Mit Ulli Kamp durch das Ostvest

Entdeckungen im Mai 2026

Ich lichtete in Datteln-Hagem einen der erwachsenen Bollerstörche im Nest ab. Das zweite Bild zeigt den Altvogel mit zwei Jungvögeln.

 

Bei diesem Spaziergang konnte ich mich an einem Feld an vielen Mohnblumen erfreuen.

 

Und in unserem Garten in Oer-Erkenschwick sind auch in diesem Jahr wieder Libellen, wobei mir im Mai  2026 nur ml. und weibliche Pechlibellen vor die Kamera flogen. Die größeren Libellenarten erwarte ich spätestens Mitte bis Ende Juni. Es gibt übrigens große und kleine Pechlibellen, die sich teilwiese zum Verwechseln ähnlich sehen, wobei jede Art manchen Exemplaren unabhängig vom Geschlecht in jedem Entwicklungsstadium verschiedene Farben - fast unabhängig vom - Geschlecht -  Farbvarianten zuordnet . Das vereinfacht auch für Spezialisten die Arbeit der Zuordnung natürlich nicht .....

 

Ulrich Kamp, Mai 2026

 

 

Ulli Kamp spaziert durch den April 2026

 Ich habe zwar auf einer Vortour am Teich (ich gehe vor solchen Wanderungen fast immer die Laufstrecke vorher ab, um mich nicht während der Wanderung davon überraschen zu lassen, dass der Regionalverband Ruhr, der die Haard auch wegemäßig betreut, nicht mal wieder die Streckenführung verändert hat) auch fotografiert, aber Bilder von Tieren, die Ulrike Tyroff schon aufgenommen hat und die sich bereits auf dieser Homepage befinden, bringe ich natürlich nicht mehr ... sie sind ja schon vorhanden und sehr gut.

So beschränke ich mich auf Bilder von Schmetterlingen in der Haard, drei Weißlinge, die zusammen spielen, ein Zitronenfalter, ein sitzender Weißling auf einem Löwenzahn und ein kleiner Fuchs.

 

Und bei den Vögeln fielen mir Buchfinkpärchen (Prachtruf in etwa: „Bin ich nicht, bin ich nicht ein schöner Feldmarschall?") auf dem Rundweg um die Stimberghöhen auf, die eifrig fast vor meinen Füßen Nahrung auf dem Weg suchten Na ja, wenn es regnen soll, setzt er seinen Regenruf ab, ein schlichtes "tüt". Es hat vor Jahren etwas gedauert, bis ich beide Rufe demselben Vogel zu ordnen konnte.

 

Die zweite Vogelart ist ein fütterndes Kohlmeisenpärchen, welches in unserem Garten in einem Nistkasten Jungvögel großzieht. Inzwischen machen sich die kleinen Vögelchen schon lautstark bemerkbar, was die Eltern veranlasst, den Nistkasten im Minutentakt mit Futter für den Nachwuchs anzufliegen.

 

Und als Zugabe eine kleine Blume, die in der Haard aktuell recht häufig zu sehen ist, ein Vergissmeinnicht. Diese Pflanze lockt natürlich auch Schmetterlinge an.

 

 

 

Bis zum nächsten Mal , Ihr Ulrich Kamp

 

300426                               

 

 

März 2026:

Wichtig ist mir das Bild meines ersten Schmetterlings, diesmal ein Zitronenfalter, gesehen in Speckhorn in der Nähe der alten Zechenlinie. Diese Schmetterlingsart ist wenig kälteempfindlich und hält sogar Frost aus, weil in der Körperflüssigkeit dieser Falterart durch eine Mischung aus Alkohol, Eiweißen und Salzen ein "Frostschutzmittel" gebildet wird, mit dessen Hilfe sein Zellgewebe selbst tiefe Temperaturen überstehen kann - also ein „knallharter Junge". (Quelle: Schmetterlinge und Raupen bestimmen -kennenlernen – schützen, von Thomas Ruckstuhl bei Gondrom).

 

Weiter habe ich Weißlinge und Tagpfauenaugen gesehen, wobei gerade die Tagpfauenaugen so unruhig und wild flogen, dass mir ein schönes Bild nicht möglich war. Naja, bei anhaltend schönem Wetter werden auch die wildesten Falter etwas ruhiger und setzen sich auch mal hin (hoffe ich jedenfalls...). 

 

Am Töggingsmühleteich in Oer-Erkenschwick/Speckhorn wurde für den Silvertbach eine Fischaufstiegstreppe gebaut, ein interessantes Projekt, das dafür sorgen soll, dass laichbereite Fische auch im Oberlauf des Silvertbachs ablaichen können. Bis dahin war ein Fischaufstieg wegen des relativ hohen Wehrs nicht möglich. Also wurde das Gelände eingezäunt - im Bereich des Töggingsmühleteichs und des dortigen Wehrs- und dann wurde die Treppe fertiggestellt. Leider wurden zwar die Baugeräte entfernt, der zur Sicherheit errichtete Bauzaun wurde leider vergessen und blieb erhalten. Da der Teich vorher zugänglich war und eingesehen werden konnte (man sah Eisvögel, Gebirgsstelzen, Graureiher und andere tierische Besucher), hatte der NABU am Erhalt des Bauzauns kein Interesse. Die Baumaßnahme wurde begleitet von der unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Recklinghausen und ein Gespräch mit dem Kreis brachte den zügigen Abbau dieses Zauns, so dass der eingezäunte Teich wieder besucht werden kann.

 

Ich war vor Ort und sah immerhin einen Zwergtaucher im Teich und am Weg zum Wehr ein Erdkrötenpärchen bei der Familienerweiterung...

 

Ansonsten verweise ich diesmal auf die Beiträge der übrigen Homepageversorger und verbleibe bis zum nächsten Mal

 

Ihr Ulrich Kamp

 

 

Uli Kamp spaziert im Februar 2026 ...

          

 vorwiegend durch die Felder in Oer-Erkenschwick. Nach meiner Erfahrung sieht man die meisten tierischen Motive an Feldrändern mit Buschwerk (Sichtschutz), also z.B. an der alten Zechenbahntrasse in Oer. Viele Vögel halten sich direkt in Fotonähe am Wegesrand oder auch in und um den Silvertbach und das Regenrückhaltebecken Oer (Silberreiher) auf.

 

Auf dem Feld sucht der Graureiher bei kaltem Wetter dick aufgeplustert, bei Sonne mit angelegtem Federkleid nach Beute, vorwiegend Kleinsäuger. Er steht bewegungslos und schlägt blitzschnell mit dem Schnabel zu, oft marschieren die Grau- oder Silberreiher auch gelassen über die Wiesen und schlagen nach allem Fressbaren, was sich in Reichweite des Schnabels aufhält.

 

Unser häufigster Greifvogel ist der Mäusebussard. Er sitzt im Feld gern auf einem erhöhten Baumstumpf, beobachtet das Feld und fliegt seine Beute an. Um sie zu fressen, nimmt er sie vom Boden auf. Allerdings ist nicht jeder Anflug erfolgreich. Gern wird auch totes Wild (Aas) oder Fallwild an der Landstraße genommen. Das birgt aber wegen des Autoverkehrs gewisse Gefahren...

 

Der abfliegende Turmfalke saß an der Esseler Str. auf einem Telegrafenmast am Esseler Friedhof und gönnte mir vor dem Abflug genau zwei Bilder mit Reihenverschluss...

 

Die Amsel und die Rabenkrähen nahmen an der Winterfütterung in unserem Hausgarten teil. Grundsätzlich ist festzustellen, dass gerade im Winter die Rabenvögel und auch die Eichhörnchen sich gern in den Siedlungen aufhalten, offensichtlich ist hier mehr Nahrungsangebot vorhanden als in Wald und Feld.

 

Die ersten Schmetterlinge sind auch schon zu sehen. Zugvögel fliegen über unsere Köpfe hinweg gen Norden. Kurzum - der Frühling ist da.

 

 

 

Bleiben Sie der Natur treu.

 

Ihr Ulrich Kamp

 

 

Ulli Kamp spaziert  durch den Januar 2026

Viele Leute haben sich in der Vergangenheit beschwert, die Winter ohne Schnee waren ziemlich langweilig ....

 

Nun hat es geschneit, es gab sogar Schnee- und Eisglätte, und auch tws. lange Gesichter. Von wegen streuen, Eiskratzen am Auto usw. Tja, es gibt zwar kein für alle Belange perfektes Wetter, man muss es halt nehmen wie es kommt, sich dicker anziehen, früher losfahren oder gehen, Streumittel kaufen und auch zur Sicherung der Wege vor dem Haus anwenden.

 

Und in drei Monaten ist Frühling, da sieht die Welt gleich anders aus. Wie sagte mal ein ehemaliger Arbeitskollege zu den widrigen Umständen im Winter: "Rübe hoch, es geht immer weiter..."

 

Und Tiere und Pflanzen kommen auch in der Kälte mit Eis und Schnee (tws. mit menschlicher Unterstützung) zurecht.

 

Begehrte Fotomotive sind eingeschneite Landschafts- und Baudenkmäler, gefrorene Teiche, Tiere in der Winterfütterung durch den Menschen und Tiere, die sich auch im Winter ihr Futter weitgehend selbst beschaffen.

 

Ich besuchte die Landmarke St. Johannes in der Haard - gut erreichbar von Mutter Wehner. Das Denkmal des St. Johannes zu Ehren eines im Wald zu Tode gekommenen Jägers war ebenso schneebedeckt wie der uralte Römerbrunnen und das Holzkreuz an dem Platz, an dem früher wohl eine Femeeiche stand - auch schneebedeckt.

 

Und dabei flogen direkt über unseren Köpfen mit ihren typischen Rufen zwei Schwärme Kraniche, die sich noch im Januar von Osten nach Westen aufmachten. Vermutlich waren diese Nachzügler aus Finnland oder Russland wohl zunächst unterwegs hängen geblieben, weil es ihnen bei dem Zwischenstopp wärmer als in der kalten Heimat vorkam und Futter auch vorhanden war. Man wurde dort von der Kälte eingeholt und zog weiter, südwestlich gen Südfrankreich oder Spanien.

 

In der Winterfütterung fotografierte ich ein Rotkehlchen und obendrein zwei Saatkrähen, was den Meisen schmeckt, schmeckt oft auch anderen, auch größeren, Vögeln...

 

Und am Silvertbach in Oer tummeln sich auch im Winter Silber- und Graureiher, sogar Gänse halten sich am Bachrand bzw. an den umliegenden Teichen auf, wenn sie denn offen, also eisfrei, bleiben. In der Nähe eines Silberreihers hatten sich zwei Nilgänse niedergelassen.

 

Also auch im Winter leben noch Wildtiere bei uns, wer bei uns wegzieht, wird oft von Tieren im Winter aus nördlicheren kälteren Gegenden ersetzt, denen unser Winterwetter so warm vorkommt, dass sie sich das Weiterziehen in die noch südlicheren Länder ersparen (Motto aus der Landwirtschaft: Ein guter Gaul springt nur so hoch, wie er muss.).

 

 

Machen Sie es gut bis zum nächsten Mal.

 

Ulrich Kamp, 02.02.2026

 

 

Dezember 2025: die letzten Bilder für dieses Jahr

Es war kalt, teilweise auch regnerisch. Trotzdem kein Grund, nicht durch die Natur zu spazieren und das zu fotografieren, was man sehen konnte (Bildqualität natürlich etwas schlechter als im Sommer mit Sonne im Rücken).

 

Bei den Tieren handelte es sich ausschließlich um Vögel, ein sehr schöner Dompfaff (ml. ), auch als Gimpel bezeichnet, Aufnahmeort Nähe Feuerwachturm Farnberg, Haard,

 

zwei Eichelhäher, einer zu Fuß am Mollbeckteich und einer im Baum sitzend an der alten Zechenbahntrasse Nähe Regenrückhaltebecken in Oer,

 

ein Buntspecht an der alten Zechenbahn Oer Höhe Silvertbachunterquerung

 

und noch ein kleiner Flieger an der Bio-Station Alte Zechenbahn Oer: eine Heckenbraunelle.

 

Und dann noch einige Bilder von Motiven, die mangels Beweglichkeit nicht vor dem Fotografen ausreißen können:

 

Ein Blick vom Feuerwachturm Farnberg  auf den Stimberg,

 

-         ein Sonnenuntergang aufgenommen auf dem Stimberg-Rundwanderweg,

 

-         der Stollen mit der Statue der hlg. Barbara in der Haard,

 

-          Theo Schürmanns Kopfweidenallee neben seinem Hof in OE-Speckhorn NACH dem Besuch durch die Baumpfleger des NABU Ostvest.

 

Bleiben Sie uns treu und wir bleiben bei der Natur "am Ball".

 

Ulrich Kamp, 28.12.2025

 

 

Ulli spaziert im November ...

 

 Also Spaziergänge im November 2025 mit Kamera waren insgesamt betrachtet aufgrund der Wetterlage für mich (und auch für andere Fotografen unseres Teams) eine große bis kleine "Pleite". Am Letzten Novembertag bin ich noch einmal mit Kamera zu den Mollbeckteichen gefahren (Motto und Hoffnung "dort geht immer was...").

 

Stimmt. Aber die große Sensation war das nicht. Naturfreunde hatten am zweiten Mollbeckteich eine Futterstelle angebracht, die recht ordentlich besucht war. Rotkehlchen, Blau- und Kohlmeisen waren zur Stelle. Aber mein persönlicher Favorit war ein Kleiber, eine Spechtmeise, die im Wald dadurch auffällt, dass sie kopfüber mit vollem Speed einen Baum hinunter rennen kann. Und unten, in ca. 1,5 m Höhe, hat sie bis jetzt vor meinen Augen immer den Abflug knapp über den Boden geschafft...

 

Als ich dann mangels Tierwelt (keine Gänse, keine Nutrias, ganz wenig Enten) aufgeben wollte, kam endlich noch ein Eisvogel angeflogen, setzte sich relativ kurz und war ruckzuck wieder verschwunden.

 

Ich will hoffen, dass im Dezember mehr Betrieb in Wald und Feld ist. Nicht einmal Zugvögel habe ich dieses Jahr gesehen, geschweige denn fotografiert. Also positiv denken, es kann nur besser werden.

 

LG, Ulrich Kamp

 Nov. 2025

 

Auch im Oktober gibt es noch einiges zu entdecken

Der Herbst ist nicht die Zeit, in der man "sooo" viele tierische Motive erwarten kann. Zugvögel habe ich bis heute kein einziges Exemplar gesehen, geschweige denn fotografiert. Dazu war das Wetter moderat ausgedrückt oft zu bescheiden.

 

Immerhin - manche Motive wie zum Beispiel der Fliegenpilz in der Haard kann weder weglaufen noch sich verstecken. Er ist natürlich ein schönes Motiv, das obendrein auch stillhält.

 

Auch meine letzte große Heidelibelle setzte sich brav auf den Gartentisch und ließ sich geduldig ablichten. Von den Eiablageaktivitäten am Gartenteich ausgehend hoffe ich natürlich für die nächsten Jahre (das Entwicklungsstadium der Libellen ist unterschiedlich) auch 2026 ff. auf gute Bilder.

 

Auch nicht weglaufen oder sich verstecken konnte sich der große Förderturm der ehemaligen Zeche Oer-Erkenschwick. Das Bauwerk, welches heute nicht mehr gebraucht wird, ist unter finanziellen Gesichtspunkten umstritten. Zuständig für den Erhalt und somit die Wartung und Restaurierung ist der ehemalige Zechenbetreiber, der aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht an der teuren Erhaltung, sondern an einem Abriss interessiert ist. Die Stadt Oer-Erkenschwick  kann finanziell nicht einspringen und der Denkmalschutz hält sich bedeckt...

 

Rettung brächte vielleicht ein streng geschütztes Uhupärchen, welches sich oben auf dem Turm ansiedeln würde. Dies ist natürlich reines Wunschdenken.

 

Also abwarten, wie es weitergeht.

 

 

 

Ulrich Kamp 29.10.2025

 

 

 

 

 

Die Nutrias am Mollbeckteich Nr. 2 in Recklinghausen-Speckhorn

 

Warum die Mollbeckteiche in Recklinghausen? Nun - in Oer-Erkenschwick, meiner Heimatstadt, gibt es drei größere Teiche. Das ist der Brinksknappteich in der Haard, den ich besucht habe und nur ein Pärchen Zwergtaucher für Bilder zur Verfügung stand, sonst keine Wasservögel vor Ort

 

Dann hätten wir noch den Töggingsmühleteich in Speckhorn, er ist seit längerer Zeit mit einem Bauzaun gesichert, man kann dort weder so wie früher das Silvertbachwehr noch den Teich besuchen. Dort wurde eine Fischaufstiegstreppe gebaut, sie ist fertig, die Baumaßnahmen beendet, die Baustelle wurde von den Handwerkern verlassen und als Andenken hinterließen sie den Bauzaun samt Hinweisschild  "Betreten verboten". Der Grund ist unbekannt.

 

Das Regenrückhaltebecken in Oer hinter der dortigen Feuerwehr ist zwar ein großer Teich, aber zweckgebunden mit steilen Betonwänden und dementsprechend durch einen höheren Zaun gut gesichert. Sehen kann man den Teich oben von der alten Zechenbahntrasse - aber mit entsprechendem Abstand. Ich sehe dort den Eisvogel u.v.m. Nur nah heran kommt niemand.

 

Am großen Leveringhäuser Teich in Waltrop war ich kürzlich, am Ufer gegenüber (nicht begehbar) sah ich zwei Graureiher, sonst keine Wasservögel.

 

Gleiches Ergebnis - nichts zu sehen - am Horneburger Schlossteich. Also liegt es für mich sehr nah, ein Ziel zu wählen, dass für mich gut zu erreichen ist und an Tierwelt vom oft zu sehenden Eisvogel bis zum Silberreiher ganz viel zu bieten hat.

 

Mein Hauptziel in diesem Jahr dort: die Nutrias. Zwei Nutrias taten sich zusammen und ich sah bis zu vier Abkömmlinge dort unter elterlicher Aufsicht schwimmen - später machten die Jungtiere schon viel allein.

 

Zwei Alttiere habe ich fotografiert: Körperlänge bis zu 60 cm, Schwanzlänge bis 45 cm, Gewicht 6 - 8 kg. Imponierend, aber in Freiheit sind diese Tiere reine Pflanzenfresser.

 

Danach stellt sich die Frage der Verträglichkeit mit anderen Tieren und dem Mensch. Ich selbst kam bis auf fünf Meter mit der Kamera an die Tiere heran und ich war ihnen "wurscht".

 

Mit Tieren harmonieren sie, entsprechende Bilder mit Stockenten und Nilgänsen habe ich einige. Die Vermehrungsrate der Tiere ist enorm, zwei Würfe pro Jahr - immer fünf bis zehn Jungtiere...

 

Ulrich Kamp NABU Ostvest 30.10.25

 

 

 

Im  Oktober 2025 an den Mollbeck-Teichen in Recklinghausen, Teil 2

 

 

 

Vorab: Alle Bilder bis auf das Kormoran-Bild mit ausgebreiteten Flügeln stammen von den o. g. Teichen. Das Bild mit der Flügelhaltung eines stilisierten Adlers habe ich am Dortmund-Ems-Kanal direkt am Schiffshebewerk Henrichenburg aufgenommen. Kormorane haben kein wasserabweisendes Gefieder wie andere Vögel, die gern tauchen. Sie müssen sich trocknen, um weiterhin aktiv sein zu können. Somit setzen sie sich meistens auf einen erhöhten Punkt (hier eine Lampe), breiten die Flügel aus und lassen Wind und Sonne ihr Werk tun. 

 

Eisvogel und Silberreiher waren dieses Mal nicht zu sehen, dafür aber viele zutrauliche Kanadagänse, die schliefen oder mich ganz nah zur Portraitaufnahme heranließen. Kein Zischen, kein Flügelschlagen, offensichtlich empfanden sie mich nicht als Bedrohung.

 

Dann war da noch die Nilgans, die einbeinig (anderes Bein an den Körper gezogen) auf einem Ast schlief und ein Graureiher, der auf einem im Wasser liegenden Baum seine Jagdaussichten prüfte.

 

Zum Abschluss noch ein Kormoran allein, ein Duo und ein Trio.

 

Der Herbst ist ruhig, aber etwas geht immer!

 

Mit besten Wünschen für die folgenden Tage Ihr

 

Ulrich Kamp

 

 

Im September wird es ruhiger ...

 

02. September 2025 - NABU OV  besucht die Bio-Station in OE, Alte Zechenbahntrasse

 

Der Verein, der vor einigen Jahren von ehemaligen Bergleuten gegründet wurde, hat seinen Sitz an der alten Zechenbahntrasse OE/Speckhorn ungefähr auf halber Strecke zwischen der Brücke am Marienstift und Theos Farm. Heute betreuen nur noch relativ wenige Vereinsmitglieder das Vereinsheim, ein riesiges Insektenhotel und mehrere Streuobstwiesen.

 

Wir wurden von der biologischen Station, die in OE einen guten Ruf in Sachen Naturschutz und auch Gastfreundschaft hat, eingeladen und sind natürlich gern gekommen. Uns wurde das Vereinsheim nebst Gelände gezeigt und erklärt und wir durften von den Streuobstwiesen auch Obst mitnehmen. Der Verein hat oft Gäste, u. a. Schulklassen, Kindergärten und nicht zu vergessen die Bewohner des nahen Marienstiftes.

 

Unser Besuch war unterhaltsam und informativ - kurzum - wir kommen gern wieder.

 

 

 

 Alte Zechenbahn vom Marienstift (Brücke) bis zu Theos Farm und zurück:

 

Dieser ca. einstündige Spaziergang ist immer abwechslungsreich. Oben vom entsprechenden Aussichtsplatz oberhalb des Regenrückhaltebeckens hat man einen guten Blick auf das Wasserbecken. U.a. war ein Silberreiher zur Stelle,  der auf Fischbeute spekulierte.Dazu sah man Kanadagänse und Stockenten. Manchmal lauert unten am Teich auch der Eisvogel, man kann ihn aufgrund seiner farbenprächtigen Befiederung trotz seiner geringen Größe gut beobachten.

 

Unmittelbar nach der biologischen Station lauerte auf der Wiese ein Graureiher auf Beute. Vor einem Mauseloch auf der Wiese verharrte er völlig regungslos - er ist eben ein äußerst geduldiger und ausdauernder Jäger.

 

In der Nähe von Theos Farm hockten zwei junge Turmfalken auf Telegrafenmasten und hielten den Boden im Blick. Wahrscheinlich spekulierten die beiden Falken auch auf Nager als Beute. Aber auch die Singvögel in der Nähe hatten die Falken im Blick....

 

Ob der Reiher und die Turmfalken tatsächlich Beute gemacht haben, konnten wir nicht erkennen.

 

Auf dem Rückweg flogen noch Kanadagänse und Stockenten über uns hinweg. Und das allgegenwärtige Rotkehlchen war gefühlt alle 20 Meter zur Stelle.

 

 

 

Mollbeckteiche Recklinghausen  

 

In regelmäßigen Abständen besuche ich die Mollbeck-Teiche. Trotz einiger Spaziergänger haben sich die dort vorhandenen Wildtiere an menschlichen  Besuch gewöhnt und sind tws. wenig scheu. Diesmal - allerdings an verschiedenen Tagen - sah und fotografierte ich den regelmäßig dort zu sehenden Eisvogel,  Kormorane, Graureiher und  "meinen alten Freund", die Nutria.

 

DAS Erlebnis schlechthin war für mich, unerwartet in der Dämmerung plötzlich ganz dicht über mir auf einem Ast einen mittelgroßen Greifvogel, ein ml. Sperber zu sehen, der sich geduldig 15 Minuten lang aus der Nähe betrachten und fotografieren ließ. Zu dem Sperber habe ich auf dieser Homepage einen Sonderbericht geschrieben.

 

 

 

 

 

Visite am Brinksknappteich und die vermutlich letzten Libellen im eigenen Garten

 

 

Der Brinksknappteich ist eigentlich immer einen Besuch wert. Sicher, der Teich im Naturschutzgebiet ist schön , diesmal aber beschränkte sich die Anzahl der  Vögel auf dem Wasser auf exakt drei Zwergtaucher. Die anderen in den Vormonaten vorhandenen Vögel waren entweder alle irgendwo im Gebüsch versteckt oder haben ihren Aufenthaltsort gewechselt. Gut - die amselgroßen Zwergtaucher sind lebhaft mit ihren lauten, kichernden Rufen, aber insgesamt machte der Teich leider einen verlassenen Eindruck. Möglicherweise wird es bis zum Frühling dauern, bis wieder andere Wasservögel zur Stelle sind, um mal wieder " Stimmung in die Bude" zu bekommen.

 

Im Hausgarten habe ich vermutlich meine letzten Libellen, zwei große Heidelibellen am Teich begrüßt und fotografiert. Die mehrere Male um mich herum schwirrende blaugrüne Mosaikjungfer konnte ich überhaupt nicht fotografieren, sie war leider blitzschnell - immer sofort - verschwunden.

 

Na ja, Herbst und Winter sind eigentlich in Wald und Feld immer etwas ruhiger, aber etwas (zu sehen) geht in der Natur fast immer...

 

 

 

 

Im August:

Waldeidechse, Grünspecht und Nutria ...

 

Im Schlussteil eines Monatsberichts über div. Naturerlebnisse landen natürlich die Objekte, die sich nicht direkt einem anderen Tier artenmäßig zuordnen lassen.

 

Stolz waren meine Ehefrau und ich am Wesel-Datteln-Kanal zwischen Ahsen und Marina Flaesheim, als eine kleine Eidechse zügig über den Kanalrandweg eilte, mir aber immerhin zwei Fotos erlaubte. Nach Rücksprache mit unserem Sprecher Dr. Andreas Breuckmann konnten wir die Art bestimmen, es war eine Waldeidechse.

Eidechsen fressen sämtliche Kleintiere, die sie überwältigen können. Eidechsen legen Eier, aber Waldeidechsen wie unser Exemplar bringen vollausgebildete Jungtiere zur Welt, die sich nur noch aus einer dünnen Hülle befreien müssen.

Eine Besonderheit im Tierreich: Bei Angriffen durch einen Fressfeind können Eidechsen einen Teil ihres Schwanzes abwerfen.

                                                            

Viele Wildtiere leben inzwischen in unseren menschlichen Siedlungen. Warum sollen Tiere, die eigentlich "wild" sind, nicht in unseren Gärten und Parks leben, wenn dort Nahrung und Wohnung vorhanden sind, oft besser und mehr als in der sog. freien Natur.

So lebt inzwischen in unseren Wohnsiedlungen auch der Grünspecht und lässt sein lautes Lachen hören. In der Nähe unserer Behausung ist ein Kinderspielplatz, der abends auch gern von Grünspechten besucht wird. Der "Bodenspecht" liebt Ameisen, die er mit seiner klebrigen Zunge aufschlecken kann.

Von unserem Garten aus sehen wir unter anderem einen alten Baum, der offensichtlich im Spätherbst seiner Karriere steht. Er dient Tauben, Singvögeln und Krähen als Nachtquartier, aber auch der Grünspecht klettert dort herum und gönnte mir abends den Blick auf seinen Rücken. Ob er allerdings dort eine Baumhöhle als Quartier erwählt hat, konnte ich bisher noch nicht sehen.

                                                                 

Zum Abschluss drei Bilder eines meiner persönlichen tierischen Lieblinge: Eine adulte Nutria (Nutrias werden immer wbl. bezeichnet) im Mollbeckteich Nr. 2 in Recklinghausen-Speckhorn. Dort leben inzwischen nach Paarbildung zwei Erwachsene und vier Jungtiere. Ich konnte ein Tier aus ca. drei bis vier Metern Entfernung aufnehmen, so spielte ich kurz mit dem Gedanken, meinen Freund zu streicheln. Da ich aber seine großen roten Nagezähne sehr gut aus der Nähe erkennen konnte, habe ich von diesem Unterfangen im Interesse meiner Hände Abstand genommen. (Das war natürlich mehr scherzhaft gemeint, der NABU rät ab, Wildtiere zu streicheln. So niedlich kleine Rehkitze sind, aber es kann gut sein, dass Mama Reh ihr Jungtier aufgrund menschlichen Geruchs nach Berührung nicht mehr betreuen will. Das wäre natürlich fatal für das Kitz. Und selbst Eichhörnchen in Not, z.B. nach Verletzung, sollten nur mit dicken Handschuhen angefasst werden. Auch niedliche Tiere haben oft große Zähne und Schnäbel und können empfindlich verletzen). Die rote Zahnfärbung bildet sich bei dem Pflanzenfresser aufgrund von Eisenablagerungen in den Zähnen.

 

 Bis zum nächsten Mal Ende September:

 Ihr Ulrich Kamp, 28.08.2025

 

 

 

Sonstige Insekten

 

Ich war lange Zeit nicht mehr zu Besuch in den Lippeauen um Haus Vogelsang in Ahsen. Die erste Überraschung für mich war negativ. Es ist kein Wasser mehr in den ehemaligen Fischteichen zwischen dem Wesel-Datteln-Kanal und der Lippe am Haus Vogelsang. Die beiden Teiche sind versteppt und vor meinen Augen ist ein Reh für mich zunächst über das Wasser im Teich gelaufen, bis ich durch die Gebüsche erkannte: das Reh hat den gesamten Teich trockenen Fußes durchquert – traurig, aber wahr. Vielleicht kommt es doch noch einmal zu einer Wasserspende aus dem Kanal wie in früheren Jahren. Mal sehen, wie sich die Manager des Haus-Vogelsang-Projektes verhalten ....

 

Auf dem Weg zum Lippeufer sah ich in Höhe des Storchennestes ein Insekt, das mir bekannt vorkam. Ich habe es mehrere Male fotografiert, grazil und anmutig, mich später mit NABU Freundin Ulrike Tyroff in Verbindung gesetzt und erhielt die prompte Antwort: Gemeine Skorpionfliege. Meine Bekanntschaft mit diesem Insekt begann im Jahre 2022 und setzte sich 2023 und 2024 fort. In meinem persönlichen Archiv fand ich nämlich bei den Fotos unter „gemeine Skorpionfliege“ Bilder, die ich in diesen Jahren selbst aufgenommen hatte. Nun ja, kann passieren, ist aber leider etwas peinlich.

 

Im Lexikon der Tiere, aufgelegt beim Corvus Verlag Köln, steht dazu: Das Hinterleibsende des Männchens ähnelt einem Skorpionschwanz. Das Insekt selbst lebt von toten und geschwächten Insekten, und auch Schmetterlingspuppen werden aufgebissen.

 

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Auf dem Rückweg zum Parkplatz nahm ich Platz auf einer Bank am Wassergraben der Burg und sah ein tiefes Loch im Bodenbereich eines älteren Baumes im Stamm. Dort hatten sich Hornissen eine Behausung gebaut. Eifrig flogen die großen laut brummenden Insekten aus und ein und interessierten sich überhaupt nicht für mich. Wie früher schon erlebt - Hornissen sind eigentlich stechunlustig und langmütig, wenn sie allerdings stechen, so ist dies schmerzhafter als ein Bienen- oder Wespenstich, weil sie halt größer als die genannten Insekten sind und daher auch mehr Gift aus ihrem Stachel bei einem vermeintlichen Angreifer platzieren können. Also cool bleiben, nicht pusten oder schlagen, ich habe diese Insekten im Haus und im Hausgarten (mit Nest in einem Vogelbrutkasten) kennen und schätzen gelernt. Sie räumen unter den Fliegen und Mücken im Garten auf und verfüttern die Beute an ihre Brut.

 

 

 

 Libellen

Der Hochsommer ist Libellenzeit. Wir haben im eigenen Hausgarten zwei kleine Teiche. Der größere Teich wird seit Jahren von Libellen besucht, die dort auch ihre Eier ablegen, die Jahre im Teich als Larven verbringen und dann aus dem Teich klettern und aus der alten Haut schlüpfen, um ein relativ kurzes Fluginsektenleben zu führen. Dieses Jahr besuchte uns eine weibliche Mosaikjungfer, nicht um am Teich Mücken zu jagen, sondern um dort ihre Eier abzulegen. 

 

Die große Edellibelle flog suchend um den Teich, prüfte verschiedene wassernahe Rasenflächen und entschied sich dann am Teichrand für eine Stelle mit Moos. Sie landete und legte zielstrebig ihre Eier im Moos ab, flog dann einen Meter weiter und wiederholte die Eiablage. Dann wurden zwei Ehrenrunden geflogen und der Teich verlassen (die Eier der Libelle wurden wassernah abgelegt, um bei Regen in den Teich zu gelangen. Dort erfolgt dann die jahrelange Entwicklung der Larve, die sich später einmal in eine bildhübsche Libelle verwandeln wird, so die Fachliteratur). Ich freue mich jetzt schon auf den Tag, an dem ich hoffentlich sehen kann, wie die Larven aus dem Wasser klettern, um die Umwandlung in eine Libelle - die sog. Metamorphose - zu vollziehen.

 

Gast am Gartenteich sind neben kleineren Libellen auch Heidelibellen, von denen es einige Arten gibt, die sich nur durch Kleinigkeiten unterscheiden. Oberhalb des Kaffeetisches landete eine gemeine Heidelibelle, beobachtete mich und ließ sich auch ruhig und gelassen fotografieren. Auf einer Deko platzierte sich eine große wbl. Heidelibelle in Teichnähe und stand auch für Fotos zur Verfügung.

 

Den großen Plattbauch bekam ich am Recklinghäuser Mollbeckteich (I) vor die Linse und die weibliche, gebänderte Prachtlibelle zeigte sich an der Marina Flaesheim am Wesel-Datteln-Kanal. Leider muss ich aus meiner Sicht feststellen, dass die Libellen ebenso wie die Schmetterlinge trotz des schönen Sommerwetters rückläufig sind, was für mich bei den Libellen wohl damit begründet werden muss, dass die Anzahl der Beutetiere der Libellen (Fliegen und Mücken) ebenso stark rückläufig sind ....

 

Libellen stechen und beißen Menschen nicht, sie ernähren sich von Insekten.

 

 

Blaugrüne Mosaikjungfer bei der Eiablage

 

… an unserem Gartenteich in Oer-Erkenschwick. Kleinere Libellen haben wir im Sommer ständig im Garten, die größeren kommen uns regelmäßig besuchen. Sie klappern wohl auf der Suche nach Beute (Insekten) die Hausgärten ab. Diesmal jedoch besuchte uns eine weibliche  Mosaikjungfer, flog durch den Garten und die beiden Teiche ab - und legte dann an einem Gartenteich an zwei verschiedenen Stellen ihre Eier ab, und zwar in unmittelbarer Nähe zum Wasserspiegel. Die zukünftigen Libellenlarven leben dann (vom Regen in den Teich gespült) etliche Monate räuberisch im Wasser, bevor sie an einem Halm herausklettern, die Haut abstreifen, trocknen und aushärten (Fachbegriff Metamorphose), um dann tatsächlich einige Wochen als Libellen zu leben.

 

Libellen können mit ihren vier Flügeln schnell die Richtung wechseln, auf der Stelle in der Luft stehen und sogar rückwärts fliegen. Sie stechen und beißen Menschen nicht. Das Bild zeigt ein Weibchen,  welches ihre Eier in einem Moospolster platziert.

 

 Ulrich Kamp 12.08.2025 

 

 

Entdeckungen im Juli

Das war der Juli 2025 …

 

für mich jedenfalls. Keine Überraschung: Nutrias gibt es nicht nur an den Mollbeck-Teichen in Recklinghausen-Speckhorn. An diesem Teich hat es sogar Nachwuchs gegeben. Es schwammen nämlich zwei größere und zwei kleinere Nutrias auf dem nördlichen Teich. Leider sind die Nutrias nicht so gut organisiert wie die kleinen Enten, die treubrav (naja, fast immer) in Linie hinter Mama herschwimmen. Zwei Nutrias konnte ich zusammen fotografieren, die kleineren Exemplare tummelten sich zwar in Sichtweite, aber tws. mit einem Abstand von 100 m auf dem Teich.

 

Am 27. Juli 2025 waren meine Ehefrau und ich an der alten Fahrt zwischen Datteln und Olfen. Und das kräftige Exemplar auf einem der Bilder war eine Nutria auf der alten Fahrt, also dem alten Kanal zwischen Datteln und Olfen, der schon vor Jahren seine Aufgabe als Wassertransportweg aufgegeben hat - zugunsten des neuen Kanalverlaufs (tiefer und breiter), und der in eine Kette von mehreren Teichen verwandelt wurde, die miteinander verbunden sind. Dort tummeln sich jetzt Enten, Gänse, Blässhühner, Zwergtaucher, Grau- und Silberreiher, Kormorane --- und auch Eisvogel und Nutrias. Unsere Nutria hatte wie alle Nutrias die "Ruhe weg“. Sie lag völlig relaxed unter einem Baum, der ins Wasser gefallen war, und döste vor sich hin. Spaziergänger und Fotografen am Wegesrand beunruhigten sie keineswegs, und die vorhandenen Wasservögel auch nicht.

 

Die restlichen Bilder zeigen einen Graureiher, der in der Entengrütze, die die alte Fahrt großflächig bedeckt, wohl darauf wartete, dass sich ein Beutetier sehen lässt. Als er dann registrierte, dass es mit dem Fischfang wegen der mangelnden Sicht auf die Wasserfläche nichts wird, flog er ab.

 

Das nächste Bild zeigt einen Altstorch im Flug. Er gehört zu den Störchen, die auf dem Gelände des Landwirtes Boller in Datteln-Hagem ihr Heim gefunden haben. Letzten Monat sah ich einen Altvogel mit zwei Jungstörchen eifrig starten und landen üben. Jetzt können die Jungvögel auch schon kleinere Strecken eigenständig fliegen und sich auch selbst mit Beute versorgen, wobei die Eltern vermutlich mal so zwischendurch noch einen Imbiss am Nest für die Jungstörche abliefern. Aber die Zeit läuft, Ende des Sommers gehen die Jungstörche mit anderen Jungstörchen zusammen auf die erste große Reise ins Winterquartier im Süden. Und da fliegen sie allein ohne Papa und Mama (die fliegen später) und müssen sich unterwegs selbst versorgen.

 

Der Altvogel auf dem Foto war ca. 300 m von Storchennest mit zwei Jungvögeln unterwegs. Die Jungstörche suchten sich ihr Futter selbst.

 

Das letzte Bild zeigt die einzige größere Libelle, die ich im Juli vor die Kamera bekommen habe - einen männlichen Blaupfeil am Mollbeckteich. Die wenigen großen Libellen, die ich sonst im Juli sah, wollten fliegen und Insekten jagen, nicht landen und sich fotografieren lassen. Naja, noch ist der Sommer nicht beendet....

 

 

 

Ulrich Kamp, 28.07.25

 

 

Neue Schmetterlinge im Ostvest Juli 2025

 

Im Mai und Juni 2025 waren schlagartig ganz viele Tagpfauenaugen und später Admirale zu sehen. Dieser Hype ist beendet, die Arten als solche sind aber noch vorhanden, nur nicht mehr in der Menge. So sind jedenfalls meine Erfahrungen hier vor Ort. Positiv ist, dass noch Schmetterlinge zu sehen sind - vor allen Dingen aus der Familie der Weißlinge, aber es sind auch schöne bunte Exemplare im Ostvest unterwegs.

 

Auf die Schmetterlinge, die wir dieses Jahr bereits gezeigt haben, will ich jetzt nicht mehr zurückkommen. Aber im Juli 2025 konnte ich den in den Vorjahren relativ oft zu sehenden C-Falter (maßgeblich für den Namen ist das kleine C unter den Unterflügeln), den Distelfalter und den Hauhechel-Bläuling (leider sind sich die Arten der meisten Bläulinge sowohl an der Oberseite als auch an der bräunlichen Unterseite sehr, sehr ähnlich, ich habe mich aber trotz gewisser Bedenken auf den Hauhechel-Bläuling festgelegt) fotografieren.

 

Ebenfalls auf einer Wildwiese in Horneburg saß ein Ochsenauge mit angelegten Flügeln, die namensgebende Flügelzeichnung ist erkennbar. Die Grundfarbe ist mittelbraun.

 

Dann kam mir mein persönlicher Star des Jahres 2025 (bis jetzt) an den kleinen Teichen zwischen dem Horneburger Schlosswald (Naturschutzgebiet) und den Horneburger Teichen vor die Kamera geflogen, ein Bläuling, der dunkelbraun mit orangenen Flecken auf der Flügeloberseite gezeichnet ist - ein Dunkelbrauner Bläuling (Aricia agestis ist der wissenschaftliche Name). Na endlich mal etwas Neues. Und er hat sich hingesetzt, nicht die Flügel gefaltet oder wild geflattert, nein - er saß für vier Bilder ruhig mit ausgebreiteten Flügeln auf einer Blüte.

 

Und der Sommer ist noch nicht vorbei, manche bunten Schmetterlinge sind noch bis in den November hinein zu sehen, hoffe ich jedenfalls.

 

 

 

Ulrich Kamp, 28.07.2025

 

 

Was es im Juni zu sehen gab

Tüchtig üben, bald geht`s nach Süden

 

Tja, im Frühjahr geboren und fast schon so groß wie Papa und Mama Storch, aber das Fliegen klappt noch nicht so richtig. Zwei junge Störche bereiten sich in ihrem Horst in Datteln-Hagem unter Aufsicht eines Altvogels auf ihre erste große Reise vor, und zwar allein mit anderen Jungstörchen und ohne Mama und Papa Storch fliegen sie demnächst in ihr Winterquartier (vermutlich Südfrankreich oder Spanien). Mama und Papa Storch fliegen etwas später.

 

Wer aber so weit fliegen muss, der MUSS auch vernünftig fliegen lernen. Das wird jetzt täglich intensiv geübt. Was bei relativ starkem Wind zu sehen war, ja, man kommt wie ein Senkrechtstarter bis ca. zwei Meter hoch aus dem Horst, aber dann wird auch wieder gelandet, und zwar zu meiner Überraschung trotz des starken Seitenwindes immer noch oben im Horst - keiner der Jungstörche landete unten am Boden. Im Herbst kann der Landwirt Boller, der den Störchen auf einer seiner Wiesen einen Ansitz gebaut hat, der seit Jahren von Störchen angenommen wird, etwa notwendige Reparaturen durchführen. Und im Frühjahr kommt hoffentlich wieder ein Storchenpärchen geflogen, das den Horst  besetzt und hoffentlich auch wieder Nachwuchs hat.

 

Übrigens - Respekt - die Jungstörche sind die relativ lange Strecke noch nie geflogen, aber sie finden instinktiv die richtige Route. Viel Glück bei der Reise und hoffentlich kommt ihr nächstes Jahr wieder zu uns zurück.

 

 

Ulrich Kamp, 30.06.25

 

 

 

Schmetterlinge im Ostvest 

 

Also gefühlt hatten wir in den vergangenen Jahren bei derartig sonnigem Wetter mehr Schmetterlinge. Aber offensichtlich haben die Insekten insgesamt abgenommen – warum, wird die Wissenschaft irgendwann begründen (Klimawandel und Chemie in der Landwirtschaft stehen oft unter Verdacht).

 

Ich sah und fotografierte im eigenen Hausgarten einen Admiral - ohne Flügelschäden - wie aus dem Ei gepellt. abends um 18 Uhr in der Oer-Erkenschwicker Haard einen tagaktiven Nachtfalter, ein beigen  Ampferspanner mit einer roten dünnen Querbinde, die angeblich zur Tarnung dient, einen sonst um diese Jahreszeit viel häufigeren C-Falter, auch im Hausgarten, und das jetzt immer noch oft zu sehende Tagpfauenauge. Dieses Tagpfauenauge aus unserem Garten zeigte respektable Flügelschäden (beim Auto sagt man dazu Gebrauchsspuren). Flügelschäden entstehen beispielhaft, wenn ein Schmetterling durch eine Dornenhecke fliegt, aber auch Beutegreifer (auch Singvögel) - und das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, fangen Schmetterlinge an den Flügeln und schleppen das Opfer in ein nahes Gebüsch, um den Körper zu verzehren. Die Flügel bleiben liegen.

 

Hat der Schmetterling die Möglichkeit zu flüchten, bleibt in der Regel ein kleines Stück vom Flügel beim Jäger. Na ja, besser mit Flügelschaden flugfähig überleben als getötet und gefressen zu werden. Derartige Schäden sah ich auch oft bei unserem einheimischen Schwalbenschwanz und im Mittelmeerraum bei Segelfaltern.

 

Also - besser ein wenig gerupft als tot. Unsere häufigsten Schmetterlinge gehören wohl zu den verschiedenen Arten der Weißlinge, obwohl auch hier gefühlsmäßig die Bestände kleiner geworden sind. Ich will jedenfalls die Ergebnisse der nächsten Schmetterlingszählung durch den NABU abwarten...

 

Ulrich Kamp, 06.07.25

 

 

 

Bilder der großen Blaupfeil-Libelle

 

 

 

Libellen gab es zwar in diesem Jahr weniger zu sehen, finde ich. Aber der große Blaupfeil war jedenfalls in Speckhorn am Mollbeck-Teich (Rhs.) sowohl männlich (blauschwarz) als auch wbl. (Schwarzgelb) gut vertreten, wobei (um Tierfreunde zu verwirren) junge Männchen den Weibchen sehr ähnlich sehen und alte Weibchen viel dunkler als junge Weibchen sind. Gleichwohl lasse ich mich nicht verunsichern (und wenn nichts mehr geht, frage ich bei Libellen IMMER die NABU-Ostvestfachfrau Ulrike Tyroff...hilft immer).

 

Sitzend, fliegend, wbl., ml. oder pubertär, alles vor Ort. Libellen stechen nicht, weder Tiere noch Menschen, sie leben von fliegenden Insekten, die sie erbeuten.

 

 

 

Ulrich Kamp, 060725

 

 

Mai 2025: unauffällige, aber schöne kleine Gewässer...

Insekten am eigenen Haus bzw. im Garten

 

Nichts ist bequemer, als mit Kamera den Garten zu betreten und Platz zunehmen, um am Tier - (Insekten-)Leben teilzunehmen.

 

Wir haben im kleinen Hausgarten zwei kleinere Teiche angelegt mit den üblichen Goldfischen, die den Winter bisher immer locker überstehen. Teiche und Wasser, so klein wie sie sind, bedeuten Leben. Der Schmetterlingsflieder am Teich  lockt die Schmetterlinge an, und die Libellen legen ihre Eier im Teichwasser ab und warten, ob und was passiert. Und tatsächlich, an trockenen Halmen ziehen sich merkwürdige Figuren nach oben, häuten sich, trocknen aus und fliegen ab - Libellen.

 

So haben wir an unseren kleinen Gartenteichen in diesem Jahr Pechlibellen zu Gast, die sich mal locker am Teich paaren (s. Paarungsrad, diese Insekten können während der Vermehrung fliegen!). Dazu auch noch eine Fledermausazurjungfer (eine sog. Schlanklibelle), frisch geschlüpft und noch nicht endgültig ausgefärbt.

 

Und eine rote frühe Adonislibelle ml. Keine Seltenheit, aber eine Bereicherung im eigenen Garten.Die hübsche rote Kleinlibelle bringt Leben und Bewegung. Und dies alles fast ohne Arbeit, die Insekten kommen, schauen und richten sich bei Gefallen häuslich ein..

 

Zur Bestimmung und Bezeichnung sei gesagt, dass ich nirgendwo in der Tierwelt so schwammige Bezeichnungen gesehen habe. Libelle ist noch nicht ausgefärbt, Farbabweichungen sind möglich, Ähnlichkeiten mit Verwandten vorprogrammiert. Da muss man als Halbwissender erstmal mit klarkommen....Wir haben weniger als 1.000 Vogelarten, aber mehr als 18.000 Insekten, das hätte ich mal bedenken sollen, als ich mich u. a. für Schmetterlinge und Libellen entschied....

 

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Vor Jahren hat mir Andreas Breuckmann, heute Sprecher im NABU Ostvest, einen Insektenhotelstein geschenkt, für den er keine Verwendung hatte. Ich nahm den Stein und platzierte ihn an der Tiefgarage mit Blickrichtung Osten, und siehe da, nach mehreren Jahren Leerstand waren jetzt plötzlich Wildbienen(oder so?) da und besuchten die Öffnungen im Stein. Schön, sie stören mich nicht, sie finden die Behausung gut, also sollen sie bleiben und zusehen, dass sie klar kommen. Mal sehen, wie es weitergeht.

 

 

 

Ulrich Kamp, 060625

 

 

Singvögel und ein Greifvogel - Wald, Park, Feld und Hausgarten

 

Nun - man sieht oft die "üblichen Verdächtigen". Gleichwohl ist es durchaus schön, von alten Bekannten flötend, rufend und fliegend begleitet zu werden.

 

Die Nr. 1 bei den Singvögeln ist allein schon von der Präsenz der Stimme der Zilpzalp. Der kleine unauffällige Weidenlaubsänger (grünbeige, sperlingsgroß) singt gern von ganz oben, also von der Spitze eines hohen Baumes. Das Sehen ist schwieriger als das Hören, zumal er deutlich seinen eigenen Namen ruft - und oft kommt es uns so vor, als ob alle 20-30 m der kleine Sänger stimmlich vorhanden ist.

 

Die Elstern zählen zu den Rabenvögeln. Sie leben überall, wo es für die findigen Tiere Nahrung gibt, auch mitten in unseren Siedlungen. Zwei Elstern hatten es sich auf einem Nachbarhaus in Oer-Erkenschwick direkt auf dem Schornstein bequem gemacht. Von dort oben haben sie das Umfeld auch  -"ernährungstechnisch Allesfresser "- im Blick. Und das laute Tschacken ist nicht zu überhören. Farbe: schwarz, weiß, blau.

 

Das Rotkehlchen ist überall zur Stelle, im Hausgarten, in Parks, auf den Friedhöfen. Oft sind die Tiere schon da, wenn der Boden leicht geharkt wird und kümmern sich um Würmer und kleine Insekten. Und scheu sind die kleinen bunten Flieger nicht.

 

Der Buchfink ist auch überall in Gärten, Wäldern, Parks. Und überall sieht man den hübschen Vogel und hört ihn: Erkennungsmelodie: " Bin ich nicht ein schöner Feldmarschall?" Regenruf einsilbig:Tüt. Wie oft in der Vogelwelt ist das Männchen deutlich bunter als das unauffällige Weibchen.

 

Am Mollbeck-Teich in Recklinghausen-Speckhorn sehe ich immer an ihrem Lieblingsbaum eine große kräftige Rabenkrähe - auch ein Allesfresser, der überall ernährungstechnisch zurechtkommt (Obst, Samen, Kleinsäuger, Vögel und deren Eier, Fallwild uvm.).

 

Auch die Schwalben sind zurück. Das Bild zeigt die etwas größere Rauchschwalbe. Leider hat es für mich den Anschein, dass die Anzahl der Schwalben zurückgegangen ist. Möglicherweise fehlen nun öfter als früher die Zugänge zu offenen Ställen mit Nistplätzen.

 

Singende Amseln gibt es praktisch auf jedem Straßenbaum, und in den Gärten kann sich der Vogel fast besser ernähren als auf dem freien Feld. Der Gesang ist eindeutig, oft nur mit 20-30 m Abstand zum nächsten Sänger.

 

Und in Essel (Rittbörden) segelt plötzlich ein größerer Greifvogel an mir vorbei und landet auf einem Baum am Feldrand, beobachtet mich - und lässt sich fotografieren. Es war unser häufigster einheimischer Greifvogel, ein Mäusebussard (Buteo buteo). Farblich äußerst variabel von dunkelbraun bis fast hellgrau. Selbst in einem Wurf von sechs Küken kann jeder Vogel ein anderes Federkleid als die Geschwister haben. Lieblingsspeise, kleine und große Nager, Kleinvögel, Aas, und nicht zu unterschätzen, frisst  er Regenwürmer und wenn vorhanden, auch Blindschleichen.

 

 

 

Ulrich Kamp, 06.06.25

 

 

Vögel und Säugetiere der Gewässer,  Mai 2025

 

Die allseits ziemlich bekannte Bachstelze habe ich am Wesel-Datteln-Kanal in Ahsen fotografiert. Die Vögel lieben (und fressen) Insekten. Farbe der Vögel grau/weiß/schwarz, auffällig wie bei allen Stelzen das Schwanzwippen.

 

Die restlichen Vögel einschl. des Säugetiers habe ich mir bei den Mollbeck-Teichen in Recklinghausen angesehen und fotografiert. Selbst den Eisvogel kann ich dort regelmäßig entdecken und fotografieren - viel Tier auf geringem Raum.

 

Diesmal sah ich am Teich Nr. 2 (der nördliche) eine Gebirgsstelze, die zwar Ähnlichkeit mit der (bei uns selten gewordenen) Schafstelze hat. Erstmals gesehen habe ich diesen GEBIRGSVOGEL am Töggingsmühleteich in Oer, am Silvertbachteich und Wehr. Dabei hat mich NABU-Urgestein Alfons Pennekamp beraten. Tatsächlich ist diese Vogelart eigentlich an schnell fließende Gewässer mit Stromschnellen, Wasserfällen usw. (alte Mühlenwehre) gebunden. Also sind eigentlich Orte im Hoch- oder Mittelgebirge bevorzugt. Der Vogel ist aber nach und nach auch ins Flachland eingezogen und hat sich dort fast immer Standorte mit Wasserabstürzen etc. ausgesucht. Dort brütet er unter Brücken oder in Felshöhlen und vorhandenen Mauerlöchern und sucht nach Insekten.

 

Also ich sah und fotografierte ihn im zweiten Mollbeckteich. Also von Wasserabläufen kann ich dort  sprechen, von Stromschnellen und Wasserfällen eher nicht. Nun kann der Vogel fliegen, ihn hindert also nichts, mal eben in das NSG-Burg auszuweichen und dort im Bereich Silvert- und Loemühlenbach (Wehr!) sein Glück zu versuchen. Er ist jedenfalls für unsere Vogelwelt vor Ort eine Bereicherung.

 

Graureiher und Kormoran sind auch im Ostvest überall zu entdecken, die Kanäle und auch die Lippe nächst Teichen und Seen sind nun einmal ein Lebensraum, wo diese Arten sich gut ernähren können. Der Kormoran ist ein reiner Fischjäger, er jagt tauchend. Der Graureiher jagt nicht nur Fische am oder im Wasser, er ist auch oft auf Feldern zu sehen, wo er Kleinsäuger und Insekten jagt. Und an den Mollbeckteichen kommen beide Arten gut klar.

 

Neben der Graugans haben auch seit Jahren Kanada- und Nilgänse unsere Gewässer besetzt. Sie kommen zurecht und vermehren sich. Die Bilder zeigen ein Nilganspärchen mit Jungvögeln und eine Schar von Kanadaküken, die von den Eltern bewacht und geschützt werden.

 

Mein Lieblingstier an der Mollbeck ist neben dem Eisvogel ein Säugetier, eine Nutria. Der von mir so bezeichnete "dicke Diddi" liegt meistens am zweiten Teich auf einem ins Wasser gefallenen Baum, den er nach und nach verspeist  (er ernährt sich vegetarisch). Ich sah aber, nachdem ich den Dicken verlassen hatte, plötzlich zwei schwimmende Nutrias (auch Biberratte oder Sumpfbiber genannt) hintereinander schwimmen. Also müssen mindestens zwei Tiere dort jetzt vorhanden sein - ob für immer, ist für mich nicht absehbar. Vor einigen Wochen waren schon einmal zwei Tiere im Teich, die haben sich aber "gekloppt wie die Kesselflicker", nix amore, da hat einer dem anderen nichts gegönnt und letztlich ist der Verlierer wohl weggezogen. Vielleicht verstehen sich die Neuankömmlinge (es könnten auch zwei sein)  jetzt mit dem "Altmeister" besser.

 

 

Ulrich Kamp, 060625

 

 

.... und vier verschiedene Schmetterlinge:

 

Als Naturbeobachter und Fotograf muss man mit den Motiven leben, die einem so begegnen. Die Natur ist kein Zoo - doch etwas geht immer.

 

So ist mir der eigentlich langweilige und schnurgerade dahinfließende Esseler Bruchgraben schon lange aufgefallen, besonders dort, wo er unmittelbar vor dem Veschwinden aus dem Esseler Bruch steht und praktisch im Westfleischgelände verschwindet. Mit der Abendsonne im Rücken sieht dieser Bach fast malerisch und verwunschen aus.

 

Ähnlich verhält es sich bei einem Waldbach, der ca. 400 m westlich vom Kanalzugang am Ahsener Sportplatz auftaucht, um dann im Düker unter dem Kanal (Wesel-Datteln) Richtung Lippe zu verschwinden.

 

Und immer ein guter Tipp - die kleinen Teiche am Rande des NSG Horneburger Schlosswald: Kaulquappen, Frösche und (auch größere) Libellen. In der Nähe hat jemand einen Steinkauzkasten aufgehängt; mal sehen, ob sich die kleinen Bewohner hören oder blicken lassen.

 

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Schmetterlinge sind jetzt da, aber nicht alle Arten. Vermisst werden noch Distelfalter und rar sind auch Aurorafalter. Aber immerhin - Waldbrettspiel, Zitronenfalter, Hauhechel-Bläuling sowie relativ viele Landkärtchen der ersten braun-schwarzen Generation sind da. Gerade das Landkärtchen kann man am einfachsten an seiner Unterseite erkennen, sie sieht tatsächlich aus wie eine kleine Landkarte und ist damit namensgebend.

 

Die Schmetterlinge sah ich am Kanal in Ahsen (nah des kleinen Bachs - s.o. Hauhechel-Bläuling und Zitronenfalter). Das Waldbrettspiel war mit Kollegen am Esseler Bruchgraben in OE (s.o.) unterwegs und Landkärtchen gab es diesmal in der Haard OE.

 

NA? Na also, geht doch, Augen auf und weiter.

 

 

Ulrich Kamp, 04.06.25

 

 

Oben Storchennachwuchs und unten Junghasen - kann das funktionieren?

 

Tja, Oben sitzen die Bollerstörche in Datteln-Hagem und brüten. Wenn die jungen Störche schlüpfen, haben die Altvögel alle Schnäbel voll zu tun, den Nachwuchs satt zu bekommen.

 

Was jetzt kommt, gilt auch für ggf. (früher einmal) dort brütende Kiebitze. Die Altstörche klappern die Äcker und Felder rund um den eigenen Horst ab und sind wahrlich nicht wählerisch. Die jungen Störche haben einen Riesenappetit: Mäuse, Amphibien, Frösche, Raupen, junge Kiebitze und andere Jungvögel, Junghasen auch ... alles wird eingesammelt und an den Nachwuchs verfüttert. Klar, die Hasen wehren sich, attackieren die Störche abwechselnd. Oft sind die Altstörche irgendwann mal die Belästigungen (gegen die Beine rennen…) leid und fliegen ab. Kiebitze stellen sich als Altvögel krank und flügelverletzt dar und versuchen ebenfalls, die Störche vom eigenen Nest wegzulocken.

 

Aber solche Tricks klappen nicht immer. Besser wäre es für kleinere Vögel und Säugetiere, den Nistplatz etwas weiter vom Storchenhorst zu suchen und etwas Sichtschutz würde auch nicht schaden.

 

Wer sich mit seinem Nachwuchs direkt neben größeren Räubern breitmacht, kann Stress bekommen, das sollten die brütenden kleineren Vögel und Säugetiere eigentlich wissen.... Den größeren Räubern kann man das moralisch nicht anlasten. Die Eltern sind froh, wenn sie ihren Nachwuchs komplett mit welcher Beute auch immer großziehen können.

 

Und oft ist es so (z.B. bei Nagern), dass der Nachwuchs von der Natur so zahlreich eingeplant ist, dass kleinere und größere Verluste einfach einkalkuliert werden.

 

Ulrich Kamp, 050625

 

 

Beobachtungen im April 2025

...sie gibt es noch, unsere heimischen Echsen....

"Die Blindschleiche (genauer: Westliche Blindschleiche (Anguis fragilis) ist eine Echsenart innerhalb der Familie der Schleichen (Anguidae). In Mitteleuropa gehört sie zu den am häufigsten vorkommenden Reptilien" Wikipedia

Hi, wie die letzten Jahre. Rundweg Stimberghöhen NSG pünktlich zur
selben Jahreszeit - Blindschleiche zur Stelle

Der Brinksknappteich (NSG) Haard - immer einen Besuch wert

 

Nicht nur Wanderer (mich selbst eingeschlossen) interessieren sich für den Brinksknappteich in der Haard, der übrigens nicht als natürlicher Teich oder See entstanden ist. Nach dem II. Weltkrieg mussten viele nicht explodierte Bomben in Oer-Erkenschwick und Umgebung entsorgt werden. D. h., die sog. "Blindgänger" wurden vorsichtig in abgelegene Gegenden transportiert und dort kontrolliert gesprengt.  Im Raum Oer-Erk. Haard hielt man den Bereich des heutigen Teiches für derartige spezielle und nicht ungefährliche Unternehmungen geeignet, so entstand der Brinksknappteich, dessen Boden sich nach jeder Explosion mehr verdichtete,  aus einem ehemaligen Sprengtrichter.

 

Oberhalb und neben dem See (oder großen Teich) liegt ein sog. Hochmoor bzw. ein Rest von dem, was einmal ein Hochmoor gewesen ist. Die meisten Teiche liegen höher als der Brinksknappsee, so dass bei viel Regen (gibt’s auch heute noch ab und zu...) auch viel Wasser aus den höheren Lagen zum See hin abläuft. Inzwischen hat man sich überlegt, dass es doch schön wäre, wenigstens Teile des ehemaligen Hochmoores wieder herzustellen. Dann muss man aber das Wasser, dass im Bereich der Teiche und damit höher als der Brinksknappteich ankommt, auch zumindest vorläufig im Gelände halten , damit die Teiche sich wieder von einer trockenen Wiese zu echten Tümpeln und kleinen Teichen entwickeln.

 

Also wurde der Ablauf des Wassers nach unten reguliert und tatsächlich sind nach entsprechendem Regen auch zwei ehemalige Teiche wieder "aufgetaucht". Ob dies natürlich ganzjährig so bleibt, muss abgewartet werden. Bei großer sommerlicher Trockenheit ist sogar in den letzten Jahren auch der große Teich (unser ehem. Sprengtrichter) total ausgetrocknet. Den Wasservögeln droht nicht direkt ein Leben ohne Teich, sondern sie fliegen einfach ab, wenn das Wasser weg ist - und kommen zurück, wenn wieder Wasser im Teich ist.

 

Da ich ohnehin Anfang April eine Führung für die VHS im Namen des Naturschutzbundes unternehmen wollte (die Führung hat inzwischen stattgefunden und alle Besucher(innen) waren hoch zufrieden,  was ihnen alles gezeigt werden konnte), hat es sich für mich bewährt, mir vorher noch einmal das Ziel selbst und auch den Weg hin und zurück zum See anzusehen. Tatsächlich finden am See und im gesamten NSG-Bereich noch weitere Umbaumaßnahmen durch den Regionalverband Ruhr (RVR-er betreut den Wald) statt. Dabei werden auch schon mal Wege geschlossen und neu verlegt, die ich jahrelang mit und ohne Führung gegangen bin, besser ist es also, sich vorher noch einmal schlau zu machen...

 

Was war zu sehen:

 

Sog. Moorlinsen, also alte Teiche, die sich wieder gefüllt haben und auch Wiesen, die vielleicht wieder den Weg zurück zum Teich finden, brütende Gänse und Enten und auch Zwergtaucher (die kleinste europäische Taucherart, die aber durch ihre lauten kichernden Rufe auffällig werden, auch wenn man sie noch nicht sieht - Frage bei fast jeder Führung: Wie kann so ein winziges Kerlchen so viel Krach machen...?).

 

Eine auf dem See schwimmende Graugans machte sich ganz flach, als plötzlich ein Graureiher im Tiefflug über sie hinweg zog. Und wenn erst die lieben Kleinen Schwimmvögel da sind, wird es im und um den Teich noch lebhafter…

 

Mein Gesamturteil: Ein schöner Spaziergang , der viel Abwechslung bietet.

 

 

 

Ulrich Kamp, 28.04.25

 

 

Alte Bekannte am Mollbeck-Teich in Rhs.-Speckhorn  im April 2025

 

…gleichwohl freue ich mich, auch immer wieder Tiere zu treffen, die ich durchweg alle gern sehe - so zB. die kräftige Nutria, bequem auf  ihrem  Lieblingsbaum dösend . Und wer kann schon  von sich sagen, dass er auf seiner Lieblingsspeise auch noch prima schlafen kann? Denn unsere Nutria isst praktisch das, auf dem sie liegt, nämlich die Rinde und das Holz von dem ins Wasser gestürzten Baum, auf dem sie so prima schlafen kann. Nur irgendwann ist dieser Baum auch zerlegt, und dann muss unsere Nutria wohl oder übel umziehen. Na ja, es wird sich dann schon ein neues Plätzchen finden.

 

Auch in den Mollbeck-Teichen leben Tiere, die hier eigentlich nicht hingehören und als invasiv einzustufen sind, nämlich Gelbwangenschildkröten. Diese vermutlich wie auch in anderen Gewässern illegal ausgesetzten ehemaligen Haustiere wieder einzusammeln und artgerecht unterzubringen,  dürfte fast unmöglich sein. Vor Jahren glaubte man, diese Schildkröten würden ebenfalls - wie die Nutrias - unsere strengen Winter nicht überleben.

 

Da hatte man aber auch noch keinerlei Erfahrungen mit dem Klimawandel und der allgemeinen Erwärmung. Heute ist es so, dass auch sg. Exoten problemlos unsere milden Winter überstehen.

 

Man kann auch an den Mollbeckteichen sehen, dass verschiedene Arten wie z.B.  Kanada- und  Wildgänse sich anfreunden und dann auch paaren. Der Nachwuchs hat dann farblich Merkmale beider Eltern geerbt, das sieht man den Tieren an (Bild anbei). Sie sind überlebens- aber als sg. Hybriden nicht mehr vermehrungsfähig, das hat die Natur verhindert. Und trotzdem wird man immer wieder sehen, dass verschiedene Arten sich anfreunden und auch Nachwuchs produzieren....

 

In den Teichen leben auch Kormorane, mal viele, mal wenige - denn man kann ja fliegen und die Gewässer wechseln.  Der Kormoran ist bei den Schwimmvögeln insoweit auffällig, dass er kein wasserabweisendes Gefieder hat, er muss zwischenzeitlich sein Gefieder trocknen und sitzt dann mit ausgebreiteten Flügeln. Unser Kormoran auf dem Bild sitzt auch gern auf in den Teich gefallenen Bäumen, an etwaigen Nachbarn wie Gänsen oder Reihern stört er sich nicht.

 

Silber- und Graureiher zeigen wir ihnen als Einzelbild, aber ein Bild zeigt sie auch  zusammen, denn sie kommen eigentlich gut miteinander aus, kein Zank, kein Streit, kein Futterneid.

 

 

Kröten und Frösche unterwegs zum Laichgewässer

 

Jedes Jahr Krötenzug, und jedes Jahr zieht es auch die Frösche zum Laichgewässer. Diese Bilder habe ich am Brinksknappteich in der Haard, einem Naturschutzgebiet, aufgenommen.

 

Zuerst kam mir ein kräftiges Erdkrötenweibchen mit einem etwas zierlicheren Männchen auf dem Rücken auf dem Weg zum Laichplatz, dem Brinksknappteich, entgegen. Weitere Krötenpaare  folgten.  Kurze Zeit später schleppte ein Wasserfroschweibchen sein Männchen huckepack durch den Teich.

 

OK, das ist nun einmal die Stellung der Lurche, in der die Begattung und damit die Befruchtung erfolgt.  Aber warum muss dann das Weibchen das Männchen nach vermutlich vollzogener Befruchtung noch durch die Gegend schleppen? Also - dieses Verhalten ist nicht in einer etwaigen Gehfaulheit der Männerwelt begründet, sondern das Verharren auf dem Weibchen ermöglicht  keinem anderen interessierten Männchen die nochmalige Begattung des bereits  besetzten Weibchens. Der Frosch- oder Krötenmann sichert also seinen Nachwuchs dagegen ab, dass etwa ein fremdes Männchen ihm seine Familienplanung durcheinander bringt. Weil: Wo einer sich schon festgesetzt hat, kann kein anderer Frosch oder Kröterich mehr  "dazwischenfunken" . Und sicher ist eben sicher.

 

 

Und wieder ein Turmfalke

 

Auf dem Weg mit dem Auto zum Waschpark in OE., Westfalenring, ein Industriegebiet umgeben von Feld und Wald, begrenzt im Süden vom Mahlenburger Mühlengraben, ein kleiner gerader Bach. Für alle Fälle, mal sehen, was man unterwegs fotografieren kann, Kamera und Fernglas dabei.

 

Kaum in den Westfalenring eingebogen, fällt rechts seitlich von einem geparkten LKW ein kleiner Vogel  auf, der auf dem Metallpfosten eines Verkehrsschildes Stellung bezogen hat. Da das Schild noch fehlte, hatte sich der kleine männliche Turmfalke, erkennbar an seinem grauen Kopf und dem getupften Gefieder, den Pfosten ohne Schild als Auslug ins benachbarte Feld ausgesucht. Der Turmfalke ist ein großer Mäusejäger, er jagt im Rüttelflug aus der Luft oder - kräfteschonender wie jetzt -  per Ansitzjagd. Kommt eine Maus in Sicht, startet er durch, aber nicht jeder Jagdflug ist erfolgreich, also ist es besser, sich die Kräfte einzuteilen.

 

Ich ergattere einen Parkplatz direkt hinter dem LKW, der dem Turmfalken Sichtschutz nach hinten bietet,  nehme die Kamera, gehe vorn um den LKW herum und luge vorsichtig aus der Halbdeckung, Kamera mit Reihenbildverschluss in der Hand. Wer sich sicher fühlt, der kann sich ganz auf die Jagd konzentrieren, dachte sich wohl unser kleiner Turmfalke, und ich komme so aus ca. 6 m Entfernung zu einigen sehr schönen Aufnahmen, und der kleine Jäger bemerkt mich nicht.

 

Also versuche ich mein Glück auch an der Rückseite des LKW und komme dort dem Vogel noch näher. Er allerdings hat wohl einen Verdacht und dreht den Kopf nach hinten. Da ich meine Bilder schon habe, verziehe ich mich außer Sichtweite - und schieße danach noch ein Foto. Unser Jäger ist wieder ganz auf seine erhoffte Beute konzentriert. Letztendlich habe ich meine Bilder und will den kleinen Räuber nicht grundlos aufscheuchen. Also Waidmannsheil dem Jäger und ich fahre gut gelaunt zum Waschpark.

 

Ob der Turmfalke (auch Terzel als Männchen genannt) erfolgreich war, konnte ich nicht ergründen.

 

 

Alte Fahrt zwischen Datteln und Olfen - immer einen Spaziergang wert

 

Also dieser ehemalige Kanal, der heute als Refugium für Wasservögel und Fische dient, wurde zwar schon vor Jahren verkehrsmäßig durch ein größeres Kanalbett (die benachbarte neue Fahrt) ersetzt, ist aber für Naturliebhaber unentbehrlich geworden. In kleine Abschnitte unterteilt, die miteinander verbunden sind, leben hier Eisvögel, Reiher, Kormorane uvm. Spaziergänger und Radfahrer sind je nach Wetterlage mehr oder auch mal weniger unterwegs. Und die Wasservögel können, weil die Lippe auf Dattelner Gebiet die alte Fahrt UNTERQUERT (Viadukt), beliebig zwischen altem Kanal und Lippe wechseln.

 

Wir sahen Reiherenten (Erpel schwarzweiß, Damen mehr einfarbig grauschwarz), Dohlen, zwei Stieglitze - auch Distelfink genannt, schöne bunte Singvögel und auch die obligatorischen Schildkröten, die zwar hier nicht hingehören, aber eben da sind. Bei den Anglern sind die Schildkröten nicht beliebt, weil sie mit ihrem harten Gebiss angeblich  die Angelleinen und sogar die Haken abknipsen können (nebst geangelten kleineren Fischen). Mehr gab es diesmal trotz schönem Wetter nicht zu sehen. Eisvögel und Co. hatten Pause. Macht aber nichts, sie sind dann eben nächstes Mal wieder da.

 

 

Esseler Bruch im März 2025

 Der geschützte Landschaftsteil Esseler Bruch liegt für mich "direkt um die Ecke", kann also per pedes gut erreicht werden.

 

Diesmal wollten mich zwei Rehe direkt umrennen, die wohl erschreckt worden sind. Ca. 2 Meter vor mir haben sie mich erst gesehen, obwohl ich ganz frei ohne Deckung am Wegesrand mit der Kamera stand. Sie haben dann sehr zügig die Richtung geändert und weg waren sie. später kam noch der obligatorische Ringfasan dazu. Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Anzahl der ml. Fasane stark zugenommen hat. Ich denke, es wurden überall viele Fasane aus sg. Fasanerien in die Freiheit entlassen, Grund - wie immer - ist die Anreichung der Jagd im Herbst.

 

Beim Heimgang habe ich dann am Regenrückhaltebecken fast schon im Dunkeln ein Tier gesehen, welches sich springend fortbewegt: ein Frosch auf dem Weg zum Esseler Regenrückhaltebecken. Und an einem späteren Tag habe ich dann am Buschrand auf dem Feld 16! Rehe in einem Rudel gesehen. So ein Anblick freut nicht nur den Jäger...

 

 

Ende Februar, Anfang März an den Mollbeck-Teichen in Recklinghausen

 

Es ist Frühling. Die Amseln und das Rotkehlchen und viele andere Singvögel sind aktiv, sie suchen Partner und singen intensiv und laut, um auf sich aufmerksam zu machen oder aber um IHR Revier abzustecken. Nester werden gebaut, Höhlen besetzt und bald gibt es auch hungrigen Nachwuchs, welcher den Elterntieren alles abverlangen wird.

 

Eisvogel,  Silberreiher (es war kein Graureiher zu sehen)  und Kormoran waren natürlich da, wobei der Eisvogel vielen Spaziergängern trotz seiner schönen Gefiederfarbe oft nicht auffällt.

 

Und eine neugierige Kandagans wollte ganz genau sehen, was ich mit dem Gerät da in der Hand (Kamera) wohl vorhabe und näherte sich bis auf ca. 75 cm, prüfte meine Tätigkeit, sah mich als ungefährlich an und watschelte von dannen.