Was wir im Januar/Februar gesehen haben ...

Hummel-Hummel

27. Februar 2017, mittags ca. 12 Uhr.

Die erste Erdhummel (Bombus terrestris) für dieses Jahr ist mir im Zechenwäldchen in Rapen (O-E) vor die Kamera geflogen. Die Hummel hat sich auch vom nasskalten Wetter nicht aufhalten lassen, jede Blattunterseite und jedes Erdloch sorgfältig zu untersuchen. Sie war (noch) allein.

 

Ulrich Kamp

 

 

Auch jetzt im Januar/Februar sehr aktiv - der Kleiber

Kopüber hoch den Baum, Kopf nach unten unter dem Ast - kein Problem. Auch kein Problem den Baum mit einem Affenzahn abwärts zu rennen - kann diese Spechtmeise ohne sich in den Boden zu schrauben. Denn bisher immer rechtzeitig so in zwei Meter Höhe fliegt der Vogel im Bogen nach unten ganz knapp über den Boden ab. Und schmuck angezogen - oben taubenblau und die Brust und den Bauch  hell-orange-braun. Erkennbar an seinen markanten Pfiffreihen.

 

Ulrich Kamp

 

Fotos: Zechenwäldchen Rapen (OE) und direkt am Haardrand hinter dem Stimberpark in Oer-Erkenschwick

 

 

Auch die Buchfinken halten im Spätwinter zusammen

Ca. zwanzig der munteren und hübschen Vögel haben sich einen separat stehenden Baum unterhalb des Stimbergs (Nähe A 3/5/6) in der Haard ausgesucht. Da wird tagsüber gesungen und ab Beginn der Dämmerung geschlafen.

 

Ulrich Kamp

Ein Star im wunderschönen Winter-(Ruhekleid)

Mehr schwärzlich wird der Vogel erst im Frühling und Sommer. Dabei kann er sich so als PopSTAR "Garry Glitter" auch überall gut sehen lassen.

 

Ulrich Kamp

 

Bild: Recklinghausen-Essel, Rittbörden

TRTRTRTRTR - er trommelt wieder

Der Buntspecht ist gefühlt seit Anfang Februar wieder dabei, seinen Claim abzustecken. Er trommelt auf einen schönen morschen Ast kurze Signale: Inhalt für die Weibchen - hier bin ich und für andere Männchen, willst Du nichts auf die Nase bleib besser weg.

 

Ulrich Kamp

 

Fotos: Haard Oer-Erkenschwick

Der Mäusebussard hat kein Probleme mit den Gänsen - und umgekehrt auch nicht

Lebende Gänse gehören nun mal nicht in das Beutespektrum des Mäusebussards. Dies schließt aber nicht aus, dass auf der Gänsewiese nicht doch das eine oder andere Beutetier (Mäuse? Maulwürfe?) zu holen ist. Den Gänsen ist das "wurscht", sie haben von dem Greifvogel nichts zu befürchten und das wissen sie auch.

 

Ulrich Kamp

 

 

Die ersten Weidenkätzchen

Anfang Februar sind auch die ersten Weidenkätzchen da. Gesehen und fotografiert am Esseler Bruchgraben in Oer-Erkenschwick.

 

Ulrich Kamp

 

 

Schöne Vogelwelt im Januar 2017

Am 25.01.2017 sah ich morgens im Zechenwäldchen in Oer-Erkenschwick an der Dillenburg geschätzt 100! Stieglitze (Carduelis carduelis) hoch oben in den Bäumen sitzen. Wirklich gute Bilder leider bis heute Fehlanzeige, auch wenn der hübsche Vogel noch woanders am Haardrand aufgetaucht ist. Vermutlich handelt es sich um Wintgergäste, die aus dem Norden oder Osten zu uns kamen, weil es ihnen in ihrer Heimat nun doch zu kalt wurde.

 

Nachmittags saßen dann unterhalb des Stimbergs nicht weit von der Ahsener Str. einige männliche Dompfaffexemplare (Pyrrhula pyrrhula) - wieder hoch oben auf dem Baum, aber mit der rosa Brust gut zu erkennen. Nur schwierig zu fotografieren. Dafür hatten aber später auch einige Männchen in der Haard direkt am Weg zum Feuerwachturm Farnberg Quartier genommen. Natürlich wieder ganz oben auf einem Baum, versteht sich.

 

Und einen Tag später traf ich dann auf ein Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) zwischen Holtgarde und Lohhäuser Str. Bildschön, der kleinste europäische Vogel (wiegt soviel wie ein 2-Euro-Stück) und dreimal dürfen Sie raten, wo er sich wohl aufhielt? Richtig, hoch oben auf einem Baum und flog hin und her wie ein Kolibri.

 

Einige Tage später sah ich dann ein Exemplar auf fünf Meter Entfernung am hinteren Zaun des Stimbergparks - und es hat mir wenig genutzt. Denn der Vogel flog wie eine Libelle hin und her und her und hoch und runter, bis ich mit beiden Augen über Kreuz geschaut habe (Rüdiger Dietrichs hat mich später getröstet, auch ihm machte und macht die Mobilität dieses Vögelchens beim Ablichten schwerstens zu schaffen. Egal, immer weiter (Olli Kahn).

 

Also gibt es diesmal unterdurchschnittliche Bilder, aber an der Qualität wird gearbeitet, irgendwann wird auch mal so ein Vögelchen bei schönstem Wetter mit der Sonne in meinem Rücken vor mir sitzen und darum bitten, abgelichtet zu werden ("Träum weiter ...").

 

Ulrich Kamp

12.02.2017

Stunde der Wintervögel 2017

Bilanz zur Stunde der Wintervögel im Januar 2017

Zunächst ein Dank an alle Teilnehmer/innen im Ostvest und insgesamt. Zu keiner Zeit haben so viele Naturfreunde ihre fliegenden Besucher in ihren Hausgärten so im Blick gehabt wie bei dieser Zählung. Klar ist auch, dass uns die regionale Presse sehr gut unterstützt hat, um auf die Wichtigkeit der Teilnahme hinzuweisen. So hatten wir im Ergebnis viel mehr Teilnehmer und trotzdem weniger Vögel als sonst.

Woran das gelegen haben könnte, hat der NABU-Landesverband NRW versucht zu erklären (s. Essay unter Naturschutz). Richtig ist, dass wir ganz oft im Winter nicht die Vögel sehen und zählen, die im Sommer bei uns waren. Hier sind Teilzieher dabei, die im Winter einfach ein paar Kilometer südlich fliegen und dann dort bleiben, wo es etwas milder ist, ohne sich auf die ganz große Reise zu begeben. Dafür kommen zu uns Gäste aus dem Osten bzw. Norden, keine unbedingt neuen Arten, sondern die eigentlich nördlich/östlich wohnenden Verwandten unserer heimischen Vögel, die es hier kuscheliger finden als in ihrer doch deutlich kälteren Heimat.

Wenn unsere Stammbesatzung teilweise südlich zieht und der "Ersatz" aus dem Norden oder Osten noch nicht eingetroffen ist, haben wir hier natürlich eine Lücke, die diesmal etwas später geschlossen wurde, denn hunderte von Stieglitzen z. B. tauchten am 25.01.2017 im Ostvest auf und sind heute (13.02.2017) etwas verteilt z. B. im Haardvorland noch da.

Stellen wir uns einmal vor, bei der Stunde der Wintervögel wäre zufällig mal ein großer Trupp Stare oder Stieglitze in mehrere Gärten eingefallen, das hätte das Ergebnis nachhaltig zumindest örtlich beeinflusst.

So werden wir im Mai sehen, wie sich die Stunde der Gartenvögel ergebnismäßig darstellt.

Vom Ergebnis her, Haussperling vor Amsel und Kohlmeise, gibt es keine Überraschung. Diese Top-Drei sind eigentlich immer ganz vorn. Und das die Rabenvögel wie Krähen, Elstern und Dohlen aufholen, ist nun auch nicht neu.

Also alles wie gehabt? Solche Auswertungen sind eigentlich immer langfristig zu sehen, kurzzeitige Zuwächse sind ebenso wie kurzzeitige Rückgänge immer möglich. Ein Trend lässt sich immer erst über Jahre feststellen.

Fazit: Der NABU Ostvest ist hocherfreut über die hohe Anzahl der Teilnehmer und wünscht sich dieses Ergebnis auch zukünftig, zunächst bei der Stunde der Gartenvögel im Mai.

Richtig ist, dass mehr Augen nicht unbedingt mehr Vögel sehen, aber um einen Trend festzustellen, dafür sind viele Teilnehmer sehr wichtig.

Also bitte weiter so. Und - die Natur ist vielen Bürgern/-innen nicht egal, und das ist gut so.

Ulrich Kamp

Sprecher NABU Ostvest

13.02.2017

Naturschutz "geht auch mal schnell"

Auf unserer Homepage wurde jetzt erst ein Pressebericht aus Januar 2017 veröffentlicht, der sich mit der Absicht der Naturschutzbehörde beim Kreis Recklinghausen befasst, das Naturschutzgebiet Stimberghöhen unterhalb des markanten Sendeturms auf dem Stimberg (Oer-Erkenschwick) wieder in Form zu bringen. Etliche Protagonisten der Politik und der zuständigen Behörden ließen sich gemeinschaftlich ablichten und lächelten in die Kamera des Redakteurs. Unter anderem sollten auch Nadelbäume, die nicht in das Naturschutzgebiet mit seinen Sandböden passen, entfernt werden.

 

Na ja, dachte ich. Erst wird eine Riesenshow abgezogen und dann passiert erst einmal eine lange Zeit nichts. Weit gefehlt. Als ich heute dort mit Hund und Ehefrau lustwandelte, sah man schon Fortschritte, die Kettensäge und schweres Transportgerät waren bereits im Einsatz. Donnerwetter, man soll die öffentliche Hand mal nicht unterschätzen. Diesmal wurde aber ordentlich "auf die Tube gedrückt". Ich bin auf das Ergebnis, dass bei diesem Tempo in absehbarer Zeit vorliegt, gespannt.

 

Ulrich Kamp

12.02.2017

 

 

Eine erfolgreiche Jagd

An der Esseler Str. in Oer-Erkenschwick zwischen dem Titania-Sportplatz und der Querung der alten Zechenbahntrasse sitzt regelmäßig auf der Telefonleitung oder einem Mast ein Mäusebussard - Farbe braun, weiß abgesetzter V-Ausschnitt wie früher die Tennis- und Torwartpullover. Er gehört einfach dahin, oft jagt er auch rund um das Silvertbachnaturschutzgebiet, welches direkt angrenzt. Viele Autofahrer kennen ihn, und meine Passion ist es, ihn zu fotografieren, wenn er mich lässt. Meistens besteht an der Straße kaum eine ungefährliche Möglichkeit, also muss man warten können, wo er sitzt - und er hat seine Umgebung stets im Auge, die meisten Bilder von ihm habe ich im Abflug, wenn ich ihm nämlich mit meiner Kamera wegen zu großer Nähe auf den Wecker gehe (Bild 1).

 

Anfang Februar bei leichtem Nebel und beginnender Dämmerung war für mich - fand ich - die Gelegenheit günstig. Er saß nämlich gegenüber dem Esseler Friedhof und dort ist ein Parkplatz, den ich anfuhr um zu parken. Kamera und näher ran. Diesmal blieb er sitzen und für die schlechten Sicht- und Fotoverhältnisse konnte der Mäusebussard nichts. (Bild 2).

Warum blieb er diesmal sitzen, nur weil ich mich notdürftig hinter einer dünnen Birke postiert hatte? Plötzlich wurde mir klar, warum. Ein kurzer Sturzflug in den kleinen Graben und dort war Action. Es sah aus, als ob der Bussard mit ausgebreiteten Flügeln auf einem Ball oder einer Rolle balancierte. (Bilder 3 - 5). Er hatte also Beute, nur die konnte ich leider nicht sehen.

Erst als er nach einigen Sekunden abhob, konnte man erkennen, dass eine junge Ratte oder eine große Wühlmaus diesmal das Abendessen lieferte. Womit erwiesen ist, dass Greifvögel nicht nur einfach so rumsitzen, um die Ruhe zu pflegen und bewiesen ist auch, dass regelmäßig auch mal (wenn auch nicht immer zu 100 %) Beute gemacht wird.

Jedenfalls ist der Mäusebussard (Buteo buteo) kein Feind der Landwirtschaft, sondern ein durchaus erfolgreicher Schädlingsbekämpfer.

Ulrich Kamp

12.02.2017

Turmfalke auf der Jagd

Exakt dort, wo auch unser Mäusebussard mit dem markanten V-Ausschnitt jagt, lauert auch ein Turmfalke. Prozedur eigentlich wie immer, er sitzt, ich will ihn fotografieren und er fliegt ab. Diesmal - auch bei diesigem Wetter - sitzt er auf einem Telefonmast und gegenüber ist ein Parkstreifen. Also anhalten, Scheibe runterfahren und LAAAAAANGSAAAAAAM die Kamera nehmen und aus dem Fenster halten. Insgesamt acht sitzende Bilder ließ er sich gefallen, dann flog er ab. Aber immerhin, er zeigte Geduld. Auch diese Jagd erfolgte in der Abenddämmerung, wenn die fixierte Beute jedenfalls deutlich weniger sieht als ihr Jäger.

 

Ulrich Kamp, 12.02.2017

Winterimpressionen

Auch Rüdiger Dietrichs ist im Winter mal früh aufgestanden und hat zwei traumhafte Bilder "geschossen".

Endlich mal die Haard im Schnee

Wenn auch nur für maximal 24 Stunden. Immerhin - jetzt habe ich  mal wieder einen Vorrat an Winterfotos.

 

Ulrich Kamp

Besuch im Garten von NABU-Ostvest-Vorstandsmitglied Marita Eckart

Zu Besuch im Garten der Familie Eckart waren der Grünspecht - s. Startseite - und der junge Buchfink (Fringilla coelebs). In Zeiten, in denen alle Naturliebhaber(-innen) den Rückgang der Singvögel fürchten, freuen wir uns über jeden gefiederten Besuch in unseren Gärten.

 

Bilder: Marita Eckart

Die nächsten Termine:

 

02.05.2017, 20 Uhr, Sitzung

06.06.2017, 20 Uhr, Sitzung

04.07.2017, 20 Uhr, Sitzung

 

 

Änderungen des Tagungsortes unter aktuellen Gesichtspunkten möglich. Bitte beachten Sie den Hinweis in der Presse!

 

 

 

Weitere Infos finden Sie unter Termine ...

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