Libellen, Schmetterlinge und Co.

Die Brennnessel - denkbar unbeliebt, aber unverzichtbar ...

... jedenfalls wenn man bunte Schmetterlinge liebt und möglichst viele dieser wunderschönen Exemplare sehen will - möglichst natürlich auch im eigenen Garten. Brennnesseln wuchern, Brennnesseln "brennen" auf der Haut. Das ist leider richtig.

Aber weit mehr als 20 Exemplare unserer einheimischen Schmetterlinge setzen ihre Raupen generell nur (oder aber mindestens bevorzugt) nur auf Brennnesseln ab. Und die Raupen leben  auch nur von diesen Pflanzen.

Die bekanntesten Arten (auch die buntesten) sind das Tagpfauenauge, der Admiral, der kleine Fuchs, der C-Falter, der Distelfalter (von wegen nur Nachwuchs auf einer Distel, auch Brennnesseln werden gern angenommen) und wie auf unserem Bild mit halbwüchsigen Raupen, ausgewachsener Raupe und Bild des ausgewachsenen Falters dargestellt, das Landkärtchen.

Die halbwüchsigen Raupen wurden in der Haard Nähe Katenkreuz aufgenommen, die anderen Bilder (siehe unten) stammen aus dem Bereich des Haardvorlandes (Lohhäuser Berg).

Was kann man tun? Zunächst muss man nicht glauben, dass alle diese kleinen Räupchen die Umwandlung zum Schmetterling schaffen werden, dafür gibt es neben vielen anderen Gefahren auch Fressfeinde wie Vögel und Käfer, die gern die eine oder andere Raupe einsammeln und fressen.

Außerdem werden absolut nicht alle Brennnesseln von Raupen besetzt. Aber man kann an Orten auch im eigenen Garten, wo ein paar Brennnesseln den Gesamteindruck nicht schmälern, einige dieser Exemplare bewusst stehen lassen. Es zahlt sich aus. Schmetterlinge auch im eigenen Garten zu haben, ist nicht nur Glück und Zufall, man kann auch ein wenig planen, zum Beispiel durch das Einsetzen von Pflanzen, die Schmetterlinge lieben (hier fällt mir spontan der Schmetterlingsflieder ein).

Und für Feinschmecker - Brennnesselsalat soll auch schmecken und sehr gesund sein.

Ulrich Kamp

NABU Ostvest

 

Raupe des Landkärtchens

Und das ist die Raupe des Landkärtchens, an den zwei typischen Hörnern und der sachwarzen Farbe zu erkennen.

 

Ulrich Kamp

 

 

Landkärtchen (Araschnia levana)

Gesehen im August 2016 am Haardrand in Oer-Erkenschwick auf einer großen Waldwiese (aber am Rande des Baumbestandes) in der Nähe der Lohhäuser Str.

 

Den Schmetterling hatte ich zunächst als großen Eisvogel angesprochen. Da ich die Raupe des Landkärtchens auch, aber später, fotografiert habe, bin ich dann über die Raupe auf Bilder der Schmetterlinge gestoßen und dann sah man die Ähnlichkeit des Eisvogels mit der Sommerversion des Landkärtchens (richtig gelesen, das Landkärtchen ist im Frühling oben schwarz-gelb und im Somme schwarz-braun). Die für den Namen typische landkartenähnliche Unterseite hat mir mein Schmetterling leider nicht gezeigt.

 

Quellen Gondrom Schmetterlinge und Raupen und BLV-Naturführer für unterwegs.

 

Ulrich Kamp 13.09.2016

 

 

 

Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes veatus)

Sicher, ich konnte den braungelben Falter fotografieren (Haardrand zwischen Lohhäuser Str. und Holtgarde in Oer-Erkenschwick). Aber für mich war dieser Schmetterling eine Rarität, also ein Exote - von wegen überall häufig - jedenfalls nicht in unserem Einzugsgebiet. Ich hatte erhebliche Mühen herauszubekommen, wer er/sie denn wohl ist. Somit ist schon klar, dass sich allein die Möglichkeit, ihn zu sehen, jedenfalls für mich in Grenzen hielt.

Vorkommen auf feuchten, blumenreichen Wiesen in ganz Europa.

Quelle: Schmetterlinge und Raupen bei Gondrom

Ulrich Kamp

06.08.2016

 

Ochsenauge (Maniola jurtina)

Grundfarbe beim Männchen gleichmäßig graubraun, beim Weibchen ist der Vorflügel braungelb aufgehellt. Spannweite 45 - 60 mm, Wiesen, Felder und Waldränder Juni-August. Die Falter besuchen in erster Linie Blüten.

Quellen: BLV-Naturführer BLV-Verlag und Schmetterlinge und Raupen von Gondrom - Letzterer auch eine für mich sehr wertvolle Hilfe - aber Stand 1960!!!! Daher auch der Hinweis überall sehr häufig. Also der Autor kannte damals nicht die Möglichkeiten der heutigen intensiven Landwirtschaft nicht.

Sicher - der Falter ist noch da - am Haardrand, auf der Zechenbrache in Oer-Erkenschwick - aber HÄUFIG? Leider wie fast alle Insekten - leider nein.

Aufnahmen aus der Haard - Bionadewald Nahe St. Johannes Brinksknapp Oer-Erkenschwick.

Ulrich Kamp

06.08.2016

 

Waldbrettspiel (Pararge aegeria)

Auf der Unterseite Hell- und Dunkelbrauntöne ineinanderfließend, mit hellen, dunkel umrandeten Augenflecken. Vorkommen in Wäldern.

Und da habe ich ihn erstmalig dieses Jahr in großer Anzahl zur selben Zeit gesehen, vornehmlich in der Haard, z. B. auf dem Rundweg A 7 unterhalb des Naturschutzgebietes Stimberghöhen. Erstmalig fotografiert hatte ich ihn vor Jahren am Kemnader See in Bochum, seinerzeit half mir die Kreisvorsitzende Ute Kühler bei der Bestimmung (heute erkenne ich ihn wirklich allein, man lernt eben dazu). Fast eine Schwemme dieses Jahr zusammen mit dem Schornsteinfeger, mal sehen, wie es nächstes Jahr aussieht.

Quelle: BLV-Naturführer, BLV-Verlag

 

Distelfalter (Cynthia cardui)

Die Flecken der hellziegelroten Flügel ist überwiegend dunkelbraun, im Spitzenbereich der Vorderflügel schwarz und weiß. Fast alle Lebensräume, seltener im Wald. Also häufig ist er dieses Jahr (2016) nicht, aber er war auf DISTELN in Essel und im Umfeld des Friedhof an der Esseler Str. in Oer zu sehen.

Quelle: BLV-Naturführer - BLV-Verlag)

 

Tagpfauenauge

Überall im Ostvest vorhanden, aber leider keineswegs überall häufig. Gesehen in Datteln-Hagem, in Oer-Erkenschwick im Haardvorland, an der alten Zechenbahn in Oer und in Essel.

lat. Inachis io. Durch seine Augenflecken ist diese (noch häufige?) Falterart unverkennbar.  Die Falter sind Blütenbesucher, die sich eng den Gärten und überhaupt Kulturland angepasst haben. Sie gelten nicht als scheu.

Quelle: Grosser Naturführer in Farbe - Trautwein Naturführer Edition

Schornsteinfeger (Aphantopus hyperantus)

Auch von der hohen Anzahl her in der Haard (z. B. Rundweg A 2/5 Richtung Feuerwachturm Farnberg, und Katenkreuz, Naturschutzgebiet (NSG) Stimberghöhen meine persönliche Entdeckung des Jahres. Oberseite einfarbig braun, Unterseite mehrere Augenflecken. Vorkommen auf Feuchtwiesen und Waldlichtungen. Erscheint auch zu mehreren Exemplaren, dieses Jahr keineswegs selten.

(Quelle: Schmetterlinge und Raupen - Gondrom Verlag)

 

Kleiner Fuchs

(Aglais urticae)

Auch angeblich ziemlich häufig zu sehen, aber meine Fachliteratur ist schon 20 Jahre alt und die Zeiten für Insekten haben sich drastisch geändert - leider. Gesehen in 2016 in Essel, auf der neuen Halde in Speckhorn und am Datteln-Hamm-Kanal - aber häufig ? NEIN.

Beide Flügelpaare feurig rotbraun und schwarzen und gelbbraunen Flecken. Wiesen, Felder, Gärten und überhaupt offene Landschaften.

Quelle: BLV-Naturführer - BLV-Verlag

 

Jakobskrautbär, auch Blutbär

(Thyria jacobaea). Ein Neuling für mich, den ich erst in diesem Sommer erstmalig bewusst wahrgenommen und fotografiert habe, und zwar auf der großen Wiese am Haardrand zwischen Holtgarde und Lohhäuser Str. in Oer-Erkenschwick. Und als Zugabe konnte ich an Ort und Stelle auch noch die Raupe fotografieren, Raupe und Schmetterling unterscheiden sich farblich wie so oft gewaltig. Die Raupe ist schwarz-gelb, der Schmetterling schwarzrot. Er gehört zu den Schwärmern und zur Unterfamilie der Bärenspinner. Er bevorzugt steppenartiges und trockenes Gelände mit Jakobskraut, dort lebt auch die Raupe, seltener auf Huflattich und Pestwurz

(Quelle: Schmetterlinge und Raupen - Gondrom Verlag)

Admiral

Überall im Ostvest zu sehen, aber nicht häufig und auch nicht regelmäßig.

Er erschien in unserem Garten in Oer-Erkenschwick, in der Haard, auf der Zechenbrache in Oer-Erkenschwick, aber auch hinter der Mülldeponie in Datteln und setzte sich dort auf den Asphalt des Weges hinter der Deponie.

Fachliche Bezeichnung Vanessa atalanta - Spannweite 50 - 60 mm. Die Art gehört zu den Wanderfaltern und wandert jedes Jahr aus dem Süden als Einzelflieger neu zu. Schwarzer Falter mit einer rote Schrägbinde im Vorderflügel, die beiden äußeren Ecken der Vorderflügel sind weiß und bläulich gefleckt. Die Unterseite ist auch farbig gezeichnet, aber "nicht so schön farblich abgestimmt".

Quelle:  BLV-Führer - BLV Verlagsgesellschaft.

 

Umwandlung einer Larve in eine bildhübsche Libelle

In einem unserer kleinen Gartenteiche krochen zwei merkwürdige Insekten an zwei Halmen hoch und verharrten einige Tage still und unbeweglich. Also Heuschrecken waren das nicht, aber was dann?

Die Fachliteratur half weiter. Es handelte sich um Larven von Libellen, die im Wasser räuberisch leben, um dann, wenn die Zeit gekommen ist, das Wasser zu verlassen und aus dem Larvenpanzer auszusteigen, die Flugfähigkeit abzuwarten und das neue Flugleben aufzunehmen - die ehemalige Schutzhülle bleibt am Halm zurück - Metamorphose nennt man das, wenn sich die Kaulquappe zum Frosch, die Raupe zum Schmetterling und die Larve zur Libelle umwandelt - eines der größten Wunder der Natur. Eben noch ein Räuber, der nur unter der Wassseroberfläche lebt, und nun auf dem Wege ein (Insekten-)jäger der Lüfte zu werden.

In der Stimbergzeitung hatte vor kurzer Zeit Frau Renate Telgmann aus Herten ein Foto eingestellt, das perfekt den Augenblick festhält, als die fertige Libelle zwar noch nicht flugfähig, aber immerhin jetzt als Landbewohner, die Larvenhülle verlässt. Diesen Augenblick wollte ich zwar auch fotografieren, aber die Larven bzw. Libellen planten ohne mich. So konnte ich leider nur Aufnahmen nach der Verlassen des Wassers und die aufgebrochenen und verlassenen Larvenhüllen  festhalten. Die Libelle ist meine Zugabe zu den Larvenbildern, weil dies die Libellen sind, die  ich vorwiegend an den Teichen sehe  und fotografieren kann. Großlibellen sind zwar gelegentlich auch da, aber immer so in Eile (Insektenjagd), dass ein Bild leider bisher nicht möglich war. Egal, im nächsten Jahr wird wieder aufgepasst, vielleicht gelingt es mir dann den Zeitpunkt des "Schlüpfens" festzuhalten.

Ulrich Kamp

02.08.2016

 

Schrecken

Also Alfons Pennekamp ist äußerst variabel, das muss man anerkennen. Wenn er mal mit einem Velociraptor um die Ecke kommen sollte, ob ich dann Zweifel hätte?

 

Greifvögel, Eulen, Fledermäuse, Wanderfalken, Wasservögel, Pflanzen, Insekten - alles da, und das Fachwissen auch.

 

Diesmal gehen wir auf Heuschrecken, und zwar auf die weibliche punktierte Zartschrecke und die männliche punktierte Zartschrecke (Leptophes punctatissima), beide ansässig in lockerem Gebüsch aus Hochstauden in der Haard. (Als Hinweis - Farbe grün).

 

Die Sandschrecke (Farbe wird durch den Namen erklärt) steht auf der sg. roten Liste. Sie benötigt, wie der Name schon sagt, trockene, warme und sandige (gern auch schottrige) Standorte. Die Art ist zurzeit dabei, sich auszubreiten und war noch vor einigen Jahren im Kreisgebiet nicht zu finden. Alfons hat das Bild in Haltern am See aufgenommen (Anforderungsprofil trifft auf die Westruper Heide zu ...). (Blauflüglige Sandschrecke - Sphingonotus caerulans)

 

Ulrich Kamp

21.04.2016

 

Der Zitronenfalter

Ein alter Witz mit dieser schönen Schmetterlingsart:

Wer glaubt, dass der Abteilungsleiter die Abteilung leitet, glaubt auch, dass der Zitronenfalter die Zitronen faltet ... (Hört mancher Betroffener gar nicht gern ...).

 

Die Zitronenfalter sind ebenso wie die Kohlweißlinge am 01.04.2016 (Sie wissen, der Tag der große Vera ...) eingetroffen, jedenfalls mir vor die Kamera geflogen.

 

Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni). Kaum zu glauben, der Zitronenfalter überwintert ungeschützt in Schnee und Eis. Vor dem Erfrieren bewahrt den Schmetterling eine Art Rostschutzmittel in der Körperflüssigkeit, welches er selber herstellt und sich aus Alkohol, Eiweiß und Salzen zusammensetzt.

 

Quelle: Schmetterlinge und Raupen - verlegt bei Gondrom.

 

 

Der Staatsfeind Nr. 1 im August - die Gemeine/Deutsche Wespe und ihre Vettern und Basen?

Also elegante Flieger allemal so in schwarzgelb, das müssen auch Fans anerkennen, die sonst eher auf blauweiß stehen. (Hier protestiert die Webmistress ganz vehement. Diese Farbkombi ist NIEMALS elegant!)

 

Blitzschnell und agil, sowohl auf der Grillwurst als auch dem geliebten Pflaumenkuchen (da sinnmerdochdabei ..). Und wir Menschen wedeln, pusten, schlagen und springen und nach dem Stich hüpfen wir, was das Zeug hält.

 

1. Ich bin auch schon gestochen worden - Wespe und auch Biene - es war  sch..., also nicht schön.

 

2.) Wir hatten auch schon direkt neben einem Dachgeschossfenster Wespennester im oberen Dachbereich - Zugang neben dem Fenster unter einer Dachpfanne. Passiert ist da nichts, die Wespen haben wir nicht bekämpft und wir waren den Wespen wurscht.

 

Ich hatte dieses Jahr auch einen Anruf bisher wegen eines Wespennestes im Wohnbereich. Nur - Wespen sind geschützt und durchaus nützliche Insekten als Mückenvertilger. Da kommt nicht einfach ein Fachmann und löscht das Volk aus oder siedelt es um, wenn keine akute Gefahr besteht. Und Ende August ist der Spuk durch Zeitablauf beendet.

 

Komischerweise lebe ich nach den Presseberichten auf einer Insel der Glückseligen, wir haben keine akute Wespenvermehrung in unserem Umfeld. Die Wespe, die ich fotografiert habe, war auf der Zechenbrache Oer-Erkenschwick ein Einzelgänger, kaum Bienen, meistens Hummeln, und davon auch wenig genug.

 

Für den Notfall steht auf dieser Homepage eine Telefonnummer, die man anrufen kann, wenn man Probleme hat. Die örtlichen Imker in Recklinghausen und Oer-Erkenschwick beraten auch oder nennen einen Ansprechpartner (und kühlende Salben für alle Fälle gibt es in der Apotheke). Nur Allergiker sollten immer ein Mittel zur Hand haben und bei Stichen in den Mund oder in den Hals geht es sowieso immer schnurstracks zum Notarzt oder in die Krankenhausambulanz.

 

Es geht hauptsächlich immer um die Deutsche Wespe (Paravespula germanica) und die Feldwespe (Polistes gallicus). Aussehen bekannt, Summgeräusche auch. Auch Hornissen und Hummeln (Biene auch) stechen, haben aber durchweg mehr die Ruhe weg als die agilen Wespen, die angeblich auch friedfertig ohne Ende sind, nur Ausnahmen bestätigen vielleicht die Regel, trösten aber den Gestochenen zunächst einmal nicht. Es gilt Ruhe bewahren und Vorsicht beim Essen draußen im Gartenbereich.

 

Ulrich Kamp

 

 

Hauhechel-Bläuling

Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) ein männliches und ein weibliches Exemplar

 

Gesehen und fotografiert Anfang August 2015 auf der Zechenbrache Ewald-Fortsetzung in Oer-Erkenschwick. Das Männchen ist blauviolett, das Weibchen dunkelbraun mit rotgelben Saumflecken. Vorkommen auf Wiesen und Heiden aller Arten (Quelle - Neuer BLV-Naturführer, Schmetterlinge und Raupen von Gondrom).

 

Dort an den Ränder der alten Zechenbahntrasse kommen diese Schmetterlinge häufig vor,  das liegt wohl auch an der absoluten Artenvielfalt bei Pflanzen und Blumen, insbesonders bei den sg. "Unkräutern", die dort in einer Menge blühen, die ihresgleichen an anderen Stellen sucht. (Zur Fundstelle selbst s. Beitrag unter Ostvest)

 

Ulrich Kamp

Wunder der Natur

Und sie brummen auch schon wieder, vorwiegend einzeln, sowohl im Wald als auch im Feld, gern auch in den Vorgärten und auf den Balkonen - die Hummel. Auch ein wichtiger Bestäuber, wobei es scheint, als wenn auch hier die Bestände rückläufig wären. Fotografiert in Datteln Nähe Hagemer Weg.

 

 

Libellen

Eine gemeine Heidelibelle (weiblich). Aufgenommen an der neuen Fahrt in Pelkum am 02.11.2014. Die Libelle ist häufig an Gewässern (hier war es so) anzutreffen, aber sie ist keineswegs an Gewässer gebunden. Ich denke, das war für 2014 die letzte Libelle in freier Natur.

Libellen lieben Feuchtgebiete. Unsere beiden Libellen lieben fließende Gewässer, daher auch die Nähe zur Lippe. Die grünliche Libelle ist ein Weibchen der gebänderten Prachtlibelle, das blaue Insekt ist das Männchen der Blauflügelprachtlibelle. Beide Arten bevorzugegen einen ähnlichen Lebensraum und leben daher als Nachbarn  (Quellen: "BLV Naturführer" sowie "Käfer, Libellen und Insekten", ebenfalls BLV).

 

beide gesehen in den Lippeauen Datteln-Pelkum

Und weil der Fischadler auch mal eine Auszeit nahm, mussten sich unsere Fotografen anderweitig beschäftigen. Kurzerhand erinnerte sich Kerstin Mörschner an mein Faible für Libellen und fotografierte eine blaugrüne Mosaikjungfer (um die 60 mm große Libelle mit einer Spannweite bis maximal 11 mm). Der Körper ist grüngelb, die Augen blau oder grün. Gern in der Nähe stehender Gewässer (wie auf dem Bild am Leveringhäuser Teich). Guter Jäger, der auch im Flug durchaus größere Beuteinsekten fangen kann.

 

 

Eiablage der gemeinen Heidelibelle (Sympetrum vulgatum)

Zeugung (mit Radbildung der Eltern) ist Gemeinschaftsaufgabe, aber auch die Eiablage. Das Männchen schleppt im Tandem das Weibchen über ruhiges oder langsam fließendes Gewässer mit Wasserpflanzen. Die Eier werden Stück für Stück ins Wasser geworfen und dort entwickelt sich aus dem Ei die Larve und später dann die fertige Libelle. Man kann auch einige Pärchen zusammen sehen, die sich hingebungsvoll der Eiablage widmen.

 

Gesehen Anfang September 2016 in dem kleinen Bachlauf am Rande des Zechenwäldchens An der Dillenburg in Oer- Erkenschwick Ortsteil Rapen.

 

Ulrich Kamp

(Fachliteratur "Der neue BLV-Naturführer für unterwegs")

 

 

Paarungsrad der gemeinen Heidelibelle

Als die Bilder von der Eiablage schon längst aufgenommen waren, kam noch ein Pärchen und zeigte mir freundlicherweise, wie man so als Libelle durch den Zeugungsakt (also dem sg. Paarungsrad) zu den Libelleneiern und damit überhaupt erst zu Nachwuchs kommt. Vielleicht sehe ich diesen Paar noch einmal bei der dann doch wohl sehr verspäteten Eiablage.

 

Ulrich Kamp

22.09.2016

 

Waldbrettspiel

Als wir wieder keine Ahnung hatten, half uns die Kreis-NABU-Vorsitzende Ute Kühler aus der Patsche. Danke, Ute ...

 

Das Waldbrettspiel - Parage aegeria

Flügelspannweite 38 - 45 mm
Lichte Laubwälder, Waldwege und -ränder
fliegt in 2 Generationen von April bis September


 

Weidenbohrerraupe

Und unsere schlaue Kreisvorsitzende half auch ein zweites Mal, wohl dem, der nicht nur fragen kann, sondern auch noch gute Antworten erhält ...

 

Raupe vom Weidenbohrer, Cossus cossus
Spannweite 65 - 90 mm

fliegt von Mai - August fast überall

 

 

 

Die nächsten Termine:

 

8. Januar, 19:30 Uhr, Sitzung

5. Februar, 19:30 Uhr, Sitzung

5. März, 19:30 Uhr, Sitzung

2. April, 19:30 Uhr, Sitzung

 

 

 

Änderungen des Tagungsortes unter aktuellen Gesichtspunkten möglich. Bitte beachten Sie den Hinweis in der Presse!

 

 

 

Weitere Infos finden Sie unter Termine ...

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