Die Rieseneulen von Larissa und Ralf Terschlüsen

Larissa Terschlüsen arbeitet noch mit mir zusammen. Vor einigen Jahren erzählte sie mir von einer großen Eule, die vermutlich unter ihren Goldfischen im Garten in einem flachen Teich aufräumt. Ich wollte sofort mit der geballten bebilderten Fachliteratur anrücken. Wer fängt Fische? Der Fischuhu und den gibt es hier nicht. Hat die Eule Ohren, dunkle Augen oder doch eher gelb, unten hell- und oben dunkel ... Larissa sagte, bleibe locker, ich habe sie auf dem Handy als kleinen Film.

 

„Holen, sofort, Filmchen gucken“.

 

Das Filmchen beginnt und ich lag am Boden. Die riesige Eule mit dem hohen Schadenspotential bei den Fischen entpuppte sich als entzückender kleiner Steinkauz, der k….dreist auf einem Zaun sitzt und knickst.

 

Noch relativ zügig habe ich mit NABU-Kollegen Johannes Löhr das häusliche Umfeld besichtigt und zwei NABU-Steinkauzröhren gesetzt. Danach habe ich einmal nach dem Filmchen gefragt, als ich anfing, mich um die Homepage zu kümmern.

 

Oh Elend – Handy verhökert – Film weg ... Und ärgern, ärgern, ärgern ...

 

Ich habe dann nach den Steinkäuzen und der Besetzung der Röhren gefragt, kein klares  Ergebnis. Sicher, es sind Rufe zu hören,  ab und zu, Waldkauz auch. Aber wenn nebenbei auch noch Stallungen vorhanden sind, kann so ein Steinkäuzchen praktisch in jedem Schuppen sein Quartier finden.

 

Und jetzt der Durchbruch. Es ist ein Pärchen da, das sich auch gern mal über kleine Strecken unterhält. Man sitzt auf Zäunen, Pfosten und sogar auf der Dachrinne und vor der Küche auf der Fensterbank, bereit zum Foto-Shooting. Und ein Käuzchen ließ sich auf dem Zaun filmen. Das Knicksen und die 270 Grad-Kopfdrehung – das ist schon sehr typisch.

 

Der Film ist nur ein Vorgeschmack. Wenn das Pärchen brütet und junge Käuze aufzieht, dann kommen die besten Bilder und Filmchen wohl noch. Legebeginn Mitte April bis Mitte Mai, Ausschlüpfen nach ca. 30 Tagen + -. Nun haben Ralf und Co. viele Mäusebussarde in der Nähe und Waldkäuze. Kürzlich berichtete mir ein Förster, er habe im letzten Jahr vier junge Steinkäuze direkt vor seiner Haustür im Baum (Nisthilfe) gehabt, und vor seinen Augen hat ein Mäusebussard mindestens zwei junge Käuze geschlagen, die anderen beiden Käuze waren auch weg. Nun ja, fressen und gefressen werden, verhindern kann man diesen Kreislauf der Natur sowieso nicht. Mal sehen, wie sich die Sache entwickelt.

 

Ralf bleibt am Ball (Steinkauz).

 

Ulrich Kamp

 

 

Die nächsten Termine:

 

02.05.2017, 20 Uhr, Sitzung

06.06.2017, 20 Uhr, Sitzung

04.07.2017, 20 Uhr, Sitzung

 

 

Änderungen des Tagungsortes unter aktuellen Gesichtspunkten möglich. Bitte beachten Sie den Hinweis in der Presse!

 

 

 

Weitere Infos finden Sie unter Termine ...

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