Tiere

Die Blindschleiche - Anguis fragilis

Angetroffen in der Haard an mehreren Stellen. Schließlich liebt die bis zu 50 cm lange beinlose Echse Wälder und Gebüsche. Farbe variabel von hellkupfer bis schwarzbraun. Verharrt im Fall einer angenommenen Bedrohung und stellt sich tot, ist aber dann notfalls auch blitzschnell verschwunden. Jagt sowhl in der Dämmerung als auch tagsüber bis auf die Nacht Spinnen, Insekten und Weichtiere. Sie hat aber natürlich auch Fressfeinde, viele Vögel und Säugetiere sammeln sie ein und verzehren sie, also muss sie auf der Hut sein.

 

Wer sie in seinem Garten antrifft, sollte sich freuen, denn sie räumt unter den Pflanzenschädlingen auf (sie sollte sich aber andererseits vor dem ebenfalls beliebten Nützling Igel hüten, denn der hat auf eine wehrlose Echse mal gerade noch gewartet).

 

Die Bilder sind auf dem Harrdrundweg A 2/5 unterhalb des Feuerwachturms Farnberg aufgenommen worden.

 

Ulrich Kamp

01.08.2016

Fuchs

Ein Fuchs - sie leben mitten unter uns, in den Städten, Dörfern, Wäldern und Feldern. Man kann sie nachts in den Städten sehen, wenn sie Papierkörbe und Mülltonnen abgrasen. Ss sind Alleskönner und große Opportunisten. Wie oft hat man versucht, sie auszurotten, es gelang nie - und das ist auch gut so, denn sie spielen in der Natur auch eine wesentliche Rolle, zum Beispiel als Mäuse- und Rattenvertilger.

 

Ulrich Kamp

 

 

Hermelin

Klaus Becker traf und fotografierte in Datteln-Klostern ein Hermelin (Großwiesel),  lat. wissenschaftlicher Name "Mustela erminea". Das Fell ist im Sommer braun-weiß, im Winter färbt es sich bis auf die Schwanzspitze - sie bleibt schwarz - weiß (richtig weiß aber nur in einem strengen Winter, sonst bleibt es schmutzig gelb-weiß). Das Hermelin ist ein begnadeter Mäusejäger, es jagt aber auch erfolgreich größere Tiere wie Kaninchen, Hasen, Rebhühner und Fasane, kurz alles, was so ein kampfkräftiger Zwerg überwältigen kann. Auch Maulwürfe und Ratten stehen ganz oben auf dem Speiseplan. Den Wasserratten folgt das Hermelinchen ohne Probleme ins Wasser, der Maulwurf wird auch in seinen Gängen erbarmungslos verfolgt und meistens auch überwältigt.

 

Im Mittelalter war das weiße Winterfell des Hermelin den Königen in Form eines Mantels vorbehalten. Heute muß das Hermelinchen aus der Luft den Mäusebussard und nachts Waldkauz und Uhu fürchten. Die Kampfkraft des kleinen Räubers sollte von seinen Fressfeinden keineswegs unterschätzt werden. Hermeline haben schon, während sie vom Bussard in der Luft davongetragen wurden, ihren Feind durch Bisse tödlich verletzt, schiere Größe flößt diesem gewandten Jäger keine Angst ein.

 

Ulrich Kamp

Erdkröte

Fotografiert im Esseler Bruch (s. unter was wir im Juli/August 2015 gesehen haben). Es ist bufo bufo, eine Erdkröte, die von unserem Hund aufgestöbert wurde. Es ist die größte einheimische Kröte, Weibchen bis 15 cm. Männchen mit 8 cm deutlich kleiner. Nähere Infos gibt es u. a. im BLV-Naturführer für unterwegs. Kröten sind streng geschützt und besonders beim sg. Krötenzug zu den Ablaichstellen gefährdet, wenn Straßen überquert werden müssen. Oft hilft der NABU dann durch die Errichtung von Krötenzäunen. Kröten leben von Weichtieren, Insekten und Spinnen.

 

Ulrich Kamp

 

 

Wer grunzt und schnauft da nachts unter unserem Fenster?

Foto: Rüdiger Dietrichs

Knallheiße Nacht - im Wohnwagen auf dem schönen Campingplatz in Oer alle Fenster auf, noch nicht richtig eingeschlafen - da rumort es unter dem Fenster, ein Schnaufen, Keuchen und Schmatzen, ein Getrippel und Getrappel. Tapfer, wie Rüdiger Dietrichs nun einmal ist, hat er Kerstin erstmal mit der Taschenlampe vorgeschickt und leuchten lassen und - geistesgegenwärtig wie immer - die Kamera aktiviert.

 

Wer da nachts vor dem Wohnwagen gebalzt hat, können Sie sehen. So relativ kleine Tierchen und so ein Lärm (Witzig ist nur, dass ich Rüdiger gebeten habe, mal für die Homepage nach lebenden Igeln Ausschau zu halten, Verkehrsunfallopfer finden wir leider genug. Da war nicht absehbar, dass die Hauptakteure sich direkt nachts schon zwecks Foto-Session bei Kerstin und Rüdiger melden würden. Vielleicht können Igel Gedanken lesen ...).

Foto: Rüdiger Dietrichs

Weitere Batmen ...

Und weitere traumhafte Fledermausbilder von Spezialist Alfons Pennekamp. Und diese Insektenjäger räumen nachts mit ihrem "eingebauten Radar" die Insekten weg. Wenn die Tierchen nicht nützlich sind ...?

 

 

Fledermäuse

Hier sind weitere Bilder, die uns Alfons Pennekamp aus seinen Beständen für die Homepage zur Verfügung gestellt hat. Die Fledermäuse sind streng geschützt, sie gelten u. a. auch als Indikator dafür, dass das Umfeld, in dem sie leben, einigermaßen "in Takt" ist. Es werden von der Fledermaus-AG (s. Presse) Zählungen und Beringungen durchgeführt, Behausungen werden angebracht, Kranke und Schwache sowie verletzte Tiere werden zum Tierarzt gebracht und aufgepäppelt, Häuser und Scheunen werden vor dem Abriss auf Fledermausvorkommen untersucht. Für bestehende Gebäude wird die Fledermaustauglichkeit geprüft. (Und in Datteln wird eine Schule erst abgerissen, als feststeht - durch Fachleute geprüft - dass keine Fledermaus gefährdet ist. S. Presse der letzten Monate).

 

Fledermäuse vertilgen nachts Unmengen von Insekten, sie selbst werden aber auch z. B. von Greifvögeln und Eulen geschlagen. Die Bilder hat Alfons mir schön erklärt. Behalten habe ich nur, dass ein (kleines?) oder großes Mausohr dabei ist. Übrigens, die Aufnahmen und damit auch die Tiere stammen alle aus dem Kreis Recklinghausen.

 

Wo kann man Fledermäuse sehen? Eigentlich überall, wo Wald, Feld und Wasser ist - z. B. an den Mollbeck-Teichen in Recklinghausen, dort führt der Spezialist des NABU Recklinghausen, Stefan Wanske, regelmäßig Führungen für Kinder (und Erwachsene) durch, unter Einsatz von "high-tech", also eines Fledermausdetektors, mit dem auch Kinder etwas anfangen können.

 

Im Ostvest an allen Teichen und in der freien Landschaft, oft unter Straßenlaternen direkt in Wohngebieten jagend, denn dort sammeln sich die Insekten, also die Beute. Es muss nicht stockdunkel sein, manche Arten wie die Zwergfledermaus sind auch dämmerungsaktiv. Sehen Sie einen Delta-Flieger ohne Schwanz in Spatzen- bis Steinkauzgröße, der äußerst behende und wendig durch die Luft hetzt, dann liegt der Fledermausverdacht ganz nah.

 

Ulrich Kamp

 

 

Die Lieblingsspeise von Obelix

Rüdiger Dietrichs ist zwar nicht unter die Schweinehirten gegangen, zeigt uns aber, wer so besonders in der Dämmerung und nachts in der Haard und der hohen Mark sein Unwesen treibt. Hochintelligent, äußerst schwer zu bejagen und gut zu Fuß (Huf), die Wildschweine. Experten rechnen allein in der Haard mit mehr als 1 000 Exemplaren, die Zahl steigt an und dementsprechend erhöht sich auch der Druck auf das Umland.

 

"Wir Schweine lieben Rüben, stehen auf Kartoffeln und Mais, ja den mögen wir auch. Eigentlich mögen wir alles und wir finden auch alles, egal wie tief es in der Erde verborgen ist (und so sehen die Felder der Landwirte dann auch aus)." Schweine sind gute Schwimmer und haben kein Problem, die Lippe zügig zu durchqueren und auf der anderen Seite ihrem Geschäft nachzugehen.

 

Leider sind auch Wildschweine immer wieder in Wildunfälle mit Autos verwickelt, das geht beim Auto bis zum Totalschaden, denn so ein ausgewachsenes Wildschein ist kein Leichtgewicht. Also: AUTOFAHRER, AUFPASSEN, besonders nachts im Herbst und Winter, trübe und regnerische Tage mit Nebel sind besonders gefährlich. 

 

 

 

 

Die nächsten Termine:

 

8. Januar, 19:30 Uhr, Sitzung

5. Februar, 19:30 Uhr, Sitzung

5. März, 19:30 Uhr, Sitzung

2. April, 19:30 Uhr, Sitzung

 

 

 

Änderungen des Tagungsortes unter aktuellen Gesichtspunkten möglich. Bitte beachten Sie den Hinweis in der Presse!

 

 

 

Weitere Infos finden Sie unter Termine ...

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