Exkursionen

Aleks Vasek und ihre vorläufig letzte Urlaubsreise

Gänsegeier
Gänsegeier

Aleks Vasek hat es mit Ehemann noch einmal versucht, ein paar Wintertage mit Schnee in den Pyrenäen zu verbringen. Corona und die damit verbundenen deutliche Warnhinweise führten dazu, dass der Skiurlaub deutlich verkürzt und die Heimreise früher angetreten wurde.

Da kein Urlaub ohne Kamera möglich ist, wenn man gut und gern fotografiert, sind natürlich noch ein paar Bilder mitgekommen, die Mut und gute Reiselaune für die Zeit nach Corona machen.

Direkt in den Pyrenäen haben sich relativ nah Gänsegeier gezeigt, Vögel, die man bei uns nur gesehen hat, wenn die übertriebene Regulierungswut der EU die Geier bis nach Deutschland getrieben hat - aus purem Hunger. (Seit Jahrzehnten haben die spanischen Geier davon gelebt, auf den Felder verendete Schafe und Rinder aus Geiersicht stilvoll zu beerdigen, also die Kadaver aufzufressen. Geierspezialisten konnten sogar das Knochenmark fressen, sie haben die Knochen mit nach oben transportiert und dann durch gezielten Abwurf auf Felsen die Knochen splittern lassen und damit das Mark erreichbar gemacht.)

Dann hat die EU regel- und aufräumwütig gemeint, man könne nicht einfach tote Tiere so herumliegen lassen, die Kadaver müssen ORDNUNGSGEMÄSS entsorgt werden. Die Spanier sind der EU gefolgt und die Geier waren plötzlich dem Hungertod ausgesetzt und flogen bis nach Frankreich und Deutschland. Zwischenzeitlich hat sich wohl die Aufräum- und Hygienewut etwas gelegt. Ich meine im Fernsehen gesehen zu haben, dass die Tiere (Geier) jetzt in Spanien eigene Futterplätze haben, die von Natur- und Tierschützern bestückt werden - welch ein Fortschritt - oder besser Slapstick? Aleks' Geier sehen jedenfalls nicht verhungert aus, und das ist gut so.

Dann gab es noch einen Abstecher nach Barcelona, dort wurden Stare (ob reine Spanier oder Überwinterer aus dem Norden, war nicht ersichtlich) auf einer Telefonleitung abgelichtet und ein wunderschöner Girlitz (Serinus serinus), die kleinste europäische Finkenart. Bildschön, lebhaft, stimmlich einwandfrei - auch bei hohen Tönen, sagte Aleks. Girlitze sind Europäer, wohnen also auch bei uns (ich habe hier leider noch keinen Girlitz bewusst gesehen, kann ja noch kommen ...). Es sind Teilzieher, die gern den Winter im Süden verbringen, aber es soll auch Vögel geben, die in Deutschland  überwintern. Sehr schön, wer so aussieht, kann sich aber auch ruhig mal hier bei uns zeigen, meine ich.

Und vor der Heimfahrt noch ein Besuch im Naturschutzgebiet des Ebro-Deltas. Dort fotografierte Aleks Flamingos, rosa wie bekannt, aber auch einen mehr blassen Vogel, aber Farbabweichungen sind bei vielen Vögeln nicht unnormal.

Wir hoffen natürlich, dass nicht nur Familie Vasek, sondern wir alle möglichst bald wieder reisen können, zumal auch die Leutchen, die in unseren Urlaubsländern auf Einnahmen angewiesen sind,  sich freuen würden auf uns, wenn wieder Normalität eingekehrt ist.

Ulrich Kamp

13.04.2020

Flamingos
Nicht-rosa Flamingo
Girlitz
Stare

Willkommen im Gänseparadies

Die Nordsee-Küste (also Wattenmeer, Strand und angrenzende Wiesen und Flusstäler) in Schleswig-Holstein ist insgesamt ein einzigartiges Naturschutzgebiet. Und zum Jahreswechsel 2019/2020 war Familie Kamp dort "in Urlaub" und wohnte mitten im Naturschutzgebiet. Der Deich 100 m entfernt, Bauernhof umgeben von Wiesen und TAUSENDEN von Gänsen, vorwiegend Weißwangen- oder Nonnengänse. Die Gänse kamen als Wolke an und sind als Wolke (manchmal mehrere Wolken) auch wieder ein paar Runden geflogen. Unglaublich - nun ja, die Nonnengänse (Branta leucopsis) brüten auf Grönland und Spitzbergen und wohnen von Spätherbst bis zum Frühjahr in ihren Winterquartieren in Island, Schottland, Irland und an der deutschen Nordseeküste auf Wiesen und Salzmarschen. Sie fliegen nicht wie andere Gänse in typischen Formationen, sondern eher unkonventionell oder individuell zwar in eine Richtung, aber ungeordnet (meint man).

Wenn sie landen, so gibt es kaum Streit, irgendwo ist noch ein Plätzchen frei, und da geht man eben nieder - und keine Gans regt sich auf. Die Bilder sprechen für sich.

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Klar habe ich Möwen und auch Seevögel, die mit langen, dünnen Beinen und langem Pinzettenschnabel durch das Niedrigwasser marschieren gesehen und auch fotografiert. Hier habe ich aber schon aufgrund der zahlreichen unterschiedlichen Arten die Bestimmung der Arten auf unbestimmte Zeit verschoben.

Auffällig war für mich die hohe Anzahl von Kiebitzen, die aufgrund des milden Wetters einfach nicht weiter in den Süden ziehen wollten. Ihnen war es in der Umgebung von St. Peter-Ording einschl. der Eidermündung warm genug (ein guter Gaul springt auch nur so hoch, wie er muss - und nach Süden fliegen kann man ja immer noch, wenn es ungemütlich werden sollte).

Und hier bei uns ist das Verhältnis zwischen Graureihern und Silberreihern 12 : 1 für die Graureiher. In meiner Urlaubsgegend war es genau umgekehrt. So viele Silberreiher "auf einen Haufen" habe ich vorher nirgendwo, auch nicht in den Niederlanden, gesehen. Na ja, die Vögel entscheiden und stimmen ggf. mit den Flügeln ab.

Und viele Greifvögel, vorwiegend Mäusebussarde und Turmfalken, mit und ohne Beute, jagend, fressend, habe ich gesehen. Nur fotografieren, das lief nicht so richtig. Die Vögel sitzen erhöht, das Land ist flach und die Vegetation niedrig. Die Abflugschwelle lag so bei 150 m, da ist es mit den guten Bildern relativ schwierig.

Wir wollen aber im nächsten Jahr wieder "hin". Kalt hin, kalt her, schön war es trotzdem.

Ulrich Kamp

NABU Ostvest,   14.01.2020

Aleks Vasek auf Fotoexkursion im Esseler Bruch und auf Teneriffa

Zwischen Oer-Erkenschwick, Datteln-Horneburg und Recklinghausen-Suderwich erstreckt sich der Esseler Bruch. Markant sind zwei Windräder, weiterer Orientierungspunkt (wo ist Osten?) ist das Kohlekraftwerk Datteln IV und der Schornstein der Fleischfabrik Gustoland.

Nur kleine Wäldchen und Hecken, die die Felder unterbrechen, Bachläufe, die Wasser und ab und zu kein Wasser führen, ein Regenrückhaltebecken. Gleichwohl - Steinkäuze, Mäusebussarde, Turmfalken, Sperber, Habicht, rote Milane, Grau- und Silberreiher, Goldammer, Stare, Krähen, Dohlen, alles da. Weg sind allerdings seit ca. 2 Jahren Kiebitze und Feldlerchen. Rebhühner waren Jahrzehnte verschwunden, bis ich im letzten Jahr eine Koppel von 10 - 12 Tieren sah, die mir allerdings keine guten Bilder lieferten. Dazu gibt es fast immer Rehe, Hasen und Fasane zu sehen (ein roter Milan ließ sich auch gelegentlich sehen, nur war nicht feststellbar, ob bzw. wenn - wo evtl. gebrütet wird). Das alles ist relativ gut von der Horneburger Str. aus zu erreichen, zu sehen und zu fotografieren ist immer etwas. Nur die Anzahl der Schmetterlinge und Libellen hat meines Erachtens stark nachgelassen.

Egal - Aleks dachte sich wohl voller Optimismus - etwas geht immer - und es ging - es gab sehr ansehnliche teilweise helle Mäusebussarde, die sich auch fotografieren ließen. Bilder anbei - Buteo buteo (ist der wissenschaftliche Name) - brilliert mit farblichen Varianten von fast reinweiß bis ganz dunkel. Gejagt wird wohl hauptsächlich auf Nager.

Weihnachtsurlaub war ebenfalls angesagt, Ziel war die Insel Teneriffa. Von vornherein war klar, die Kamera geht mit und fotografiert werden Tiere, vorwiegend Vögel.

Und so kommt die Homepage des NABU Ostvest nun zu Bildern von Vögeln, die es bei uns zwar auch gibt, aber hier bei uns sind sie relativ selten. Der Raubwürger (Lanius excubitor) ist bei uns wie in Spanien zwar Jahresvogel, aber bei uns in jeder Jahreszeit selten, also eine Rarität. Er sitzt auf einer erhöhten Warte, fängt kleine Nager (Mäuse) und Insekten. Wenn er sie nicht sofort verzehrt, spießt er sie (wie auch der Neuntöter und der Rotkopfwürger) auf, z. B. auf den Stacheln von Hecken oder auch auf Stacheldraht. Grund dafür ist nicht Grausamkeit oder Trophäenschau, sondern hier wird die Beute für schlechtere Zeiten abgelegt und bei Bedarf verzehrt. Charakteristisch für den Jäger ist der Hakenschnabel, der beim Zerlegen der Beute hilfreich ist.

Dazu fotografierte Aleks einen Steinwälzer (Arenaria interpres). Den Vogel gibt es bei uns vor allen Dingen an den Küsten auch. Namensgebend ist nicht etwa, dass der Vogel als Gewichtheber oder Weitwerfer von Steinen auffällig geworden ist, sondern er dreht bei der Nahrungssuche die Steine um und guckt nicht hinter, sondern unter die Dinge. Denn manches Beutetier fühlt sich unter einem Stein sicher, jedenfalls bis der Steinwälzer kommt ...

Einen Vogel, den es auch im Ostvest gibt (allerdings heimlich, selten und kaum bekannt) ist der Kolkrabe (Corvus corax), hat sie ebenfalls abgelichtet. Er ist bei uns der größte schwarze Vogel. Intelligent und Allesfresser. Er frisst, was immer er bewältigen oder überwältigen kann. Bussardgroß, keilförmiger Schwanz und eine Stimme "wie eine große Glocke", sagte mal ein älteres NABU-Mitglied. Also eigentlich mit den kleineren Rabenvögeln nicht zu verwechseln.

Zum Abschluss: Es gibt noch mehr sehr gute Bilder von Aleks, aber alles ist schon aus Platzgründen nicht darstellbar.

Text: Ulrich Kamp

NABU Ostvest, 14.01.2020

Spaziergang im Hochsommer an der Ahsener Allee auf Höhe der ehemaligen Gernebachteiche

Entweder man läuft etwas länger und beginnt den Spaziergang beim Parkplatz des Hotes Jammertal bzw. am Parkplatz Katenkreuz oder man startet in der Nähe des Wesel-Datteln-Kanals auf den Parkplätzen hinter dem großen Campingplatz - Anfahrt von Ahsen aus Richtung Flaesheim Ausfahrt links (Bushaltestelle) Ahsener Allee - über die Kanalbrücke, parken und los geht's.

Da wo früher einmal gespeist vom Gernebach große Fischteiche waren (auch bachaufwärts ein glasklarer Bach mit wunderschönen begrünten Bachbett), ist heute leider kaum noch Wasser. Wohl infolge des Bergbaus unter der Haard ist die Quelle, danach Bach und Teiche trocken gefallen. Statt Wasserfläche große Wiesen mit Bewohnern, denen diese Umstellung auch gefällt. So fand ich praktisch im Vorbeigehen den wohl häufigsten bunten Schmetterling in diesem Jahr in unserer Gegend, den C-Falter, hübsche grüne Heuschrecken und als weiteren Schmetterling das Ochsenauge.

Den "müden" Zufluss unter der Ahsener Allee lichtete ich auch ab, das Rinnsal kann natürlich den ehemaligen stattlichen Bach nicht ersetzen. Frösche quakten, zeigten sich aber nicht.

Hinter den Wiesen auf einer weiteren "Gelbfläche" (die Bezeichnung Grünfläche traf bei meinem Rundgang leider absolut nicht zu) hielt ein Landwirt eingezäunte Rinder, die zusätzlich mit einem großen Wassertank versorgt wurden.

Gegenüber im Wald befindet sich seit Jahren aber nun doch noch ein kleiner Teich, der vor allen Dingen Libellen (aber auch Stechmücken) anzieht. Offensichtlich ist für diesen Teich auch im Hochsommer ohne Regen der Wasserzufluss irgendwie gesichert. Der Teich ist idyllisch und wenig bekannt.

Zurück ging es übrigens zu Fuß in Richtung ehemalige Raketenabschussbasis in der Haard (Anhängsel seinerzeit der Radarstation auf dem Stimberg) und dann zum Katenkreuz. Zeit des Rundgangs mit Start auch am Katenkreuz drei Stunden.

Ulrich Kamp

12.07.2019

Tiere in den französischen Pyrenäen

Aleks Vasek ist seit Jahren begeisterte Urlauberin im Languedoc in Südfrankreich. Als begeisterte Fotografin muss man natürlich außer herrlichen Landschaften, Klöstern, Burgen und Kirchen auch deren tierische Bewohner bewundern und "aufnehmen".

Das diesjährige Ergebnis kann sich sehen lassen. Es sind prachtvolle Aufnahmen, die ihren Reiz auch darin haben, dass man einen Teil der Tiere mit ein bischen Glück auch in unserer Nachbarschaft bzw. in Süddeutschland sehen kann.

Den roten Milan (siehe Startseite) habe ich mir von Aleks entliehen, denn ich sah den roten Milan in der Haard bzw. an der Ahsener Str. ohne Kamera und in dem anderen Bereich war die Entfernung für ein gutes Foto zu weit. Also: Danke Aleks.

Aleks fotografierte einen wunderschönen Wiedehopf (Ruf klingt so wie huphuphup). Er ist selten geworden in Deutschland. Er besticht durch seine prächtige Punkerfrisur.

Verliebt habe ich mich sofort in das neugierige Murmeltier (gut, dass Aleks kein Steinadler war).

Dazu kommt der Rotrückenwürger (auch selten als Sommergast in Deutschland). Er gehört zu den Verwandten der auch bei uns bekannten Raubwürger und Neuntöter. Er fängt hauptsächlich Insekten und kann er wegen Überangebot etwas für den nächsten Tag zurücklegen, spießt er seine Beute auf Dornenhecken oder Stacheldraht. So arbeiten auch Raubwürger und Neuntöter.

Auch bei uns - allerdings nicht in großer Anzahl - sehen wir ab und zu den Wespenbussard (er lebt tatsächlich davon, dass er Wespen, Hummeln und deren Brut aus den Erdhöhlen auch aus ziemlicher Tiefe ausgräbt). Er ist gegen die Stiche der wütenden Insekten geschützt, z. B. im Augenbereich durch eine zusätzliche Befiederung. Fehlen Wespen und Hummeln, werden auch Insekten, Frösche und Jungvögel mitgenommen.

Das war nur eine kleine Auswahl der Bilder, die mir für den NABU freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden ("ich brauche natürlich auch noch etwas für schlechtere - bilderlose - Zeiten").

 

Ulrich Kamp

01.08.2019

 

 

 

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