auf seinem Ansitz nach Anheben der Schwanzfedern nach hinten weg mit einem kräftigen Strahl von seinem Kot gelöst, das sieht man öfter, denn danach fliegt es sich offensichtlich leichter ...

 

Ulrich Kamp

05.12.2016

Turmfalken - schneidige Flieger und erfolgreiche Jäger

"Der Turmfalke ist ein bekannter Vogel, den man nicht selten antrifft." So beginnt die Einführung in die Broschüre zum Vogel des Jahres 2007. Gleichwohl machten sich NABU und LBV wegen des langsamen, aber stetigen Rückgangs der Population Sorgen.

Gleichwohl ist auch heute noch der Turmfalke (Falco tinnunculus) nach dem Mäusebussard unser häufigster Greifvogel, und das deutschlandweit. Er jagt im Ansitz von einer erhöhten Warte aus, Zaunpfähle, Laternen, Telefonleitung - alles und noch viel mehr eignet sich zur Ansitzjagd. Die Ansitzjagd wird vor allen Dingen im Winter bevorzugt, sie spart Energie. Der Vogel hat auch den Hang, nur Lebendbeuter zu nehmen, aufgegeben. An Autobahnen und Autostraßen geht es nicht nur darum, dass der Beute (Nager, Insekten und Kleinvögel) durch die Arbeit der Straßenmeistereien an den Straßenrändern zum Vorteil des Jägers die Deckung entzogen wird. Notfalls nehmen wir in schlechten Zeiten auch Fallwild, welches Opfer des Autoverkehrs wurde,  wie der Mäusebussard schon seit ewigen Zeiten.

Der kleine elegante (langbeschwanzt, Flügel spitz) Falke baut keine eigenen Horste, sondern bezieht Mauernischen an hohen Gebäuden (Kirchtürme), Felsenabhängen (Steinbrüche), alte Krähen- und Elsternnester an Wald- und Feldrändern, auch Einzelbäume werden nicht abgelehnt. Auch künstliche Nisthilfen, also Nistkästen werden angenommen. Klassisches Beispiel ist der alte und neue Nistkasten am Übungsturm der Feuerwehr Oer-Erkenschwick und die Fensternische einer alten Scheune in Altoer, die allerdings zuletzt nicht mehr benutzt wurde, weil der Baum vor dem Nistplatz (Fensterrosette - s. Bild) zur Südseite geöffnet ist und der schattenspendende Baum vor der Nische leider gestutzt wurde.

So saßen die jungen Turmfalken in ihrer Fensternische in Oer und erwarteten die Eltern mit Nahrung (vorwiegend Mäuse).

 

Einer der Turmfalkenjungen bei der Feuerwehr Oer-Erkenschwick. Er ist flügge, aber wartet am Horst (ein nagelneuer Nistkasten), denn noch bringen die Altvögel noch Nahrung heran. Demnächst heißt es - selbst ist der Jungfalke - Hotel Mama - Finito.

Eine spezielle Art der Jagd ist der sg. Rüttelflug. Das kann zwar der Mäusebussard auch, aber nicht so elegant wie unser kleiner Falke. Gleichwohl ist diese Jagdart kräftezehrend, der Vogel steht mit breitgefächertem Schwanz im Wind und beobachtet, sich drehend nach allen Seiten, den Boden. Zeigt sich Beute, geht es keineswegs direkt im Sturzflug dorthin, das ist viel zu gefährlich, er könnte sich alles Mögliche brechen. Aus größerer Höhe geht es in Etappen abwärts, es gibt immer wieder Pausen, es wird nachjustiert, und dann kommt aus relativ geringer Höhe der endgültigen Beuteschlag. Erfolgsquote liegt bei 1 : 1. Die Beute ist also keineswegs chancenlos.

Im Ansitz auf Beute in Datteln-Hagem. Zwei Bilder im Rüttelflug. Bei dem Bild mit den deutlich zu sehenden Ständern steht der Schlag auf die Beute unmittelbar bevor.

Eine weitere Jagdart ist die Jagd zu Fuss. Dabei schlendert der Vogel über den Acker und nimmt en passent mit, was erreich- und fressbar ist. Auch der Suchflug wird zur Jagd eingesetzt, der Vogel fliegt das Gelände in Schleifen ab und geht bei günstiger Gelegenheit sofort oder nach vorherigem Rütteln zur Jagd über. Die Beute sind vorwiegend Wühlmäuse, eine junge Ratte habe ich auch schon ihr Leben verlieren sehen, Kleinvögel, im Sommer besonders Jungvögel, Insekten, Eidechsen und auch Regenwürmer.

Turmfalke beim Suchflug und zwei junge Turmfalken vertreiben sich wie alle jungen Geschwister, die den Ernst des Lebens noch früh genug kennenlernen werden, spielend die Zeit. Auch spielend kann man für später üben. Also wird das Geschwistercehn angeflogen und dient als Übungsbeute.

In Deutschland leben ca. 50 000 Brutpaare, in ganz Mitteleuropa nur ca. 90 000 Brutpaare. Eines der interessantesten Erlebnisse ist es, wenn die Eltern den flüggen Jungvögeln, bevor sie für sich selbst sorgen müssen, beibringen, wie man jagt - z. B. Rüttelflug ohne sich umzubringen. Meine Frau und ich hatten vor Jahren das Vergnügen, am alten Oerer Friedhof an der Esseler Str. mehrere Male dem Unterricht zuschauen zu können. Die Eltern norden ihre drei Kinder erst auf einem Zaun sitzend - die Eltern erhöht - ein. Dann wird gerüttelt und gestürzt, die Altvögel begleiten und rufen. Danach ist wieder Versammlung auf dem Friedhofszaun - Manöverkritik - laut und deutlich - und dann ab nach oben, bis es endlich klappt.

Größe ca. 35 cm, Flügelspannweite ca. 75 cm. Gewicht mask. 200 g, fem. 230 g (wie so oft bei den Greifvögeln ist das Weibchen etwas größer und schwerer). Stimme hell kikikiki, zick und wrieh, wrieh. Farbe vereinfacht Kopf grau, Brust gelblich mit dunklen Tropfen, oben rotbraun mit dunklen Farbtupfern.

Quelle: Greifvögel Europas, Theodor Mebs, verlegt bei Kosmos

 

Ulrich Kamp Text und Bilder

21.11.2016

Das größere Zechenwäldchen in Rapen

Hallo liebe Besucher(innen) unserer Homepage. Grundsätzlich teile ich zwar immer mit, woher unsere Infos (vorwiegend Bilder) stammen, das bedeutet aber nicht, dass sich jeder sofort örtlich orientieren kann, wo was ist (kann ich auch nicht, bin also auch für Infos oft dankbar).

Das Zechenwäldchen erreicht man von der Holtgarde aus. Die Holtgarde ist die Verbindungsstraße zwischen Ewaldstr. und Ahsener Str. in Oer-Erkenschwick. Von der Ewaldstr. aus kommend unter der alten Eisenbahnbrücke durch - geradeaus ca. 500 m rechts - Straße an der Dillenburg - dem Reklameschild Partyservice Prott folgen - immer der Straße folgen, bis der Weg am Sportplatz der Bogenschützen endet (Schranke). Es bestehen begrenzte Parkmöglichkeiten - aussteigen, durch die Schranke und bei zügigem Gehen 30 Minuten im Kreis laufen - Weg kann beliebig in Richtung Datteln Oelmühlenweg ausgedehnt werden. Der Hauptweg führt geradeaus, dann rechts, dann links - und Ende. Ich gehe an der ersten Abzweigung vom Bogenplatz aus rechts und folge einem kleinen Trampelpfad und "lande" ca. 10 Minuten später auf dem Hauptweg.

Das gesamte Waldstück wird von der alten Zechenbahntrasse, die von Oer-Erkenschwick Richtung Datteln und Recklinghausen-Suderwich führte, getrennt. Früher (war sowieso alles besser) konnte man die Bahnlinie am Bahnkörper aufwärts bzw. abwärts über Treppenstufen überqueren, also von einem kleinen Wäldchen in das andere wechseln. Leider sind die Stufen verfallen, also "weg", heute ist die Überquerung damit ein kleines Abenteuer und halsbrecherisch. Das andere Waldstück ist noch kleiner und man erreicht es über die Karlstr. in Oer-Erkenschwick, bis zur Sackgasse fahren und parken - aussteigen und ab durch die Schranke - entweder rechts oder links - Zeitdauer des dortigen Rundgangs ca. 15 Minuten (Orientierungshilfe - von Trinkgut aus kommend nur geradeaus, von Renault-Hacke aus kommend letzt Kreuzung rechts).

Was habe ich dort gesehen und teilweise mit mehr oder weniger Erfolg fotografiert:

Spechte, Kleiber, Waldbaumläufer, Rehe, Mäussebussarde, Schmetterlinge wie das ganz stark dort vertende Waldbrettspiel und ab Anfang September auch den Admiral, Kohlweißlinge, Wespen, Bienen und auch Hornissen (die Gegend muß wildreich sein, darauf kann man von der Anzahl der angelegten Ansitze schließen.

Das Waldstück wird in Richtung Datteln von einem kleinen Bachlauf begrenzt, dort konnte ich den gemeinen Heidelibellen bei der Famlienplanung zusehen.

Meine Wertung - sehr idyllisch und für einen kleinen überschaubaren Spaziergang sehr geeignet.

Bilder - der Landschaft einschl. Bachlauf und Hornisse, Kleiber, Waldbrettspiel, Admiral, Männchen gemeine Heidelibelle (s. Sonderberichte auf dieser Homepage)

Ulrich Kamp

20.09.2016

 

Eiablage bei den Libellen

Eiablage ist bei den Libellen eine Gemeinschaftsaufgabe (Fotos: Gemeine Heidelibelle - Sympetrum vulgatum).

 

Die Geschlechter (männlich mehr rote, weiblich mehr braune Hinterleibsfärbung) bilden nicht nur bei der Kopulation ein Rad, sondern auch die Unterbringung der Eier in stehenden oder ruhig fliessenden Gewässern mit Pflanzenbewuchs ist Sache beider Eltern. Das Männchen nimmt das Weibchen "an den Haken" und schleppt es über das Wasser und die Eier werden Stück für Stück abgesetzt - und entwickeln sich im Wasser weiter.

 

Gesehen am Bach am Rande des Zechenwäldchens in Oer-Erkenschwick, Ortsteil Rapen, An der Dillenburg.

 

Ulrich Kamp

Anfang September 2016

 

 

Gut für Steinkäuze in Not, dass es die Terschlüsens gibt

Larissa und Ralf Terschlüsen sind nicht nur die Beobachter von Steinkäuzchen direkt in der Nähe ihrer Wohnung, notfalls retten sie auch deren Leben. Der kleine Steinkauz (s. auch Videos) war beinverletzt und unterernährt. Wie man sieht, war auch sein Gefieder ungepflegt. Ralf Terschlüsen hat den kleinen Kobold in einen Korb gesteckt (Handschuhe nicht vergessen, sonst piekst es empfindlich) und ab ging es nach telefonischer Kontaktaufnahme zum Greif- und Eulenretter Michael Hähnel in Hamm-Bossendorf - der Vogel bekommt Rundumbetreuung in der Greifvogelstation bei der dortigen RVR-Försterei an der alten B 51. Der Vogel dürfte gute Chancen haben, demnächst "geheilt entlassen zu werden". Hähnel bereitet die Vögel während der medizinischen Pflege auch systematisch darauf vor, dass es demnächst in freier Wildbahn weitergeht. (Anschrift der Greifvogelstation nebst Telefonnummer - für alle Fälle - RVR Greifvogelstation, Leiter Michael Hähnel, Forsthof Haard, Recklinghäuser Str. 291, 45721 Haltern am See, Tel. 02364 - 15709).

 

Viel Erfolg.

 

Ulrich Kamp

NABU Ostvest  11.06.2016

 

Spaziergang am Datteln-Hamm-Kanal

Zeitaufwand ca. 90 Minuten hin und zurück. Start am Eingang zur Dattelner Mülldeponie. Ziel die Waltroper Kanal-Brücke - und wieder zurück.

Nachdem wir (vermutlich) unseren Wagen geparkt haben, gehen wir vor dem Eingang zur Deponie den Weg rechts durch die Schranke an einem Bach entlang, erst rechts eine große Wiese mit Greifvogelansitzkrücken, danach rechts ein interessanter, allerdings morastiger Bruchwald. Linkerhand gehen wir immer an der eingezäunten und begrünten Deponie vorbei.

Und schon zeigt sich links ein Buntspecht, der wohl im Bruchwald heimisch ist, aber einem Ausflug nicht abgeneigt erscheint.

Rechterhand sehen wir die Bachunterquerung unter dem Datteln-Hamm-Kanal. Wir befinden uns schon seit fünf Minuten im Eisvogelgebiet, wir können jederzeit auf ihn treffen, also Sichtkontakt haben.

Links am Rande der eingezäunten Mülldeponie sehen wir mehrere kleine Teiche (auch Eisvogelgebiet). Wir begrüßen dort einen ansitzenden Fischreiher, auch Graureiher genannt, der von zwei Nilgänsen flankiert wird.

Wir steigen die Rampe zum Kanal hoch, gehen rechts und erreichen den Datteln-Hamm-Kanal. Linkerhand sehen wir die Einmündung des Datteln-Hamm-Kanals in den Rhein-Herne-Kanal. Am anderen Ufer liegt der ehemalige Anlegekai der Zeche Emscher-Lippe.

Rechts sehen wir schon unser Etappenziel vor uns, die Waltroper Kanalbrücke. Dahinter sehen wir das Trianel-Kraftwerk auf Lünener Gebiet, aber direkt gegenüber dem Haus Wilbringen in Waltrop. Vorher sehen wir noch die Brückenpfeiler der unvollendeten, aber immerhin angefangenen geplanten Brücke, ein Denkmal für was auch immer.

Am Kanal taucht auf der gegenüberliegenden Seite ein Nutria auf, der schwimmt zu uns hinüber, als er mich aber bemerkt, tritt er den Rückzug an und taucht ab. Später sehe ich ihn, wie er dem Rhein-Herne-Kanal zustrebt.

Ein Kormoran und ein Fischreiher fliegen über den Kanal an mir vorbei. Der Kormoran jagt tauchend im Kanal, der Fischreiher vergnügt sich auf den benachbarten Wiesen und jagt u. a. Mäuse und Ratten.

Die zahlreichen Stockenten im Kanal können im Bedarfsfall selbstverständlich auch fliegen ("Raap, Raap, Raap, Raap" - Kulisse wie in den alten Donald-Duck-Filmen). Rechts im Feld lauert entweder der Reiher von vorhin oder ein Kollege.

Der Eisvogel ist hier praktisch überall - mit ein bisschen Glück - zu sehen. Ihm habe ich einen eigenen Bericht zukommen lassen - s. Vögel der Gewässer und Startseite der Homepage.

Zur Klarstellung:

Man kann hier schon sehr viele Tiere sehen. Aber die Tiere haben auch nicht direkt auf mich gewartet. Glück und Zufall spielen auch eine Rolle. Diese Geschichte ist praktisch mit Bildern aus vier Spaziergängen zusammengesetzt worden. Oft waren die Tiere immer da, aber nicht immer so nah, dass ein gescheites Foto daraus wurde. Genau deswegen lohnt es sich für mich, diesen Weg regelmäßig und oft zu gehen. Die Angler, mit denen ich gesprochen habe, bestätigten meine Auffassung. Ein wenig Geduld, etwas Glück, Augen und Ohren auf und vielleicht noch ein Fernglas, und schon ist der Tierkontakt perfekt.

Alle Bilder wurden im November 2015 bei teilweise perfektem Wetter aufgenommen.

 

Ulrich Kamp

NABU Ostvest (30.11.2015)

 

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