März 2020

Aleks im März 2020

Aleksandra Vasek fotografierte die Turmfalken in ihrem Kasten am Rotkreuzhaus in Oer-Erkenschwick - offensichtlich wird gebrütet oder Jungvögel sind schon da. Denn es wird von einem erwachsenen Vogel eine Maus zum Verzehr angeliefert.

Das Bild vom Rotkehlchen läuft für mich unter Portrait. Offensichtlich hat der überhaupt nicht scheue Vogel direkt in die Linse geschaut und sich dabei noch gefreut.

Die letzten beiden Bilder zeigen eine Geschichte, die Aleks so erlebt hat:

Kohlmeise will die Höhle vom letzten Jahr wiederbesetzen. Aber - Pech gehabt - ein Star wohnt schon "drin" und weggegangen, Platz vergangen ...

„Na, ich geb dich gleich Saures", sagte die Kohlmeise. Die kleine Kohlmeise fliegt in die Höhle hinein und versucht, den Star an einem seiner Ständer aus der Höhle zu ziehen.

Der Ausgang des Wohnungsstreits bleibt offen. Der Kampf wogte hin und her und Aleks hat nicht mehr mitbekommen, wer denn nun bleiben durfte und wer "Leine ziehen musste".

Wolfgang Gerhardus fotografierte im März 2020

Einen Turmfalken bei der Jagd. Der Turmfalke kann sowohl Ansitzjagd, Jagd im Suchflug als auch den bekannten charakteristischen Rüttelflug. Beute: Meistens kleine Nager, aber auch Kleinvögel und Insekten stehen auf dem Speiseplan.

Am Datteln-Hamm-Kanal schwamm Wolfgang ein verliebtes Haubentaucherpärchen vor die Linse. Der Frühling ist die Zeit der Liebe und der Fortpflanzung. Da wird in der gesamten Vogelwelt gebalzt, was das Zeug hält. Und die Haubentaucher folgen einem komplizierten Ritual bei der Werbung, von wegen keine Umgangsformen.

Die Nilgans stammt vom Nil - also aus Afrika. Wie andere Einwanderer auch haben die Kolonialherren der Ägypter, also unsere Brexit-Freunde, vor etlichen Jahren Nilgänse nach England gebracht, damit sie die einheimische Fauna bereichern, ähnlich war es bei den Kanadagänsen und Mandarinenten. Nur diese Neubürger können fliegen, und fliegen bedeutet Mobilität. Und der Kanal war zwar für manche Feldherren ein Hindernis, nicht aber für Ente, Gans und Co. Und ab ging es zum Festland, und da sind sie bis heute auch geblieben.

Die hübsche schwarz-weiße Ente ist das männliche Exemplar der Reiherente, das Weibchen trägt schlichtes Dunkelgrau/Schwarz. Nun ja - in der Vogelwelt wirst du als Mann nur etwas, wenn du auch etwas darstellst, also gut aussiehst, singen und tanzen kannst (Haben wir das nicht schon mal gehört?). Die Frau kann ruhig etwas schlichter daherkommen, sie wird ja nun mehr für familiäre Aufgaben gebraucht.

Und am Dortmund-Ems-Kanal traf Wolfgang Gerhardus zwei Austernfischer. Eigentlich Meeresbewohner, Muschel- und Würmeresser. Aber seit Jahren sind einige Exemplare auch im Inland heimisch geworden. So traf der NABU Ostvest vor Jahren im Frühjahr schon Exemplare im Naturschutzgebiet Heubachwiesen, auch am Kanal wurden diese Vögel gesehen und dann gibt es noch versteckte Teiche im Ostvest, wo die Vögel als Geheimtipp gehandelt werden. Also - die Natur kommt, wie und wann sie will und bei Nichtgefallen geht es woanders hin. Wenn es aber gefällt, ja dann bleiben wir halt da. Meeresbewohner hin oder her.

Die Blässrallen bauen überall (Kanal, alte Fahrt, Teiche) schwmimmende Nester, die irgendwo befestigt werden. Gut ist natürlich, wenn man schon mal eine feste Basis hat. Und wie findig die Vögel sind, das zeigt Wolfgang Gerhardus auf seinem Bild. Und die Korkunterlage (oder ähnliches Material) haben die beiden Blässrallen direkt für sich beschlagnahmt.

Und dann kam da noch der Haubentaucher, der wie fast alle Haubentaucher für seinen Beutefisch einen zu dünnen Hals hatte. Aber das Motto heißt: Lieber Ersticken als die Beute aufgeben - also rrrrrunter damit - selbst wenn es Beulen im langen Hals gibt und die Augen aus dem Kopf quellen. Ist der dicke Fisch erst im Bauch, dann wird er auch verdaut.

 

Und wir haben doch wieder bunte Schmetterlinge (und hoffentlich bleibt das so)

Ulrike Tyroff fotografierte auf der Zechenhalde in Oer-Erkenschwick noch im März einen C-Falter, einen Admiral und einen Großen Fuchs. Nun macht eine Schwalbe zwar noch keinen Sommer, sagt der Landwirt, aber immerhin, die Zeichen sind gut. C-Falter und Admiral sah ich neben dem Distelfalter im letzten Jahr relativ häufig, einen Großen Fuchs sah ich im Ostvest bewusst noch nie. Alle "Tyroff-Schmetterlinge" sehen noch aus wie aus dem Ei gepellt, keine Reisestrapazen, keine Fressfeindattacken haben Spuren hinterlassen. Meine letzten Aufnahmen von den Langstreckenfliegern sahen alle aus wie Darsteller aus der Mundorgel und dem Lied "Wilde Gesellen vom Sturmwind durchweht, Fürsten in Lumpen und Loden". Na ja, mal sehen, wie die Hübschen in acht Wochen aussehen ...

Ulrike Tyroff fotografierte Wasservögel

NABU-Freundin Ulrike Tyroff sandte uns Bilder von einem erfolgreich jagenden Haubentaucher (Bild 1), der wohl auch seine Partnerin mit dem gefangenen Fisch erobern will (Bild 2). Dazu erhielten wir noch ein Bild von Stockentenhybriden von der alten Fahrt (Bild 3).

 

NABU Ostvest dankt für die schönen Bilder und sagt: "Weiter so!"

 

 

Die nächsten Termine:

 

Aus aktuellem Anlass (Coronavirus) finden vorläufig keine Vorstandssitzungen in Form einer Versammlung statt. Wir bitten um Verständnis. Sobald Sitzungen wieder durchgeführt werden können, werden wir die Termine wieder auf dieser Homepage veröffentlichen.

 

 

 

 

Änderungen des Tagungsortes unter aktuellen Gesichtspunkten möglich. Bitte beachten Sie den Hinweis in der Presse!

 

 

 

Weitere Infos finden Sie unter Termine ...

Druckversion Druckversion | Sitemap
© NABU Ostvest