Mai 2020

Ulrike Tyroff kann auch Raupen, Schmetterlinge und Vögel

Zaunkönig
Distelfink

Das wussten wir aber schon und hätten es auch so geglaubt. Gleichwohl nehmen wir Bilder vom Zaunkönig, der sein Nest (aus-)baut, einem Distelfink (Stieglitz), einer Weidenbohrerraupe (ein Schmetterling) und einem Ochsenauge (ein voll ausgebildeter Schmetterling) gern entgegen und zeigen sie Ihnen. Alle Tiere leben selbstverständlich hier bei uns und mit etwas Glück kann man sie sehen und bei den Vögeln auch hören.

Ulrich Kamp, 31.05.2020

Weidenbohrer
Kleines Ochsenauge

Aleks Vasek fotografierte ...

... eine mit Nachwuchs gesegnete Turmfalkenfamilie und einen Mäusebussard (Buteo buteo) im Flug, eine Storchenfamilie, die gut beschäftigt ist, ihren hungrigen Nachwuchs satt zu bekommen und rote Milane.

Mäusebussarde sind nach wie vor unsere häufigsten Greifvögel. Danach folgt der Turmfalke. Mäusebussarde sind bei der Ernährung flexibel, von daher können sie fast überall leben. Sie jagen Mäuse, Ratten und andere  Kleinsäuger,  Schlangen, Amphibien und wenn sonst nichts da ist, Regenwürmer, auch Kleinvögel sind pot. Beute. Auch Fallwild (Aas) wird gern genommen, es erspart zumindest die eigene Jagd. Deswegen sitzen Bussarde so oft und regelmäßig an Autobahnauffahrten und größeren Straßen. Nur - wenn die Beute noch auf der Straße liegt und nicht an den Rand gezogen wird, ist die Nahrungsaufnahme gefährlich (Autos).

Die Störche haben aktuell Nachwuchs, sowohl in Olfen als auch in den Lippeauen hinter dem Haus Vogelsang. Der Storch ist auch Nahrungsopportunist. Er ist keineswegs an Gewässer gebunden. Wiesen, Felder, gern auch feucht, alles wird abgesucht. Und ob der Frosch nun im Teich oder im Gras sein Auskommen sucht, wenn der Storch ihn sieht, ist er gefährdet. Und so geht es auch Mäusen, Ratten, Wiesel und Maulwurf uvm. Auch Nester von Vögeln im Gras sind leider Beute. Und aktuell ist der Jagddruck natürlich enorm, so eine Jungstorchenbande muss man als Eltern erst mal satt bekommen.

Der Rotmilan ist da; und zwar buchstäblich überall, nicht nur im Ostvest. Von daher hat Aleks ihre Aufnahmen in Datteln, Recklinghausen und in Oer-Erkenschwick "geschossen". Er kann weiträumig fliegen und jagen. Interessant ist das Bild von zwei Milanen aus Recklinghausen, vielleicht gibt es doch irgendwo im weiten Umkreis Nachwuchs?

Ich selbst sah den roten Milan in den letzten vierzehn Tagen am Katenkreuz in Datteln - Nähe alte Raketenabschussbasis (dort sah ich ihn auch vor einigen Jahren), in Datteln in der Nähe des Horneburger Sportplatzes an bzw. über der dortigen alten Bahntrasse und über dem Esseler Bruch in Oer-Erkenschwick. Mit dem stark gegabelten Schwanz und der intensiven Rotfärbung (der Kopf ist grau) ist er wunderschön und unverwechselbar. Er hat zwar in etwa die Größe eines Mäusebussards, wirkt aber schlanker und lebhafter als der Bussard, besonders bei der Jagd. Er schwebt sehr hoch und sucht das Gelände von oben ab - er jagt aber im Tiefflug, nimmt seine Beute auf (wenn er kann), und fliegt ab.

Der Turmfalkenkasten hängt am DRK-Haus in Oer-Erkenschwick. Die NABUs vor Ort haben immer ein Auge auf ihn und seine Bewohner. Nun schaut endlich der Nachwuchs mit blanken hungrigen Augen aus der "Kiste" und bettelt und ruft nach seinen Eltern, die "liefern" müssen, und zwar zz (ziemlich zügig). Vorwiegend Mäuse kommen gezwungenermaßen als Nahrung zum Einsatz, aber auch Kleinvögel gehen mit, wenn sie sich als Beute anbieten. Unsere Turmfalken jagen manchmal direkt über dem Stadtpark, aber auch in den Gärten der Anlieger und etwas weiter im freien Feld.

Ulrich Kamp, 31.05.2020

 

Wolfgang Gerhardus aus Waltrop fotografiert den tierischen Mai (2020)

Es sind wie immer sehr schöne Fotos.

Wenn einer in diesen Zeiten einen Kiebitz fotografieren kann, dann Wolfgang Gerhardus. Der Jungvogel hat einen Regenwurm am Wickel, danach wird getrunken, denn so ein Regenwurm will gewässert werden.

Dann hat eine männliche Mönchsgrasmücke (mit schwarzer Kappe, das Weibchen trägt "braun") geduldig Modell gestanden und dabei noch gesungen.

Auch eine (immer wbl. Form bei der Bezeichnung) Nutria war vom Fotografen völlig unbeeindruckt, keine Angst, keine Scheu.

Und dann marschierte eine Kanadagans vor die Kamera, die mal kurz zeigte, wer hier nach ihrer Meinung der Chef im Ring ist.

Oben am Himmel kabbelten sich wie so oft ein Mäusebussard und eine Rabenkrähe. Der Mäusebussard kann, wenn er muss, auch ein richtiger Flugakrobat sein. Von wegen langsam und unbeweglich.

Ulrich Kamp 31.05.2020

 

 

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