Medien

Foto: Sascha Fladrich

Auszeichnung der Schule Oberwiese

 

Im Auftrag des NABU Landesverbandes hat der NABU Ostvest die Auszeichnung zum schmetterlingsfreundlichen Schulgarten der Schule Oberwiese gerne vorgenommen.

 

Die Schule leistet mit ihrem Engagement einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt unserer Schmetterlinge. Wir hoffen, dase die Auszeichnung und die damit verbundene Übergabe der Plakette weitere Menschen zur Anlage eines Gartens für Schmetterlinge animiert.

 

Andreas Vergin

 

Sprecher des NABU Ostvest 

 

 

 

Kommentar zur Trasse:

Der aktuelle Pressebeitrag zur gepl. Trasse. Es stellt sich die Frage, warum zwei Rentner, die wahrscheinlich nie Naturschutz betrieben haben und den Begriff "NATUR" Zitat Duden: ( [Gesamtheit der] Pflanzen, Tiere, Gewässer und Gesteine als Teil der Erdoberfläche oder eines bestimmten Gebietes [das nicht oder nur wenig von Menschen besiedelt oder umgestaltet ist]) nicht wirklich kennen, stellvertretend für den RVR und der hiesigen Politik, so eine Bühne bekommen. Was läuft hier gerade schief? 

 

Alfons Pennekamp

Stellungnahme des Landschaftsbeiratesvom Juli 2013 im Rahmen einer Begehung mit dem damahligen zuständigen Amtsleiter des RVR Herr Carow + aktuelle Skizze mit Alternativwegen

 

 

 

 

 

 

Zum Lesen bitte anklicken!

Stellungnahme des NABU-Ostvest zum Thema Lippeaue

Die Bedrohung der Lippeaue

 

 

 

„Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.“

(Hans-Magnus Enzensberger, 1979)

 

 

 

Die Lippeaue in Datteln bei Haus Vogelsang als Teil des Projekts 2Stromland auf der IGA 2027

 

 

Wandernde  kennen und schätzen das Gebiet rund um Haus Vogelsang auf Dattelner Seite der Lippe. Die dort brütenden Weißstörche ziehen viele Ornithologen an, zu sehen sind dort jedoch noch viele weitere Stand- und Zugvögel. Wer ein Foto vom Braunkehlchen oder Schwärme von Bach- und Wiesenschafstelzen  schießen möchte, hat sich den richtigen Standort ausgesucht – etwas Geduld vorausgesetzt. 

 

Ein Blick auf die Karte¹ zeigt den besonderen Status des Gebiets: Es handelt sich um ein Flora-Fauna-Habitat (FFH), also ein besonders schützenswertes Areal.

 

 

 

FFH-Gebiet – Was ist das überhaupt?²

 

Bei der Richtlinie über Flora-Fauna-Habitate handelt es sich um eine Vorschrift über die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der in diesem Lebensraum typischerweise vorkommenden Pflanzen und wildlebenden Tiere (Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992).

 

Unter dem Begriff „Natura 2000“ soll ein europäisches Netz (in der EU) mit einer repräsentativen Auswahl aller Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse zur Schutz der Biodiversität (der biologischen Vielfalt) aufgebaut werden. Hierzu dienen die FFH-Richtlinie sowie die Vogelschutzrichtlinie.

 

In den besonderen Schutzgebieten sind geeignete Maßnahmen zu treffen,  um die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume und der Habitate der Arten sowie Störungen von Arten zu vermeiden. 

 

Und nun das: Für die Internationale Gartenbauausstellung 2027 wurde die Lippeaue bei Haus Vogelsang unter dem Projekttitel „2Stromland“gemeldet.

 

 

Was hat eine Internationale Gartenbauausstellung (IGA) mit einem FFH-Gebiet zu tun?

 

Nichts, möchte man meinen. Bei der Internationalen Gartenbauausstellung soll es sich um eine internationale Leistungsschau des Garten- und Landschaftsbaus handeln. Üblicherweise orientiert sich eine IGA an urbanen und/oder aufzuwertenden Orten und nicht an einem Fluss, der noch einen Teil seines ursprünglichen Charakters bewahrt hat bzw. aufwändig renaturiert wurde.

 

Gleichwohl hat sich die Stadt Datteln um die Teilnahme beworben. Dazu motiviert wurde sie u. a. in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses StaUBV (Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Bauen und Verkehr) der Stadt am 21.01.2020 von der Landschaftsagentur Plus, die ihren Sitz auf Haus Vogelsang hat. 

 

 

Wo liegen die Bedenken im Sinne des Naturschutzes?

 

Wie der Projektname 2Stromland vermuten lässt, geht es hier um die Verknüpfung des Dattelner und Olfener Gebiets der Lippeaue. Die Olfener Seite der Lippe ist nicht großräumig, sondern nur sehr eingeschränkt als FFH-Gebiet ausgewiesen. Während auf Dattelner Seite eher Naturliebhaber und Wanderer anzutreffen sind, sieht es auf Olfener Seite deutlich anders aus. Dort spielen Wegeleitung, Respekt vor der Natur, Rücksichtnahme eine untergeordnete Rolle.

 

Hunde toben am Ufer und in der Lippe, Mountain-Biker fahren auf die Uferkante, Reste von Lagerfeuern auf der Wiese …

 

Mit der Bewerbung um das IGA-Projekt sollen die Bereiche miteinander verbunden werden. Zunächst war eine Brücke über die Lippe , in Verlängerung des Weges, der am Storchennest vorbeiführt, geplant, nun soll es eine Fähre werden. Gleichgültig, welche Lösung angestrebt wird, es wird zu einer Beeinträchtigung der sensiblen Bereiche führen.

 

Damit jedoch nicht genug, die Landschaftsagentur Plus mit Sitz am Haus Vogelsang plant Großes und nennt in ihrer Präsentation den zentralen Punkt ihrer Aktivitäten: 

 

„Ziel: Finalisierung der touristischen Erschließung“

 

Einige Beispiele aus der Präsentation:

 

> Fahrzeugpool

> Übernachten in der Wildnis

> Candlelight-Dinner direkt an der Lippe

> …..

Der Naturraum dient offensichtlich als Vehikel für den Ausbau des touristischen Angebots, was ein weiterer Ausschnitt aus einer der Präsentationen belegt:

 

„...Angedockt an die künftige „Akademie Vogelsang“ werden auf dem Gelände von Haus Vogelsang auch Gastronomie und ggf. Beherbungsmöglichkeiten geboten. Das Besucherzentrum ist der zentrale Ausgangspunkt für Touren in die Wildnis.“

 

Ferner wollten die Initiatoren suggerieren, der Nabu würde die Bewerbung und die Vermarktung rund um Haus Vogelsang unterstützen. Das Nabu-Logo (s. unten) wurde missbräuchlich in einer Präsentation verwendet und wurde erst durch nachdrückliche Intervention entfernt. Die Positionen zwischen Bewerbern und dem Nabu wurden in einer gemeinsamen Sitzung ausgetauscht. Der Nabu lehnte eine angebotene Mitarbeit in den Gremien wegen der einseitigen Ausrichtung im Sinne des Tourismus und der zu erwartenden Schäden in der Natur ab, zumal möglicherweise Rechtsverstöße bei dem Vorhaben in Kauf genommen werden. 

Aus Sicht des Nabu-Ostvest stellt die Positionierung der IGA-Initiatoren einen einzigartigen Euphemismus im Sinne des Naturschutzes dar. Die Präsentationen, aufwendig und ansehnlich gemacht, zielen vollständig an Natur- und Artenschutz vorbei. Wirtschaftliche Interessen – hier Tourismus – sollen wieder einmal  den Naturschutz unterdrücken. Hoffentlich bewahrheitet sich für die Lippeauen nicht die Aussage eines Wissenschaftlers (aus Vorlesung zu „Grundlagen der ökologischen Planung“, Uni Münster)

 

„Deutschland hat viele Schutzgebiete, aber sie schützen nicht!“

 

 

Und was macht nun Enzensbergers Tourist? Sucht er, findet er? Lässt er sich anlocken vom Candle-Light-Dinner an der Lippe?

 

² Die Bundesregierung übermittelt in regelmäßigen Abständen nationale Daten an die EU

FFH-Bericht: Konsequenter Naturschutz entscheidend für Zustand von Arten und Lebensräumen (19.09.2019)

Der Zustand von vielen geschützten Lebensräumen und Arten in Deutschland ist weiterhin kritisch. Dies geht aus dem Bericht zur Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (-Bericht) hervor, den Deutschland an die Europäische Kommission übermittelt hat. Der Bericht fasst die Entwicklung der Jahre 2013 bis 2018 zusammen.  Arten und Lebensräume sind demnach vor allem dort in einem günstigen Erhaltungszustand, wo der Mensch als Nutzer nicht oder nur begrenzt eingreift beziehungsweise naturschutzkonform wirtschaftet. Landwirtschaftlich genutzte Lebensräume sind laut den Ergebnissen des Berichtes überwiegend in einem schlechten Zustand.

Bei den Lebensräumen sind 30 Prozent in einem günstigen Zustand, darunter der überwiegende Teil der Fels- und Schuttlebensräume und großflächig verbreitete Buchenwälder in der kontinentalen Region. In einem schlechten Zustand befinden sich insgesamt 37 Prozent der untersuchten Lebensräume, besonders Grünland- und Gewässerlebensräume.

 

 

 

 

Zum Weiterlesen:

 

https://www.rvr.ruhr/themen/oekologie-umwelt/internationale-gartenausstellung-2027/

 

https://www.rvr.ruhr/fileadmin/user_upload/01_RVR_Home/02_Themen/Umwelt_Oekologie/Internationale_Gartenausstellung/2016_09_23_IGA2027_Bewerbung.pdf

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Gartenausstellung_2027

 

https://landschaftsagenturplus.de/artenschutz/

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Gartenbauausstellung

 

 

 

Zur eigenen geografischen Recherche³:

https://www.geoportal.gkd-re.de/kreis-re/geoatlas

Datenschutzbestimmung akzeptieren und Button „Weiter“

Linke Seite unter Button „Karten/Themen“ Button „Natur & Umwelt“ wählen

und weitere Einstellungen

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Pressemitteilung NABU-Ostvest               

Datum: 06.02.2022

 

Keine Gartenausstellung in der Lippeaue

Naturschützer haben klare Bedenken zu den geplanten Maßnahmen im Rahmen der IGA 2027 und lehnen Tourismus im streng geschützten Gebiet ab

 

Die Lippeaue zwischen Datteln und Ahsen zeigte sich bis vor wenigen Jahren in weiten Bereichen als unzugänglichen FFH*-Naturlebensraum und Naturschutzgebiet. Im Rahmen von Renaturierungsprojekten des Lippeverbandes, aber auch durch Ausgleichsmaßnahmen, die von der Landschaftsagentur Plus auf RAG Flächen vermarktet werden, wurden große Bereiche der Lippe optimiert. Diese ökologisch so wichtigen Maßnahmen werden von den Naturschutzverbänden im Kreis Recklinghausen getragen und außerordentlich positiv gesehen. Hier wird der Natur ein großer Bereich als Rückzugsraum zurückgegeben, wie der Name schon sagt, renaturiert.

Anders sieht es aber mit Bestrebungen im Umfeld dieser für die Natur so wichtigen Maßnahmen aus. Federführend sind hier der Verein 2Stromland e.V., die Vogelsang Stiftung und die Landschaftsagentur plus, alle mit Sitz auf Haus Vogelsang, so wie angrenzende Kommunen und Politiker.

Durch die IGA 2027, die so genannte Internationale Gartenausstellung, soll nun unter dem Deckmantel des Naturschutzes diese gerade mit vielen Millionen Euro hergestellten Rückzugsräume für den Tourismus erschlossen werden.

Wie so etwas aussieht, konnte man in den letzten Jahren auf beiden Seiten der Lippe ausgiebig betrachten. Kleine angedachte Badestellen wurden zu Zeltplätzen mit Grill- und Lagerfeuer, Beobachtungsbauwerke werden umgangen und diverse illegale Trampelpfade führten dann an das schutzwürdige Ufer, Hunde werden nicht angeleint obwohl sie sich in ein Naturschutzgebiet befinden. Diese enormen Belastungen des schutzwürdigen Raumes wurde in einer Bachelorarbeit von der Uni Osnabrück wissenschaftlich untersucht und die massiven Eingriffe deutlich dargestellt. Aktuell wurden, auch auf Anregung der Naturschutzverbände hin, einige marginale Verbesserungen vorgenommen. Diese reichen aber bei weitem nicht aus.

Die Naturschutzverbände haben mittlerweile deutlich den Eindruck, dass es hier einzig und allein um die touristische Vermarktung der Ruhrkohleliegenschaft Haus Vogelsang geht. Über einen Rückbau und Entsiegelung der Liegenschaft wird in keiner Weise nachgedacht. Mit allen Mitteln werden Töpfe angezapft, auch wenn sie nicht unmittelbar mit dem Naturschutz zu tun haben, um Haus Vogelsang am Leben zu halten.

Obwohl die Situation vor Ort am Lippeufer eskaliert und sogar Polizei eingesetzt werden musste, werden noch weiterhin touristische Maßnahmen geplant. So ist immer noch eine Lippe-Querung im Gespräch eine „Akademie Vogelsang“ mit Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomie soll installiert werden, die natürlich noch mehr Menschen in den Raum bringt und die Schutzwürdigkeit herabsetzt. Rechtlich gilt jedoch für ein FFH-Gebiet generell ein „Verschlechterungsverbot“, der aktuelle Zustand darf nicht gefährdet werden.

Eine weitere Belastung des Raumes und eine Verschlechterung des FFH-Gebiets Lippe, wird von allen anerkannten Naturschutzverbänden im Kreis RE klar abgelehnt und ist in mehreren Gesprächen mit den Betreibern deutlich gemacht worden. Zunächst müssen von den Akteuren auf Haus Vogelsang die Hausaufgaben gemacht werden und noch deutlich mehr „touristische Highligths“ aus dem Lipperaum zurückgebaut werden. Um einen solchen Naturraum als Naturschützer zu genießen, reichen zwei bis drei Beobachtungskanzeln am Rand des Gebietes vollkommen aus.

Diese Form von „Naturschutz“, die von den oben genannten Betreibern gewollt ist, ist in der heutigen Zeit absolut fragwürdig. Wir benötigen dringend großflächige Rückzugsräume für die Natur. Artensterben findet auch bei uns vor der Haustür statt. Tourismus gehört in diese sensiblen Gebiete nicht hinein und kann dort nur am Rande toleriert werden.

 

*http://www.fauna-flora-habitatrichtlinie.de

„Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie hat zum Ziel, wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen. Die Vernetzung dient der Bewahrung, (Wieder-)herstellung und Entwicklung ökologischer Wechselbeziehungen sowie der Förderung natürlicher Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse.“

 

Kontakt: info@nabu-ostvest.de

 

 

 

https://www.umwelt.nrw.de/

 

Eichenprozessionsspinner: Neuer Praxisleitfaden des Umweltministeriums

Staatssekretär Dr. Bottermann: „Der Kontakt mit den Raupen birgt schwere gesundheitliche Risiken. Der neue Leitfaden bündelt den aktuellen Stand des Wissens und gibt den Kommunen und beteiligten Institutionen praxisnahe Hilfestellung.“

Das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen hat einen Praxisleitfaden zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner veröffentlicht. Im Frühjahr schlüpfen die Raupen dieses Nachtfalters, deren Brennhaare ab Mai zu entzündlichen Hautreizungen und Atembeschwerden führen können.

„Der Kontakt mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners birgt schwere gesundheitliche Risiken. Gleichzeitig unterstützen die Klimaveränderungen ihre Ausbreitung. Der neue Leitfaden bündelt den aktuellen Stand des Wissens und gibt praxisnahe Hilfestellung beim Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner“, erläutert Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Umweltministerium Nordrhein-Westfalen.

Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt warme und besonnte Bereiche. Daher kommt er häufig auch an Einzelbäumen und Waldrändern im städtischen Umfeld vor. „Die Kommunen und beteiligten Institutionen haben die Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie für den Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner intensiv unterstützt. Hierfür bin ich sehr dankbar, denn der Eichenprozessionsspinner benötigt ein abgestimmtes Vorgehen“, so Bottermann.

Zu den im Leitfaden vorgestellten Maßnahmen gehören die Förderung von Vögeln und anderen natürlichen Gegenspielern, der Einsatz von Fallen, das Entfernen der Gespinstnester und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden, der jedoch nur in einem begrenzten Zeitfenster möglich ist. Darüber hinaus gibt der Leitfaden Empfehlungen zur Staffelung der Maßnahmen je nach Gefährdung, zur richtigen Schutzausrüstung und zu Warnhinweisen für die Öffentlichkeit.

Die Ministerien raten dringend dazu, sich von den Raupen, deren Nestern und Häuten fernzuhalten. Auch sollten, etwa im heimischen Garten, keine Gegenmaßnahmen auf eigene Faust durchgeführt werden. Für das Entfernen der Nester im öffentlichen Raum beauftragen die Kommunen Spezialfirmen. Sofern ein Befall im privaten Garten oder Wald zu beobachten ist, sollten auch hier vom Eigentümer Spezialfirmen beauftragt werden. Ungeachtet dessen sollte das Ordnungsamt der zuständigen Kommune informiert werden, damit die befallenen Stellen von den Kommunen kartiert werden können. Einige Kommunen haben für die Meldung von Vorkommen des Eichenprozessionsspinners bereits Online-Portale eingerichtet.

Die Erarbeitung eines Leitfadens wurde bereits im vergangenen Jahr nach einem Fachgespräch vereinbart. Im März trafen sich Umweltministerium, Gesundheitsministerium, Kommunen, Landwirtschaftskammer und Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen in Lüdinghausen, um mögliche Maßnahmen und ein gemeinsames Vorgehen zu beraten. 

Download des Praxisleitfadens

Der Leitfaden „Überwachung, Bekämpfung und Beseitigung des Eichenprozessionsspinners (EPS) – Ein Praxisleitfaden für die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen“ steht unter folgendem Link zum Herunterladen zur Verfügung: https://url.nrw/eps_leitfaden

Bei Verdacht eines Gifthaarkontakts empfehlen die Gesundheitsbehörden folgende Maßnahmen:

  • Sofortiger Kleiderwechsel und der Versuch, mit einem Klebeband vorhandene Brennhaare von der Haut abzunehmen
  • Duschbad mit Haarwäsche
  • Bei Augenbeteiligung das Spülen mit Wasser
  • Bei ausgeprägten Symptomen ärztliche Hilfe aufsuchen
  • Hautreaktionen können lokal symptomatisch mit mittelstark bis stark wirksamen Kortikosteroiden behandelt werden
  • Bei Bindehautentzündung Augentropfen, die auch ein Antiseptikum enthalten
  • Gegen den meist stark ausgeprägten Juckreiz sind orale Antihistaminika hilfreich
  • Bei respiratorischen Symptomen (asthmaartige Beschwerden) ist der Einsatz von geeigneten Medikamenten in Form von Dosier-aerosolen indiziert
  • Schwerere Verläufe können eine systemische Kortikosteroidtherapie notwendig machen
Weitere Informationen

 

 

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 23 | 16. April 2020

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Nachweis von zwei Wölfen im Gebiet Schermbeck - Erstes Wolfspaar in NRW?

NABU NRW: Die beiden Wölfe in Hünxe zeigen wildtiertypisches Verhalten | Effektiver Weidetierschutz weiterhin unabdingbar
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Düsseldorf – Das Landesumweltamt (LANUV) NRW bestätigte gestern die Sichtung eines zweiten Wolfes vermutlich zusammen mit der Wölfin GW954f im Wolfsgebiet Schermbeck. Ob es sich dabei um ein dauerhaftes Paar handele, würde das Monitoring der nächsten Wochen ergeben. „Dass sich irgendwann auch in NRW ein Wolfspaar bilden würde, war zu erwarten. Für die Bevölkerung und die Weidetierhalter ändert sich durch diese Situation aber erst einmal wenig“, sagt Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschuss Wolf im NABU NRW.  

Die von einem Anwohner gemachte Videoaufnahme zeige die beiden jagenden Wölfe in Siedlungsnähe, und wie andere Wildtiere, würden auch Wölfe menschliche Siedlungen in Kulturlandschaften nicht gänzlich meiden. „Daher ist es völlig normal und ungefährlich, wenn sie an Siedlungen vorbei oder auch einmal hindurchlaufen oder bis an den Siedlungsrand jagen“, so Pusch weiter. Für Wölfe sei es schlichtweg nicht erkennbar, dass es in einem Haus Menschen gibt. Berichten zufolge, ließen die beiden Wölfe in Hünxe schnell von ihrer potenziellen Beute ab, als die Bewohner vor das Haus traten. „Dies zeigt deutlich, dass keine Gewöhnung an den Menschen stattgefunden hat und wildtiertypisch Fluchtverhalten ausgelöst wird, wenn Menschen auftauchen“, erklärt der NABU-Wolfsexperte.

Für die Weidtierhaltung gelte nach wie vor: Weidetiere müssen effektiv geschützt werden. „Der NABU NRW empfiehlt daher den Weidetierhaltern den Herdenschutz nach den Empfehlungen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) auszuführen und gegebenenfalls auf die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern wie von Wikiwolves zurückzugreifen“, so Pusch. Auch bestehe die Möglichkeit, die Herdenschutzberatung der Landwirtschaftskammer NRW in Anspruch zu nehmen. Zudem rät der NABU, noch nicht ausreichend geschützte kleinere Weidetiere unbedingt zeitnah wolfsabweisend zu schützen.

Pusch: „Zudem hoffen wir, dass die Förderrichtlinie NRW alsbald durch die EU notifiziert wird. Damit könnten sich Weidetierhalter unabhängig von dem derzeit geltenden Höchstbetrag an Fördermitteln entsprechende Weidezäune, aber auch Hunde, finanzieren lassen. Ein wichtiger Aspekt wäre hierbei nach wie vor, die Übernahme der Arbeitszeitkosten, welche meist einen erheblichen Teil der Ausgaben ausmachen.“ Notwendig sei dann allerdings auch, dass die Förderanträge aus dem Wolfsgebiet Schermbeck möglichst unbürokratisch und schnell durch die zuständigen Bezirksregierungen bearbeitet werden, was besonders auch für die Anträge auf Anschaffung von Herdenschutzhunden gelte.

Für das Wolfsmonitoring der nächsten Wochen in der Region Schermbeck wäre es zudem hilfreich, wenn Jäger und Förster, die ihre Reviere am besten kennen, Hinweise auf Risse bei Wildtieren und sonstige Beobachtung, die auf einen oder mehrere Wölfe schließen lassen, umgehend an das LANUV melden würden. So ließe sich der Verifizierungsprozess beschleunigen und notwendige amtliche Informationen Weidetierhaltern schneller zur Verfügung stellen.

 

Für Rückfragen:

Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschuss Wolf in NRW, mobil: 0170-21 58 624 Mail: t.pusch@nrw-wolf.de

Katharina Stenglein, Projektkoordinatorin „Der Wolf macht Schule“ beim NABU NRW, Tel.: 0211-15 92 51-45, mobil: 0176-433 100 88; Mail: katharina.stenglein@NABU-NRW.de

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

 

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 22 | 06. April 2020

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Die Rückkehr der Sommerboten

NABU NRW: Schwalben sind auf Duldung und Unterstützung durch Menschen angewiesen
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Düsseldorf – In den kommenden Wochen kehren Rauch- und Mehlschwalben aus ihren Winterquartieren südlich der Sahara in ihre Brutgebiete nach Nordrhein-Westfalen zurück. Leider sind die Bestände hierzulande in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch und kontinuierlich zurückgegangen. Zu den Hauptursachen zählt das Fehlen geeigneter Brutplätze. „Rauch- und Mehlschwalben sind Kulturfolger und leben in der unmittelbaren Nähe des Menschen. Deshalb ist es für die gefährdeten Tiere entscheidend, dass wir ihnen Zugang zu Ställen gewähren und ihre Nester an Fassaden dulden“, sagt Jonas Brüggeshemke vom NABU-Landesfachausschuss Ornithologie und Vogelschutz.

 

Die Bestände sowohl der Rauch- als auch der Mehlschwalbe sind seit mindestens 30 Jahren stark rückläufig. Im Atlas der Brutvögel Nordrhein-Westfalens beziffern Fachleute den Rückgang bei Mehlschwalben mit 45% seit den 1990er Jahren. Beide Schwalbenarten stehen heute in Nordrhein-Westfalen als gefährdet auf der Roten Liste. Wenn die Langstreckenzieher jetzt im April nach Tausenden Flugkilometern aus Afrika in unseren Breiten ankommen, erleben die ortstreuen Schwalben häufig eine böse Überraschung: Früher genutzte Viehställe sind verschwunden oder verschlossen, ihre Nester wurden von Hauswänden entfernt oder Netze und Stacheln hindern sie am Anflug an ihre Brutplätze.

 

Neben dem Erhalt der gesetzlich geschützten Nistplätze könnten Bürgerinnen und Bürger an geeigneten Stellen die Glücksboten laut NABU auch mit Nisthilfen unterstützen. Mit sogenannten „Lehmtankstellen“ könnten die Schwalben außerdem mit dem nötigen Baustoff für ihre aufwendigen Nester unterstützt werden. Neben dem Verlust und der Zerstörung von Brutplätzen bekommen die Vögel auch den Schwund an Insekten zu spüren: „Als Insektenfresser, die sich fast ausschließlich von kleinen, fliegenden Insekten wie Mücken, Läusen und Fliegen ernähren, die sie im Flug erbeuten, sind sie besonders während der Aufzucht der Jungen auf große Mengen dieser Fluginsekten angewiesen“, so Brüggeshemke.

 

Trotz der schwierigen Situation können die Schwalben auch in Nordrhein-Westfalen auf Menschen bauen, die die Gesellschaft der Schwalben wie in Sprichwörtern überliefert auch heute noch zu schätzen wissen und die Vögel in oder an ihren Häusern willkommen heißen. Der NABU NRW zeichnet diese Menschen seit einigen Jahren für den aktiven Artenschutz am Haus und ihre Toleranz aus. So konnten etwa im Kreis Minden-Lübbecke fast 60 Schwalbenfreundliche Häuser ausgezeichnet werden. Auch in diesem Jahr können sich Schwalbenfreunde für eine Auszeichnung beim NABU bewerben. In welchem Maß und auf welchem Weg dies praktisch geschehen wird, hängt in diesem Jahr auch von den weiteren Vorkehrungen beim Umgang mit dem neuen Corona-Virus ab.

 

Weitere Informationen zur NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ und zur Hilfe für Schwalben gibt es unter: www.nabu-nrw.de/schwalbenschutz

 

Für Rückfragen:

Jonas Brüggeshemke, Sprecher des Landesfachausschuss Ornithologie und Vogelschutz im NABU NRW, mobil: 0157 / 77 05 31 22

Thorsten Wiegers, NABU NRW Öffentlichkeitsarbeit, mobil: 0174 1970545

 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

 

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 22 | 06. April 2020

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Die Rückkehr der Sommerboten

NABU NRW: Schwalben sind auf Duldung und Unterstützung durch Menschen angewiesen
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Düsseldorf – In den kommenden Wochen kehren Rauch- und Mehlschwalben aus ihren Winterquartieren südlich der Sahara in ihre Brutgebiete nach Nordrhein-Westfalen zurück. Leider sind die Bestände hierzulande in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch und kontinuierlich zurückgegangen. Zu den Hauptursachen zählt das Fehlen geeigneter Brutplätze. „Rauch- und Mehlschwalben sind Kulturfolger und leben in der unmittelbaren Nähe des Menschen. Deshalb ist es für die gefährdeten Tiere entscheidend, dass wir ihnen Zugang zu Ställen gewähren und ihre Nester an Fassaden dulden“, sagt Jonas Brüggeshemke vom NABU-Landesfachausschuss Ornithologie und Vogelschutz.

 

Die Bestände sowohl der Rauch- als auch der Mehlschwalbe sind seit mindestens 30 Jahren stark rückläufig. Im Atlas der Brutvögel Nordrhein-Westfalens beziffern Fachleute den Rückgang bei Mehlschwalben mit 45% seit den 1990er Jahren. Beide Schwalbenarten stehen heute in Nordrhein-Westfalen als gefährdet auf der Roten Liste. Wenn die Langstreckenzieher jetzt im April nach Tausenden Flugkilometern aus Afrika in unseren Breiten ankommen, erleben die ortstreuen Schwalben häufig eine böse Überraschung: Früher genutzte Viehställe sind verschwunden oder verschlossen, ihre Nester wurden von Hauswänden entfernt oder Netze und Stacheln hindern sie am Anflug an ihre Brutplätze.

 

Neben dem Erhalt der gesetzlich geschützten Nistplätze könnten Bürgerinnen und Bürger an geeigneten Stellen die Glücksboten laut NABU auch mit Nisthilfen unterstützen. Mit sogenannten „Lehmtankstellen“ könnten die Schwalben außerdem mit dem nötigen Baustoff für ihre aufwendigen Nester unterstützt werden. Neben dem Verlust und der Zerstörung von Brutplätzen bekommen die Vögel auch den Schwund an Insekten zu spüren: „Als Insektenfresser, die sich fast ausschließlich von kleinen, fliegenden Insekten wie Mücken, Läusen und Fliegen ernähren, die sie im Flug erbeuten, sind sie besonders während der Aufzucht der Jungen auf große Mengen dieser Fluginsekten angewiesen“, so Brüggeshemke.

 

Trotz der schwierigen Situation können die Schwalben auch in Nordrhein-Westfalen auf Menschen bauen, die die Gesellschaft der Schwalben wie in Sprichwörtern überliefert auch heute noch zu schätzen wissen und die Vögel in oder an ihren Häusern willkommen heißen. Der NABU NRW zeichnet diese Menschen seit einigen Jahren für den aktiven Artenschutz am Haus und ihre Toleranz aus. So konnten etwa im Kreis Minden-Lübbecke fast 60 Schwalbenfreundliche Häuser ausgezeichnet werden. Auch in diesem Jahr können sich Schwalbenfreunde für eine Auszeichnung beim NABU bewerben. In welchem Maß und auf welchem Weg dies praktisch geschehen wird, hängt in diesem Jahr auch von den weiteren Vorkehrungen beim Umgang mit dem neuen Corona-Virus ab.

 

Weitere Informationen zur NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ und zur Hilfe für Schwalben gibt es unter: www.nabu-nrw.de/schwalbenschutz

 

Für Rückfragen:

Jonas Brüggeshemke, Sprecher des Landesfachausschuss Ornithologie und Vogelschutz im NABU NRW, mobil: 0157 / 77 05 31 22

Thorsten Wiegers, NABU NRW Öffentlichkeitsarbeit, mobil: 0174 1970545

 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

 

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND NRW, LNU NRW und NABU NRW | 25. März 2020
 

Corona: NRW-Naturschutzverbände verschieben Start der NRW-Volksinitiative  „Insekten retten – Artenschwund stoppen!“

Düsseldorf - Aufgrund der Corona-Pandemie und der notwendigen massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben verschieben die drei NRW-Naturschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) die für das Frühjahr angekündigte „Volksinitiative Artenvielfalt“. „Infostände, Veranstaltungen und Unterschriftensammlungen basieren auf dem persönlichen Kontakt. Sie sind in einer Situation, in der soziale Distanz gewahrt werden muss, nicht zu verantworten“, so Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW. Sobald es die Situation wieder zulasse, werde die „Volksinitiative Artenvielfalt“ in NRW aber starten.

An den Herausforderungen, vor denen Nordrhein-Westfalen als dichtbesiedeltes Bundesland in Sachen Natur- und Artenschutz stehe, hat sich durch die Coronavirus-Pandemie nichts geändert. „Die Volksinitiative „Insekten retten - Artenschwund stoppen“ in Nordrhein-Westfalen ist dringend notwendig, damit wir die miserable Lage für die biologische Vielfalt in unserem Bundesland deutlich verbessern können“, sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. Der dazu zwingend erforderliche politische Kurswechsel in vielen Politikfeldern würde angesichts der anhaltenden Untätigkeit der Landesregierung in diesem Themenfeld nur durch ´Druck von außen´ gelingen.

„Den werden wir NRW-Naturschutzverbände aufrechterhalten“, bekräftigte der LNU-Vorsitzende Mark vom Hofe. „Die Vorbereitungen unserer Volksinitiative sind nahezu abgeschlossen. Anders als geplant werden wir im April nicht starten können, aber sobald es die Situation wieder zulässt, sind wir startklar und können innerhalb kurzer Zeit mit dem Unterschriftensammeln beginnen- für mehr Schutz von Natur und Artenvielfalt in Nordrhein-Westfalen.“

Ende Januar hatten die drei großen nordrhein-westfälischen Naturschutzverbände BUND, LNU und NABU die „Volksinitiative Artenvielfalt“ angekündigt. Trotz dramatischen Rückgangs vieler Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten zeige die Landesregierung keinerlei Ansätze für eine konsequente Naturschutzpolitik. Ziel der Initiative „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ ist es, konkrete Handlungsvorschläge zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in den NRW-Landtag einzubringen und das Land so zu mehr Natur- und Artenschutz zu bewegen.

 

Ansprechpartner:

 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

 

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 17 | 20. März 2020

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Schmetterlingsfreundliche Gärten gesucht

Erstmalig zeichnet der NABU NRW Privatgärten für Schmetterlinge aus
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Düsseldorf – Immer seltener flattern Tagpfauenauge, Zitronenfalter und Kleiner Fuchs noch durch unsere Gärten: Die Bestände unserer heimischen Schmetterlinge sind in den letzten Jahren dramatisch gesunken. Zwar sind die Hauptursachen hierfür im Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und dem Verlust von Lebensräumen zu suchen, doch feststeht: Unsere Gärten können einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt von Schmetterlingen leisten.

 

Mit dem Projekt „Zeit der Schmetterlinge“, welches erneut durch die Deutsche Postcode Lotterie gefördert wird, möchte der NABU NRW auf die Wichtigkeit der Gärten als Lebensräume hinweisen und zum Anlegen neuer Schmetterlingsgärten anregen. Bereits im sechsten Jahr unterstützt das Projekt Schulen und Kitas dabei, das Außengelände in einen Garten für Schmetterlinge zu verwandeln. Wer das schafft, bekommt hierfür die Auszeichnung zum schmetterlingsfreundlichen Garten, in Form einer Urkunde und Plakette für den Gartenzaun. Jetzt können sich erstmalig auch Privatgärten um die Auszeichnung bewerben.

 

„Ob Schrebergarten, Vorgarten oder Gartenfläche hinter dem Haus - Privatgärten haben eine wichtige Bedeutung für die Natur“, erklärt Christian Chwallek, stellvertretender NABU-Landesvorsitzender. „Zusammengezählt machen Sie nicht nur eine beachtliche Fläche aus, sie sind auch wichtige Trittsteine für Schmetterlinge und andere Insekten. Somit ist es von großer Bedeutung, wie diese Flächen gestaltet werden“, so Chwallek weiter. Immer mehr Flächen werden versiegelt oder sind als häufig gemähte Rasenflächen ökologisch betrachtet für Schmetterlinge völlig unbedeutsam. Diesem Trend können naturnahe gestaltete und artenreiche Privatgärten ein Stück weit entgegenwirken.

 

Wer mit verschiedenen heimischen Stauden, Sträuchern und Bäumen eine große Artenvielfalt pflanzt und seinen Garten nicht zu sehr aufräumt, der leistet bereits einen wichtigen Beitrag für den Erhalt von Faltern. Schmetterlinge brauchen Zeit für ihre Entwicklung, besonders in wilden Ecken, wo Gräser, Disteln und wichtige Futterpflanzen wie Knoblauchsrauke oder Wiesenschaumkraut wachsen und blühen können, finden Schmetterlinge und ihre Raupen beste Voraussetzungen. Wer dazu noch auf den Einsatz von Gift verzichtet und auch im Herbst immer darauf achtet, dass Laub liegen bleibt und abgeblühte Pflanzen erst im Frühjahr geschnitten werden und Insekten so auch im Winter ein Plätzchen im Garten anbietet, hat gute Chancen auf die Auszeichnung.

 

„Mit den Auszeichnungen der Privatgärten möchten wir auch den Blick auf den Garten verändern. Viele Gärtnerinnen und Gärtner sehen den Vorgarten als Aushängeschild, welcher stets ordentlich und gepflegt aussehen muss. Wertvoll für unsere Natur sind aber vor allem die Gärten, in denen ein wenig Unordnung erlaubt ist“, betont Chwallek. Besonders möchten wir auch Gärtnerinnen und Gärtner dazu ermutigen, einen bestehenden Schottergarten in einen Garten des blühenden Lebens zurückzuverwandeln und sich um die Auszeichnung zu bewerben.

 

Bewerben können Sie sich ab sofort ganz einfach über ein Formular, welches unter www.schmetterlingszeit.de zur Verfügung steht. Bitte senden Sie dieses Formular, versehen mit einem Foto des Gartens, postalisch an den NABU NRW, „Zeit der Schmetterlinge“, Völklinger Str. 7-9, 40219 Düsseldorf.

 

Auch wenn durch die Einschränkungen des Coronavirus Bildungseinrichtungen derzeit geschlossen sind, können Schulen und Kitas, aber auch Gemeinden, Vereine oder andere Bildungseinrichtungen, die bereits einen Garten für Schmetterlinge angelegt haben, am Wettbewerb teilnehmen. Alle Einrichtungen, die die Umsetzung eines schmetterlingsfreundlichen Gartens im weiteren Jahresverlauf planen, können auch jetzt schon ein kostenloses Infopaket unter schmetterlingszeit@nabu-nrw.de anfordern.

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb, die besten Pflanzen für Schmetterlinge und tolle Beispielgärten finden Sie unter www.schmetterlingszeit.de.

 

Für Rückfragen:

Sarah Bölke, Projektleitung „Zeit der Schmetterlinge“, Tel.: 0211-15 92 51-52

Christian Chwallek, stellvertretender Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0172 3050359

 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

 

PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 13/20 | 01. März 2020

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Wanderfalken machen ihrem Namen alle Ehre

AG Wanderfalkenschutz stellt Brutbilanz des Wanderfalken in NRW für 2019 vor | Reger Austausch mit benachbarten Populationen

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Düsseldorf/Recklinghausen – „Die Brutsaison der Wanderfalken in Nordrhein-Westfalen war im vergangenen Jahr mit 237 Revierpaaren und 441 ausgeflogenen Jungfalken wieder erfolgreich“, erklärte Michael Kladny, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz des NABU NRW (AGW-NRW), auf dem Jahrestreffen der Wanderfalkenschützer am vergangenen Wochenende in Recklinghausen. Die bereits seit 2016 angedeutete "Sättigung" bei der Bestandsentwicklung des Wanderfalken in NRW halte damit weiter an. Die Grenzen beim Brutplatzangebot scheinen erreicht zu sein, liege die Zahl der Revierpaare seit 2016 doch stabil bei rund 230.

 

Neben dem Bericht über die Brut, Ausflugs- und Beringungsergebnisse des Vorjahres sowie die Gesamtentwicklung des Wanderfalken seit der Wiederbesiedlung im Jahr 1986 lag der Fokus dieser Tagung auf dem erfolgenden Austausch zwischen nordrhein-westfälischen und benachbarten Wanderfalkenpopulationen. „Bei stabilen Populationen gibt es immer einzelne Tiere, die in weiter entfernte Gebiete fliegen, um neue Lebensräume zu besiedeln, das Verbreitungsgebiet der Art zu erweitern und für den notwendigen genetischen Austausch zu sorgen, der Populationen gesund erhält“, so Kladny. Auch die Wanderfalken in NRW stünden im permanenten Austausch mit Wanderfalken in anderen Bundesländern aber auch anderen europäischen Staaten. 

 

„Mit Fug und Recht können wir heute sagen, dass zum Beispiel die Niederlande von der Entwicklung in Nordrhein-Westfalen ganz erheblich profitiert haben und sehr wahrscheinlich haben Falken aus NRW sogar den entscheidenden Start ermöglicht“, sagte der NABU-Wanderfalkenexperte. Durch die von der AGW konsequent durchgeführten Beringungen konnte zudem nachgewiesen werde, dass Wanderfalken aus NRW als Brutvögel in zahlreichen Bundesländern, aber auch in Polen und Frankreich verpaart waren oder es noch sind. Besonders viele Nachweise verpaarter nordrhein-westfälischer Wanderfalken kämen aber eben kontinuierlich aus den Niederlanden und Belgien. Umgekehrt gebe es natürlich auch Einwanderungen von außen. Der Wanderfalke werde seinem Namen also durchaus gerecht.

 

Diese Fakten zeigten erneut, der Aufwand, den die AGW mit der Beringung treibt, lohnt sich, sei sie doch Basis für zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse zum Verhalten und zur Brutbiologie des Wanderfalken. Kladny dankte allen über die Jahre aktiven ehrenamtlichen Helfern der AGW. Sie hätten nicht nur ansiedlungswilligen Wanderfalkenpaaren Brutunterlagen an Gebäuden angeboten und so erst eine Rückbesiedlung ermöglicht, sondern bis heute auch möglichst viele Jungfalken in diesen Brutunterlagen Jahr für Jahr beringt. Dieser Aufwand sei kontinuierlich größer geworden. Für die Beringung suche die AGW denn auch immer ehrenamtliche Helfer, die möglichst Schwindelfreiheit und körperliche Fitness mitbringen sollten. Kladny: “Wir müssen uns als AG Wanderfalkenschutz in NRW weiterhin verjüngen und neu aufstellen, damit wir dieses große und aufwendige Projekt fortsetzen können.“

 

Mehr zur Arbeit der AG Wanderfalkenschutz in NRW, zur aktuellen Wanderfalkenbilanz und alle Jahresberichte der vergangenen Jahre unter https://nrw.nabu.de/wanderfalkenschutz-nrw/index.html.

 

Für Rückfragen:

Michael Kladny, Sprecher AG Wanderfalkenschutz, mobil: 0157 825 288 45

 

 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

 

Pressemitteilung NABU NRW | NWO | NR 7/20 | 14. FEBRUAR 2020

 

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Valentinstag ist Turteltaubentag

NABU und NWO ab heute mit „vogelschutz_nrw“ auf Instagram zum Vogelschutz in Nordrhein-Westfalen aktiv | Turteltaube im Abwärtsflug

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Düsseldorf – Der Valentinstag steht ganz im Zeichen der Liebe. Seit dem Hohelied Salomons ist die Turteltaube als Symbol der Liebenden fest in der Kulturgeschichte der Menschheit verankert. Gar nicht romantisch und überhaupt nicht mehr fest steht die kleine Taube heute da: sie erleidet durch menschlichen Einfluss starke Bestandseinbrüche. Über den Instagram-Auftritt „vogelschutz_nrw“ wollen der Landesfachausschuss Ornithologie und Vogelschutz des NABU NRW und die Nordrhein-Westfälische Ornithologen-Gesellschaft (NWO) zukünftig mehr Aufmerksamkeit für die Turteltaube, den Vogel des Jahres 2020 und den gesamten Vogelschutz in Nordrhein-Westfalen wecken.

 

Die zierliche und schön gezeichnete Taube mit dem charakteristischen „turr-turr“-Balzruf ist im Bestand stark gefährdet. Laut offiziellen Zahlen ist die Brutpopulation in Deutschland seit 1980 fast um 90% zurückgegangen. Auch in Nordrhein-Westfalen sieht es sehr schlecht aus: kaum noch 1000 Brutpaare sollen es landesweit sein, das entspricht einem Rückgang von fast 70% allein in den letzten zehn Jahren! Grund hierfür sind zum einen Veränderungen im Brutlebensraum durch Überdüngung, übermäßigen Pestizideinsatz sowie den Verlust von Hecken- und Gehölzstrukturen, aber auch der illegale und legale Abschuss im Mittelmeerraum. Jährlich fallen dort rund zwei Millionen Turteltauben auf dem Weg in die afrikanischen Winterquartiere den Vogeljägern zum Opfer.

 

Mehr zu Gefährdung und Schutz der Turteltaube sowie zu anderen Vogelthemen in NRW gibt es ab sofort auf Instagram. NABU NRW und NWO stellen unter „vogelschutz_nrw“ verschiedene Vogelarten und deren Probleme vor, zeigen aber auch Erfolge im Vogelschutz in NRW und über die Landesgrenzen hinaus auf. So wollen die beiden Verbände gemeinsam über dieses Soziale Netzwerk mehr auf den Vogelschutz aufmerksam machen.

 

Für Rückfragen:

Fabian Karwinkel, LFA Ornithologie und Vogelschutz im NABU NRW, mobil: 0157 85673761

Klaus Nottmeyer, Nordrhein-Westfälische Ornithologen-Gesellschaft , mobil: 0171 3152344

 

 

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

 

 

 

Die nächsten Termine:

 

5. - 14. August 2022, Insektensommer

 

 

Änderungen des Tagungsortes unter aktuellen Gesichtspunkten möglich. Bitte beachten Sie den Hinweis in der Presse!

 

 

 

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