Eulen und Käuze

Uhus im Kreis Recklinghausen

Eigentlich ist der König der Nacht, der Uhu (lat. Bubo bubo) schon etliche Jahre im Kreis Recklinghausen wohnhaft, Das Trianel Kraftwerk in Lünen wurde vom BUND u. a. mit dem Argument der Uhupopulation in der Nähe bekämpft, wobei das Gericht feststellte, dass es den Uhus trotz Trianel, Hochspannungsleitungen und Güterbahnstrecke seit Jahren dort gut gehe. Der Horst liegt geschützt, die Vögel haben ihre nötige Ruhe und kommen dort gut klar.

Der Errichtung von Windkrafträdern durch die Stadt Olfen stand einer Uhupopulation im Wege. Aus den Windkrafträdern wurde nichts. Von Olfen in den Kreis Recklinghausen ist es nicht weit.

(Zur Info: Der Vogel ist schön, er ist wunderbar anzusehen und streng geschützt. Wer immer von seiner Anwesenheit Kenntnis hat, hält im Interesse der Tiere den Mund und freut sich, dass diese einzigartige Großeulenart sich weiter ausbreitet).

Wo immer der schöne Vogel im Kreis Recklinghausen sein Domizil aufgeschlagen hat, ist Wasser in der Nähe, wobei der Verdacht nahe liegt, dass diese Vögel auch erheblich unter den Wasservögeln aufräumen, um zu leben und zu überleben. Dazu kommt, dass auch Bisam und Nutria, sogar  Waschbären auf dem Speiseplan stehen, wenn sie in entsprechender Anzahl vorhanden sind. Mäuse, Ratten, Igel, große und kleine Marder, Hasen, Fasanen, Krähen, sogar Mäusebussarde und Habichte, Waldkäuze, alles geht mit. Mancher Spaziergänger am nördlichen Haardrand glaubt, ab und zu eine sehr große Eule zu sehen und zu hören. Der Vogel nistet gern in Felswänden und in Steinbrüchen, aber es geht auch in großen Bäumen und notfalls am Boden. Es gibt in Deutschland wohl auch Bruten mitten in der Stadt (Hagen), oft reicht auch ein Kirchturm. Dann ergeht schon mal über die Presse der dezente Hinweis, die Anwohner möchten nachts gut auf ihre Katzen und kleineren Hunde aufpassen.

Der Uhu schlägt Beutetiere, die sich sonst bei uns vor keinem anderen tierischen Jäger fürchten müssten, von daher ist schon die Anwesenheit zu begrüßen. Wer also mal abends oder nachts am Waldrand eine wirklich große Eule sieht oder das allseits vertraute - Uhu - Uhu (er ruft seinen eigenen Namen) hört, hat keine Halluzinationen, sondern wohl zu dem interessantesten fliegenden tierischen Nachtjägern in unseren Breiten Kontakt gehabt. Unser Tipp: Freuen Sie sich, folgen sie dem Tier nicht, weil Sie annehmen müssen, dass es zu seinem Horst fliegt. Beobachten Sie aus angemessener Entfernung.

Und wenn Sie Kontakt hatten, melden Sie sich bei uns, keine Sorgen, auch wir können uns freuen und schweigen.

Das Bild auf der Startseite stammt ebenso wie die beiden Bilder in der Anlage von einem Vogel aus einer Falknerei, die Kerstin Mörschner und Rüdiger Dietrichs besucht haben.

Ulrich Kamp

04.02.2017

 

 

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