Tiere

Nachwuchs bei den Heckrindern in Olfen

Wolfgang Gerhardus fotografierte in dem NSG Steverauen in Olfen junge Heckrindern.

Hausbesuch in Datteln

Wolfgang Gerhardus fotografierte dieses junge Eichhörnchen, welches sich auch in menschlicher Nähe wohlfühlt.

 

 

Frankenhof Reken

Wolfgang Gerhardus kommt vom Frankenhof in Klein-Reken nicht los. Besonders angetan haben es ihm dort die Wildschweinchen, also die sog. Frischlinge. Wildschweine in der freien Natur haben wir im Übermaß. Die Jägerei gibt alles, aber die Vermehrungsfähigkeit der Schweine ist den Reduzierungsversuchen der Jäger wohl überlegen.

 

Auch wenn div. Jäger ihre Winterfütterung einstellen würden, ist mit einer ernsthaften Reduzierung allein durch die Jägerei nicht zu rechnen. Dazu sind die Jäger auch noch zusätzlich in der Jagdpflicht, nämlich um der Verbreitung der Schweinepest Einhalt zu gebieten.

 

Wer helfen könnte, wäre der Wolf. Er lebt auch von Frischlingen (keiner kann ernsthaft glauben, dass sich ein intelligenter Wolf an einer lebenden Bache oder gar einem fitten Keiler versucht, das wäre ein Kampf, dem der Wolf sicher ausweichen würde). Selbst wenn ein ganzes Wolfsrudel sich versuchen würde, ist mit Verletzungen übelster Art zu rechnen, zumal Wildschweine auch oft im Rudel auftreten, und sich dann mit so einer Wildschweinrotte auf Leben und Tod herumzubalgen, da müsste der Hungertod aber schon ganz massiv drohen.

 

Die einfachste Jagdmöglichkeit für den Wolf wäre wohl, die ohnehin schon sehr aufmerksamen Bachen zu überlisten, einen Frischling zu nehmen und mit der Beute aber "ruckzuck" zu verschwinden, und auch da ist damit zu rechnen, dass manche Bache da noch ganz energisch hinterher geht. Also bei der Wildschweinjagd erhält auch der Wolf kaum etwas geschenkt. Übrigens versuchen oft auch Füchse unmittelbar bei der Frischlingsgeburt so ein Neugeborenes zwischen die Zähne zu bekommen (und "abzuhauen").

 

 

Ulrich Kamp 26.01.2019

Willkommen Wolf?

Der Wolf ist in Hünxe aufgetaucht und hat Schafe gerissen, weitere Sichtungen in Bottrop-Kirchhellen und in Dorsten? Der Wolf ist gekommen, "um zu bleiben" und unter strengem Naturschutz steht er auch. Aber auch schlecht bewachte Haustiere sind für ihn Beute, damit ist der Interessenkonflikt vorprogrammiert.

 

Der Wolf soll die Rehe und Wildschweine regulieren, das hat man sich so vorgestellt unter Naturschützern. Dumm ist nur, dass der Wolf als flexibler Jäger das nimmt, was er am einfachsten erreichen kann. So handeln eigentlich alle Beutegreifer, die nicht spezialisiert sind. Man kann dem Habicht, dem Wanderfalken und dem Sperber nicht beibringen, zwischen beringten und unberingten Tauben zu unterscheiden. Auch ein Fuchs sieht zwischen einem freilaufenden Huhn und einem relativ wildlebenden Fasan kaum einen Unterschied.

 

Also gilt es auch im Bezug auf den Wolf sicherzustellen, dass alle Nutztiere ausreichend durch Zäune und Hütehunde geschützt werden und im Falle, dass es trotzdem zu Schäden kommt, eine schnelle und unkomplizierte Entschädigung greift. Dazu bleibt abzuwarten, wie sich Wölfe zum Menschen bei zufälligen Treffen verhalten. Wenn aber Wölfe einmal heraushaben, dass es Menschen gibt, die ihnen Futter anbieten, dann sind Konflikte mit aufdringlichen Tieren leider vorprogrammiert.

 

Und Schuld daran hat dann nicht der Wolf, sondern die Zeitgenossen, die glauben, dem Tier damit einen Gefallen zu erweisen. Letztendlich wird dann dieser bettelnde, lästige Wolf erschossen, weil sog. Tierfreunde ihm damit einen Bärendienst und keinen Gefallen erwiesen haben. Also positiv denken und abwarten. Meine Befürchtung ist eigentlich, dass mehr Wölfe durch den Straßenverkehr als durch andere Ursachen umkommen könnten.

 

Das Bild auf der Startseite dieser Homepage zeigt den "wilden" Wolf, das Bild zu diesem Textbeitrag zeigt fast einen gemütlichen Haushund, der aber tatsächlich auch ein echter Wolf ist (beide Bilder hat Wolfgang Gerhardus im Frankenhof in Klein-Reken aufgenommen). Ich sowieso aber auch echte Fachleute tun sich schwer, auf den ersten Sekundenblick direkt einen Wolf sicher zu erkennen, ich sehe jedenfalls bei meinen Spaziergängen in der Natur viele Hunde, die für mich auf den ersten Blick dem Wolf sehr ähnlich sehen.

 

Letztendlich ist der Wolf der Stammvater aller Haushunde, kein Wunder, dass manche Nachfahren ihm heute noch ähnlich sehen - da sind natürlich Verwechselungen und falsche Alarme vorprogammiert.

 

Ulrich Kamp

12.01.2019

 

 

Die Blindschleiche - Anguis fragilis

Angetroffen in der Haard an mehreren Stellen. Schließlich liebt die bis zu 50 cm lange beinlose Echse Wälder und Gebüsche. Farbe variabel von hellkupfer bis schwarzbraun. Verharrt im Fall einer angenommenen Bedrohung und stellt sich tot, ist aber dann notfalls auch blitzschnell verschwunden. Jagt sowhl in der Dämmerung als auch tagsüber bis auf die Nacht Spinnen, Insekten und Weichtiere. Sie hat aber natürlich auch Fressfeinde, viele Vögel und Säugetiere sammeln sie ein und verzehren sie, also muss sie auf der Hut sein.

 

Wer sie in seinem Garten antrifft, sollte sich freuen, denn sie räumt unter den Pflanzenschädlingen auf (sie sollte sich aber andererseits vor dem ebenfalls beliebten Nützling Igel hüten, denn der hat auf eine wehrlose Echse mal gerade noch gewartet).

 

Die Bilder sind auf dem Harrdrundweg A 2/5 unterhalb des Feuerwachturms Farnberg aufgenommen worden.

 

Ulrich Kamp

01.08.2016

Fuchs

Ein Fuchs - sie leben mitten unter uns, in den Städten, Dörfern, Wäldern und Feldern. Man kann sie nachts in den Städten sehen, wenn sie Papierkörbe und Mülltonnen abgrasen. Ss sind Alleskönner und große Opportunisten. Wie oft hat man versucht, sie auszurotten, es gelang nie - und das ist auch gut so, denn sie spielen in der Natur auch eine wesentliche Rolle, zum Beispiel als Mäuse- und Rattenvertilger.

 

Ulrich Kamp

 

 

Hermelin

Klaus Becker traf und fotografierte in Datteln-Klostern ein Hermelin (Großwiesel),  lat. wissenschaftlicher Name "Mustela erminea". Das Fell ist im Sommer braun-weiß, im Winter färbt es sich bis auf die Schwanzspitze - sie bleibt schwarz - weiß (richtig weiß aber nur in einem strengen Winter, sonst bleibt es schmutzig gelb-weiß). Das Hermelin ist ein begnadeter Mäusejäger, es jagt aber auch erfolgreich größere Tiere wie Kaninchen, Hasen, Rebhühner und Fasane, kurz alles, was so ein kampfkräftiger Zwerg überwältigen kann. Auch Maulwürfe und Ratten stehen ganz oben auf dem Speiseplan. Den Wasserratten folgt das Hermelinchen ohne Probleme ins Wasser, der Maulwurf wird auch in seinen Gängen erbarmungslos verfolgt und meistens auch überwältigt.

 

Im Mittelalter war das weiße Winterfell des Hermelin den Königen in Form eines Mantels vorbehalten. Heute muß das Hermelinchen aus der Luft den Mäusebussard und nachts Waldkauz und Uhu fürchten. Die Kampfkraft des kleinen Räubers sollte von seinen Fressfeinden keineswegs unterschätzt werden. Hermeline haben schon, während sie vom Bussard in der Luft davongetragen wurden, ihren Feind durch Bisse tödlich verletzt, schiere Größe flößt diesem gewandten Jäger keine Angst ein.

 

Ulrich Kamp

Erdkröte

Fotografiert im Esseler Bruch (s. unter was wir im Juli/August 2015 gesehen haben). Es ist bufo bufo, eine Erdkröte, die von unserem Hund aufgestöbert wurde. Es ist die größte einheimische Kröte, Weibchen bis 15 cm. Männchen mit 8 cm deutlich kleiner. Nähere Infos gibt es u. a. im BLV-Naturführer für unterwegs. Kröten sind streng geschützt und besonders beim sg. Krötenzug zu den Ablaichstellen gefährdet, wenn Straßen überquert werden müssen. Oft hilft der NABU dann durch die Errichtung von Krötenzäunen. Kröten leben von Weichtieren, Insekten und Spinnen.

 

Ulrich Kamp

 

 

Wer grunzt und schnauft da nachts unter unserem Fenster?

Foto: Rüdiger Dietrichs

Knallheiße Nacht - im Wohnwagen auf dem schönen Campingplatz in Oer alle Fenster auf, noch nicht richtig eingeschlafen - da rumort es unter dem Fenster, ein Schnaufen, Keuchen und Schmatzen, ein Getrippel und Getrappel. Tapfer, wie Rüdiger Dietrichs nun einmal ist, hat er Kerstin erstmal mit der Taschenlampe vorgeschickt und leuchten lassen und - geistesgegenwärtig wie immer - die Kamera aktiviert.

 

Wer da nachts vor dem Wohnwagen gebalzt hat, können Sie sehen. So relativ kleine Tierchen und so ein Lärm (Witzig ist nur, dass ich Rüdiger gebeten habe, mal für die Homepage nach lebenden Igeln Ausschau zu halten, Verkehrsunfallopfer finden wir leider genug. Da war nicht absehbar, dass die Hauptakteure sich direkt nachts schon zwecks Foto-Session bei Kerstin und Rüdiger melden würden. Vielleicht können Igel Gedanken lesen ...).

Foto: Rüdiger Dietrichs

Weitere Batmen ...

Und weitere traumhafte Fledermausbilder von Spezialist Alfons Pennekamp. Und diese Insektenjäger räumen nachts mit ihrem "eingebauten Radar" die Insekten weg. Wenn die Tierchen nicht nützlich sind ...?

 

 

Fledermäuse

Hier sind weitere Bilder, die uns Alfons Pennekamp aus seinen Beständen für die Homepage zur Verfügung gestellt hat. Die Fledermäuse sind streng geschützt, sie gelten u. a. auch als Indikator dafür, dass das Umfeld, in dem sie leben, einigermaßen "in Takt" ist. Es werden von der Fledermaus-AG (s. Presse) Zählungen und Beringungen durchgeführt, Behausungen werden angebracht, Kranke und Schwache sowie verletzte Tiere werden zum Tierarzt gebracht und aufgepäppelt, Häuser und Scheunen werden vor dem Abriss auf Fledermausvorkommen untersucht. Für bestehende Gebäude wird die Fledermaustauglichkeit geprüft. (Und in Datteln wird eine Schule erst abgerissen, als feststeht - durch Fachleute geprüft - dass keine Fledermaus gefährdet ist. S. Presse der letzten Monate).

 

Fledermäuse vertilgen nachts Unmengen von Insekten, sie selbst werden aber auch z. B. von Greifvögeln und Eulen geschlagen. Die Bilder hat Alfons mir schön erklärt. Behalten habe ich nur, dass ein (kleines?) oder großes Mausohr dabei ist. Übrigens, die Aufnahmen und damit auch die Tiere stammen alle aus dem Kreis Recklinghausen.

 

Wo kann man Fledermäuse sehen? Eigentlich überall, wo Wald, Feld und Wasser ist - z. B. an den Mollbeck-Teichen in Recklinghausen, dort führt der Spezialist des NABU Recklinghausen, Stefan Wanske, regelmäßig Führungen für Kinder (und Erwachsene) durch, unter Einsatz von "high-tech", also eines Fledermausdetektors, mit dem auch Kinder etwas anfangen können.

 

Im Ostvest an allen Teichen und in der freien Landschaft, oft unter Straßenlaternen direkt in Wohngebieten jagend, denn dort sammeln sich die Insekten, also die Beute. Es muss nicht stockdunkel sein, manche Arten wie die Zwergfledermaus sind auch dämmerungsaktiv. Sehen Sie einen Delta-Flieger ohne Schwanz in Spatzen- bis Steinkauzgröße, der äußerst behende und wendig durch die Luft hetzt, dann liegt der Fledermausverdacht ganz nah.

 

Ulrich Kamp

 

 

Die Lieblingsspeise von Obelix

Rüdiger Dietrichs ist zwar nicht unter die Schweinehirten gegangen, zeigt uns aber, wer so besonders in der Dämmerung und nachts in der Haard und der hohen Mark sein Unwesen treibt. Hochintelligent, äußerst schwer zu bejagen und gut zu Fuß (Huf), die Wildschweine. Experten rechnen allein in der Haard mit mehr als 1 000 Exemplaren, die Zahl steigt an und dementsprechend erhöht sich auch der Druck auf das Umland.

 

"Wir Schweine lieben Rüben, stehen auf Kartoffeln und Mais, ja den mögen wir auch. Eigentlich mögen wir alles und wir finden auch alles, egal wie tief es in der Erde verborgen ist (und so sehen die Felder der Landwirte dann auch aus)." Schweine sind gute Schwimmer und haben kein Problem, die Lippe zügig zu durchqueren und auf der anderen Seite ihrem Geschäft nachzugehen.

 

Leider sind auch Wildschweine immer wieder in Wildunfälle mit Autos verwickelt, das geht beim Auto bis zum Totalschaden, denn so ein ausgewachsenes Wildschein ist kein Leichtgewicht. Also: AUTOFAHRER, AUFPASSEN, besonders nachts im Herbst und Winter, trübe und regnerische Tage mit Nebel sind besonders gefährlich. 

 

 

 

 

Die nächsten Termine:

 

2. Juli, 19:30 Uhr, Sitzung

3. September, 19:30 Uhr, Sitzung

1. Oktober, 19:30 Uhr, Sitzung

 

 

Änderungen des Tagungsortes unter aktuellen Gesichtspunkten möglich. Bitte beachten Sie den Hinweis in der Presse!

 

 

 

Weitere Infos finden Sie unter Termine ...

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