Tiere, Pilze und Pflanzen

Mäusebussard

Heller Mäusebussard im Flug und Mäusebussard, der einen Fasan verspeist.

Fotografiert von Ulrike Tyroff Ende 2023.

 

 

Dompfaff

Diesen hübschen Dompfaff fotografierte Wolfgang Gerhardus in Waltrop am Kanal. 

 

 

 

Neues vom Dattelner Kanal

Wunderschöne Haubentaucher, allerdings zeitgemäß, es ist schließlich Winter, im Ruhekleid. Und ein wunderschönes Bild von einem Gänsesägerpärchen. Fotografiert wurden sie von Ulrike Tyroff. 

 

 

 

Endlich ...

Die Kraniche sind von Mecklenburg-Vorpommern auf die große Reise in den Süden gestartet. Etliche Züge waren im gesamten Ostvest zu sehen und bis nachts gegen 20 Uhr in der Dunkelheit zu hören. Weitere Züge werden wohl in den nächsten Tagen noch folgen.

 

 

 

Mandarinente

Diese hübsche Mandarinente schwamm Wolfgang Gerhardus vor die Linse. Es handelt sich zwar um eine invasive Art, aber sie lebt mit unseren Enten friedlich zusammen und gehört praktisch inzwischen dazu. Hier schwimmt sie einer Gruppe Stockenten hinterher. 

 

 

 

 

Rotmilan

Und wieder ein roter Milan - in Waltrop am Kanal vor der Linse von Wolfgang Gerhardus. Der rote Milan ist zwischenzeitlich zwar immer noch nicht häufig, aber eine seltene Rarität ist er im Ostvest seit Jahren nicht mehr. Er gilt im Bereich des NABU Ostvest als etabliert.

 

Erkennungszeichen: Der gegabelte Schwanz, die rotweiße Flügel- und Körperzeichnung und der trillernde Ruf.

Wenn Heu gemacht wird und der Mähdrescher läuft, sind oft ein halbes Dutzend der schönen Greife zur Stelle und kümmern sich um die fressbaren Kollateralschäden. (Wie übrigens Störche und Grau- und Silberreiher auch).

 

 

 

Wolfgang Gerhardus unterwegs

Wolfgang Gerhardus hat eine der letzten roten Heidelibellen und obendrein auch einen der häufigsten bunten einheimischen Schmetterlinge für dieses Jahr in Waltrop fotografiert (der Schmetterling ist ein Waldbrettspiel).

 

 

 

Kreuzspinne aus Wolfgang Gerhardus' Privatzoo im hauseigenen Garten

Schöne Eindrücke von Ulrike Tyroff

Wiesenschafstelze

Wolfgang Gerhardus hat eine Wiesenschafstelze in Waltrop fotografiert (Datteln-Hamm Kanal, Feld). Bestimmt hat den Vogel unser ornith. Experte Klaus Becker. Er ist spezialisiert auf alles, was fliegt.
Wolfgang Gerhardus hat eine Wiesenschafstelze in Waltrop fotografiert (Datteln-Hamm Kanal, Feld). Bestimmt hat den Vogel unser ornith. Experte Klaus Becker. Er ist spezialisiert auf alles, was fliegt.

Das Liebesleben der Weinbergschnecken

Fotografiert von Wolfgang Gerhardus in Waltrop. Da den Tieren jede übertriebene Eile wesensfremd ist, hat es bei den Aufnahmen etwas länger gedauert.

 

 

 

Entenküken im Waltroper Moselbachpark

Das Entenküken hüpfte irgendwie aus dem Wasser ... alleine setzte es sich hin, biss'l nach vorne ... sah für mich schon fast "limitiert" aus. Ganz ruhig ... 10 Minuten später kam noch eins mit Abstand ...

 

Ich hoffe, dass sie zusammengehören und dass sich die Family zusammenfindet. Sollte eigentlich, denn der Teich ist ja klein.

 

 

Bilder und Text: Wolfgang Gerhardus

 

 

 

Blässhuhnnachwuchs am Schiffshebewerk Henrichenburg

Und mit der Kamera dabei ist natürlich Wolfgang Gerhardus. Die jungen Blässhühner sind schon ganz schön selbstbewusst und natürlich hungrig. Und wer muss nun für einige Zeit das Futter besorgen, na?

 

Maaaamaaa und Paaaapaaaa Blässhuhn.

 

Text: Ulrich Kamp

 

 

 

Rotmilan über Waltrop

Wolfgang Gerhardus hat zum wiederholten Mal diesen eigentlich früher seltenen Greifvogel über dem Haus gehabt und geistesgegenwärtig zur Kamera gegriffen. Vor 20 - 30 Jahren war der rote Milan bei uns im Vest selten bzw. nicht mehr vorhanden, aber seit einigen Jahren ist er auch bei uns im ganzen Ostvest Sommergast - den Winter verbringt er im Süden. Jetzt wird er demnächst auch über vielen Wiesen im Vest zu sehen sein, denn er sucht nach der Mahd gern mit Artgenossen, aber auch mit Störchen und Reihern sowie Mäusebussarden und Krähenvögeln die Heuhaufen nach Kollateralschäden fleischlicher Art ab, die bei der Heuernte angefallen sind. Und wie die Vögel sich untereinander verständigen, kaum wirft der Landwirt den Mähdrescher an, sind alle diese Vögel zur Stelle und gehen teilweise in Schützenkette die Wiesen hinter dem Mähdrescher ab.

 

Ihn zu sehen bedeutet nicht zwingend, dass er in der Nähe seinen Horst hat. Sein Jagdrevier ist groß und sein Flugradius kann durchaus 10 - 12 km (um den Horst) betragen.

 

Text: Ulrich Kamp

 

 

 

Jägerglück

Der kleine Greif ist ein Turmfalke, und zwar ein Terzel, der seine Beute offensichtlich selbst genießen kann

 

(An einer Straße zwischen Datteln und Waltrop). Aufgenommen von Wolfgang Gerhardus. 

 

 

 

Baumfalke

Diesen Baumfalken konnte Wolfgang Gerhardus direkt über seinem Haus in Waltrop aufnehmen. Bestimmt wurde er von Klaus Becker, unserem Experten. Weißes Gesicht, schwarzer Backenbart, turmfalkengroß, guter Flieger, aber rote Hosen ... ein Clown? Nein - sagte damals und heute Klaus B., ein Baumfalke, auch bei uns heimisch im Sommer, Lippeauen. Ein grandioser Jäger. Er jagt Schwalben, Mauersegler und auch Libellen, Höhenjäger. Taucht er blitzartig im Luftraum auf, verdrücken sich alle pot. Beutetiere vorzugsweise nach unten. Eine echte Rarität hier bei uns und man muss sich einfach freuen, wenn man das Glück hat, ihn aufzunehmen. 

 

Text: Ulrich Kamp

Auch Ulrike Tyroff hatte Glück, ein solches Exemplar fotografieren zu können.
Auch Ulrike Tyroff hatte Glück, ein solches Exemplar fotografieren zu können.

Folgen einer E-Mail

Am 09.05.2023 bekam der NABU-Ostvest eine E-Mail mit der Bitte um Hilfe. Eine Stockente hatte in der Innenstadt von Waltrop ein Nest in einem Blumenkasten in der 3. Etage eines Mehrfamilienhauses angelegt (Abb.: 1).

 

Der Vogelberinger der Vogelwarte Helgoland A. Pennekamp wurde um fachliche Unterstützung gebeten. Auf Grund der Nistplatzsituation war klar, dass die Jungen keine Möglichkeit hatten, jemals ein Gewässer zu erreichen. Auf Bitten der Bewohner und da das Gelege mit sieben Eiern bereits weitestgehend vollständig war, wurde der Ente dennoch die Brut im Blumenkasten ermöglicht (Abb. 2). Das Gesamtgelege bestand zuletzt aus zehn Eiern.

 

Der Vogel ließ sich während des Brutgeschäfts nicht stören. Die Brut und Jungenaufzucht werden bei den Stockenten nur durch die Weibchen durchgeführt, während das Männchen (Erpel) durchaus in der Nähe bleibt und den Neststandort im Auge behält (Abb.: 3).

 

Nach etwa vier Wochen kam einen Anruf der Balkonbesitzer, dass am 08. Juni fünf Küken geschlüpft waren. Die restlichen fünf Eier waren offensichtlich abgestorben. Am späten Abend des gleichen Tages, wurde die Stockente mit ihren Küken im Dunkeln vom Blumenkasten abgegriffen.

 

Die Ente wäre am nächsten Morgen mit den Küken vermutl. bereits abgesprungen, irgendwo auf den Garagendächern und Innenhöfen verschwunden und von Hauskatzen, Ratten oder anderen Prädatoren gefressen oder schlichtweg überfahren worden.

 

Das Entenweibchen wurde über Nacht mit ihren Küken in einer Box gesichert und am frühen Morgen am Stutenteich in einer Parkanlage in Waltrop ausgewildert (Abb.: 4.) Das Stockentenweibchen bekam natürlich einen Ring der Vogelwarte Hellgoland, in der Hoffnung den Lebensweg dieser Ente weiter verfolgen zu können.

 

Bericht: A. Pennekamp
Bilder: M. Trotzer

 

 

Nachwuchs am Kanal

Ulrike Tyroff hat uns diese Bilder zur Verfügung gestellt. Sie stammen alle aus Waltrop, Schiffshebewerk Henrichenburg, Oberwasser. 

 

 

 

Schmetterlinge und Co. am Kanal

Diese wunderschönen Exemplare hat Ulrike Tyroff am Kanal in Ahsen aufgenommen. Sie ist vom Sportplatz ca. 600 m Richtung Marina Flaesheim und zurück gegangen. Hin hinter dem Kanal und zurück auf dem Kanalweg.

 

Vordergründig sieht die Böschung ziemlich tot aus. Dann waren 3 verschiedene Bläulinge da und ein Schwalbenschwanz, den sie überhaupt nicht dort vermutet hätte.

 

Auf dem Rückweg am Kanalufer flog eine Libelle und setzte sich auch. 

 

 

 

Wer sieht den Nachwuchs?

Wolfgang Gerhardus fährt mit dem Caritas Transit mitunter über die Dahlstr. in Datteln. Und siehe da, neben dem (üblichen) schicken Hahn lässt sich die Henne auch blicken. Und spätestens bei der Übertragung der Fotos auf das Smartphone entdeckt er rechts im Hintergrund/Gras ein kleines Wesen.

 

 

Offenbar demnach eine Familie.

 

 

 

Wohnungsnot der besonderen Art in Waltrop

In diesem Balkonkasten in der dritten Etage eines Mehrfamilienhauses in der Waltroper Innenstadt hat sich eine Stockente eingenistet. Die Bilder hat uns Marleen Trotzer zur Verfügung gestellt. 

 

 

 

Asseljäger

Die Art ist leider nicht genau bestimmbar. Vermutlich handelt es sich um den Kleinen Asseljäger (Dystera erythrina). Um genaue Bestimmungen vorzunehmen, müsste man das Tierchen aber schon präparieren.

 

 

 

Schnecke

Diese Gefleckte Weinbergschnecke zog ihre Schleimspur über einen Baumstamm. Wolfgang Gerhardus hat sie dabei fotografiert. 

 

 

 

Schnaken

Vielfalt am Regenrückhaltebecken in Datteln-Hagem

Wenn man gut hinschaut, sind viele verschiedene Tiere zu sehen und zu beobachten. Ulrike Tyroff hat genau hingesehen und dabei z. B. einen Eichelhäher, der Futter auf dem Ast liegen hatte, einen Feldhasen, der sich überhaupt nicht gestört fühlte, ein Goldammermännchen in voller Pracht, eine singende Mönchsgrasmücke und einen Graureiher auf der Pirsch gesehen. Und natürlich fotografiert!

 

 

 

Wolfgang Gerhardus findet einen frühen Maikäfer

Wolfgang Gerhardus hat schon Mitte April zufällig diesen Maikäfer vor die Linse bekommen. Wenig später konnte er auch diesen wunderschönen Fasan ablichten. 

Ulrike Tyroff auf der Halde in Oer-Erkenschwick

Ulrike Tyroff hat die Halde in Oer-Erkenschwick bestiegen und Aurorafalter gesucht. Manchmal hat man Glück! Ein wunderschönes Männchen ließ sich durch nichts stören und flog nektarsaugend neben ihr her. Die Wildbienen waren im Pollenrausch und konnten großen Ertrag verbuchen. Dann kreuzte eine Weinbergschnecke ihren Weg und eine Haus-Feldwespe genoss die Sonne. Ein schöner Morgen mit einigen netten Fotos für uns. 

 

 

 

Was Wolfgang Gerhardus an der "Alten Fahrt" in Datteln vor's Objektiv kam

Wolfgang Gerhardus an der "Alten Fahrt"

Für Wolfgang Gerhardus ist es auch immer sehr schön, wenn das Wetter stimmt, und damit die Farben. Die Fotos als solches sind dann natürlich hübscher. Für den Fall, dass man etwas Schönes erwischt. Jedenfalls war er gestern am Dattelner Meer unterwegs. Knapp 9 km und ca. 2,5 km an der frischen Luft.

 

Als er dann nicht nur das "Meer" umquerte, sondern bis zum nächsten "Abzweiger" i. R. Olfen ging, schien doch die Natur ein wenig "umfangreicher" als vorne, da ist normal halt mehr "traffic".

 

Nun gut, neben einer Stockente war tatsächlich ein Nutria. Er war ganz nett, nicht aufgeregt, schaute mich an, was will der dort. Ließ ein paar Fotos zu, und schwamm langsam weg. Nicht ganz viel später der zweite "Kollege". Da stand die Sonne nicht besonders gut, oder er saß halt aus seiner Sicht super, sodass das Top-Foto (unter 10 Meter, vielleicht mit Sonne  im Rücken?) nicht gelang. Jedenfalls zwoa an einem Tag.

 

Außerdem "überflogen" ganz ruhig 2 Störche das Terrain. In diesem Fall störten die Bäume, die keine besseren Fotos zuließen.

 

Farblich leicht zu übersehen nahm er den Graureiher dann doch noch wahr.

 

 

 

 

Das Leben erwacht

Ulrike Tyroff  war "um's Eck" am Alten Busch in Hachhausen. Sie konnte Turmfalken, Grünfink, Distelfinken beobachten.

 

Auch in Hagem fand sie schöne Motive z. B. in Form eines Storchennestes. Auf dem Weg vor der Unterführung rechts waren Ziplzalp und ein Sommergoldhähnchen (ihr erstes!!!) im Gebüsch aktiv. Etwas weiter auf der Wiese haben die Osterhasen Kriegsrat gehalten - wer übernimmt welchen Bezirk? 

 

Danach war sie noch am Schiffshebewerk. Die Haubentaucher sind aktiv und sehr erfolgreich beim Fischen. Es waren mehrere Anläufe nötig, um den riesigen Fisch zu verschlingen.

 

Ein Blässhuhn hat fleißig Nistmaterial gesammelt.

 

 

 

Ulrike Tyroff an der "Alten Fahrt"

Ulrike Tyroff war mal wieder an der Alten Fahrt in Datteln. Es war zwar kälter als gedacht aber hell und teilweise sonnig. Zu sehen gab es auch einiges. Es waren viele Reiherenten da, ein Gänsensägerpaar - räumlich getrennt auf eigenen Wegen. Ein neugieriges Eichhörnchen hat sie beobachtet und auf die Brücke über die Lippe flog eine Gebirgsstelze. Das war sogar ihr erstes Exemplar, sonst kannte sie nur Wiesenschafstelzen.

 

 

 

Zilpzalp

Wolfgang Gerhardus hat uns diese Fotos eines Zilpzalps, gesehen am Datteln-Hamm-Kanal, zur Verfügung gestellt. Auf dem letzten Foto schleppte er sogar eine leckere Mahlzeit mit sich herum. 

Bussarde in Oer-Erkenschwick

Martina Schurink hat am 06.04.2023 mal wieder Bussarde aus ihrem Garten beobachtet. Mäusebussarde in Hochzeitsstimmung! Von hoch oben hörte sie ein durchdringendes "Miauen". So lief sie schnell mit ihrer Kamera in den Garten, da bot sich ein wunderschönes Schauspiel von 5 Bussarden. Sie grenzen zunächst ihr Revier ab, bevor sie in den nächsten Wochen an die Brut gehen. Einer von ihnen blieb noch etwas länger als die anderen. Warum auch immer ... Kurz danach wurden sie aber von einer Krähe verjagt.

 

 

 

Winterfütterung

Sämtliche Vögel fanden sich zur Winterfütterung bei Löhrs im Garten ein. Wer braucht schon einen Fernseher, wenn er solche hübschen Gäste im Garten hat. 

 

 

 

Ein seltener Gast im März

Rar gemacht hatte er sich in den letzten zwei Jahren, nun schlug sich der Dompfaff an der Futtersäule den Bauch voll und geriet Bärbel Löhr im heimischen Garten vor die Linse – und ein Grünfink schaute auch noch vorbei.

 

Infos zum Dompfaff (Gimpel) s. rechte Leiste unter „Von Amsel bis Zilpzalp“.

 

 

 

Besuch bei Wolfgang Gerhardus

Es könnte ja sein, dass auch im Blumentopf eine Nuss versteckt ist ...

 

Insekt des Jahres 2023 - das Landkärtchen

So hat es der NABU veröffentlicht und in unserer Zeitung (Stimberg-Zeitung vom 01.12.2022 lautete der Titel "Falter mit Geheimnissen".

 

Denn der Tagfalter (Araschnia levana) verblüfft mit seinem variablen Aussehen. Der "Saisondimorphismus" des Landkärtchens gibt Wissenschaftlern noch Rätsel auf. Denn während die Frühjahrsgeneration eine orangefarbene Grundfärbung mit schwarzen Zeichnungselementen besitzt, sind die Tiere der Sommergeneration überwiegend schwarz mit einem gebogenen weißen Band auf Vorder- und Hinterflügel. Hier sei weitere Forschung nötig.

 

Namensgebend ist übrigens für das Landkärtchen die Flügelunterseite, die tatsächlich an eine Landkarte erinnert. Und zwar bei sowohl der Frühjahrs- als auch der Sommerphase. Es handelt sich übrigens nicht um einen Tagfalter, der sich während seines Lebens häutet und dann mal kurz andersfarbige "Kleidung" bevorzugt, sondern es handelt sich jeweils bei Phase eins (schwarz-gelb) und Phase II (schwarz-weiß) um unterschiedliche Tiere, die aber beide den Landkärtchen zuzuordnen sind (s. Unterflügelzeichnung, die bleibt einheitlich).

 

Ich habe des Schmetterling erstmalig vor einigen Jahren am Waldrand der großen Wiese zwischen Holtgarde und Lohhäuser Str in Oer-E. gesehen und fotografiert. Auch die Raupen habe ich dort fotografiert. Landkärtchen der zweiten Generation habe ich dann - und die Färbung hat mich dann zunächst überrascht - in der Oer-Erkenschwicker Haard in der Nähe des Feuerwachturm Farnberg abgelichtet. Nach längerer Bedenkzeit hatte ich dann den Trick erkannt, ein Falter, zwei Generationen und unterschiedliche Oberseiten.

 

Na ja, die Natur kann auch einen gutmütigen Menschen auf Trapp halten und auch an der Nase herumführen, bis man das vermeintliche Rätsel gelöst hat. Immerhin begrüße ich aber jede Tierart, die es auf den Podest zum Tier des Jahres schafft, wenn die Möglichkeit besteht, es auch bei uns vor Ort zu sehen und nicht irgendwo im Mittelgebirge ab 800 m Höhe. Und das Landkärtchen ist nicht so häufig wei z. B. der Admiral, aber Erfolgsaussichten in unseren benachbarten Waldgebieten sind immerhin gegeben. Kurz gesagt, mit etwas Glück kann man das Insekt des Jahres auch bei uns mal sehen.

 

Ulrich Kamp (18.01.2022)

 

 

 

In der Stille der Nacht

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Leuzist oder Albino ... kleine Farbenlehre bei Vögeln

Alfons Pennekamp, Datteln

 

Diese für einen Laien zunächst einfache Einteilung stellt sich, bei näherem Hinsehen, doch als schwierigere Aufgabe dar. Aufhänger für den kleinen Aufsatz ist der Fund einer Krähe mit weißen Federn (Abb. 1) des Vereinskollegen Ulrich Kamp.

Abb. 1. Rabenkrähe - U. Kamp
Abb. 1. Rabenkrähe - U. Kamp

Neben den „normal“ gefärbten Vögeln treten auch sehr vereinzelt Farbabweichungen im Federkleid oder an den Füßen und Schnabel auf. Diese Farbabweichungen stellen die häufigeren Formen dieser Abweichungen dar. Daneben gibt es weitere Farben und Strukturveränderungen in einzelnen Federn. Wissenschaftlich ist noch einiges unklar und muss noch erforscht werden. Beobachten kann man alle diese Farbvarianten natürlich auch bei Haustieren wie z. B. Tauben, Ziervögeln und Ziergeflügel. Die Farbvarianten sind hier gezielt züchterisch herausgearbeitet worden. Im Feld sind die unten beschriebenen Farbvarianten häufig nicht eindeutig zu unterscheiden. 

 

Bei den Farbstoffen des Gefieders handelt es sich im Wesentlichen um Pigmente bestehend aus Karotinoide (gelb bis rot), Melanine wie Eumelanin (schwarz, grau, dunkelbraun) und Phaeomelanin (mittel bis gelbbraun). Seltenere Farbstoffe sind z. B. Psittacin (grün) bei Sittichen.

 

Bei den in der Natur zu beobachtenden Farbabweichungen spielen leuzistische und albinotische Vögel eigentlich eine ganz geringe Rolle. Die Farbabweichungen können verschiedene Ursachen haben, sie sind oftmals genetisch bedingt, können aber auch durch äußere Einflüsse erfolgen.

 

Die Farbanomalien können in zwei grobe Typen-Klassen eingeteilt werden.

Hier einige Beispiele: 

 

1 Häufige Typen

1.1 Fortschreitendes Ausbleichendes Gefieders (genetisch oder umweltbedingt)

Abb. 2 Lachmöwe - A. Pennekamp
Abb. 2 Lachmöwe - A. Pennekamp

Abb. 2 zeigt eine Lachmöwe, die fast vollständig weiß ist. Lediglich die Handschwingen sind schwarz. Wären die Handschwingen weiß, könnte man von Leuzismus reden. In der Literatur wird als Vergleich das Phänomen des Ergrauens der menschlichen Haare erwähnt. Ähnliches geschieht auch mit Federn.

 

1.2 Umweltbedingtes reversibles Ausbleichen

Hier sind unsymmetrisch einzelne Federn betroffen, die ganz oder teilweise ausgeblichen sind. Die Ursachen sind u. a. Mangelernährung, Kontakt mit Stoffen die normalerweise in der Natur nicht vorkommen oder Verletzungen. In den Abbildungen 3 - 5 sieht man verschiedene Ausprägungen.

Abb. 3 Haussperling - A. Pennekamp
Abb. 3 Haussperling - A. Pennekamp
Abb. 4 Blässralle - A. Pennekamp
Abb. 4 Blässralle - A. Pennekamp
Abb. 5 Rabenkrähe - U. Kamp
Abb. 5 Rabenkrähe - U. Kamp

Der Haussperling (Abb. 3) hat lediglich eine Feder der Armdecken an einem Flügel weiß gefärbt. Die Blässralle (Abb. 4) ist unregelmäßig gescheckt und die von unserem Kollegen Ulrich Kamp fotografierte Rabenkrähe (Abb. 5) hat einzelne Handschwingen und Armdecken weiß gefärbt. Diese Verfärbungen sind unregelmäßig und deuten daher auf äußere Einflüsse hin. Diese Aufhellung der Flügel finden wir häufiger in unterschiedlicher Ausprägung bei jungen Rabenvögel und es macht auf eine Mangelernährung während der Aufzuchtphase aufmerksam. Damit wäre das oben aufgetretene Rabenkrähenproblem gelöst. Diese Vögel müssten regelmäßig nach der Mauser das gleiche Federbild zeigen, um einen genetischen Hintergrund wie Leuzismus zu sehen.

 

2 Seltenere Typen

2.1 Albinismus (genetisch bedingt)

Es fehlt jeglicher Farbstoff, die Augen (Iris) sind daher rot gefärbt. Der Vogel ist weiß.

 

Abb. 6 Rabenkrähe - A. Pennekamp
Abb. 6 Rabenkrähe - A. Pennekamp

In Abb. 6 sehen wir eine junge, gerade vor einigen Wochen flügge gewordene Rabenkrähe. Hier handelt es sich um Albinismus. Der Vogel ist reinweiß, die Augen rot und die Beine und der Schnabel rosa gefärbt.

 

2.2 Leuzismus (genetisch bedingt)

Eine symmetrische Aufhellung oder Weißfärbung von Körperteilen (Flügel, Steuerfedern usw.) ist sichtbar. Die Augen-/Schabel-/ und Beinfarbe ist rosa oder normal.

Abb. 8 Lachmöwe - A. Pennekamp
Abb. 8 Lachmöwe - A. Pennekamp

Diese Lachmöwe (Abb. 8) zeigt alle Anzeichen von Leuzismus. Könnte aber auch zur Typus 1.1 gezählt werden. Auch hier müsste man die weitere Entwicklung in den nächsten Jahren betrachten.

 

2.3 Dilution (genetisch bedingt)

Bei dieser Form der Farbänderung ergeben sich blasse Farbtöne des Gefieders. Die beiden Melanine werden mäßig verringert produziert oder/und es fällt ein Farbstoff aus. Je nachdem welcher Farbstoff ausfällt, spricht man dann von pastell- oder isabellfarben.

Abb. 7 Rabenkrähen - A. Pennekamp
Abb. 7 Rabenkrähen - A. Pennekamp

Auf dem Foto sieht man zwei junge diesjährige Rabenkrähen und die normalfarbigen Eltern. Die Jungvögel zeigen eine, in den Körperteilen unterschiedliche, aber deutlich aufgehellte symmetrische Färbung.

 

2.4 Ino (genetisch bedingt)

Beide Melanine sind stark abgeschwächt vorhanden. Dunkle Federpartien sind mehr oder weniger schemenhaft erkennbar. Beine und Schnabel aufgehellt. Diese Vögel sind weiß mit einer ganz eben angedeuteten Konturenzeichnung.

 

2.5 Melanismus (genetisch bedingt)

Bei dieser Störung werden beide Melanine vom Körper stärker produziert. Die Vögel erscheinen schwarz oder dunkelbraun. Die Färbung von Amseln und Rabenvögel zählen aber nicht zu dieser Farbvariante. Ein Beispiel wären dunkle bis schwarze Haustauben.

 

Neben den hier beschriebenen Farbanomalien gibt es noch weitere Formen. Im Feld sind daher nicht alle untypischen Vögel auf ihre genaue Farbanomalie ansprechbar.

 

Literatur: Zedler A.: Farbabweichungen bei Vögeln – der aktuelle Wissenstand, Vogelwarte 53, 2015 85 - 92.

 

 

 

Eine echte Rarität

Diese Raritäten befanden sich am Oberwasser. Gähnende Leere allerorten. Doch siehe da: es gab zwei wunderschöne Exemplare von Kappensägern! Selbst unsere Fotografin hat sie vorher noch nie gesehen. Diese Nordamerikaner hier sind wahrscheinlich aus einem Zoo (vielleicht Münster) entwichen. Sie ließen sich lange beobachten. Vor dem Tauchen legen sie ihren Schopf an, das sieht man bei keinem anderen Säger. Niedlich.

 

Fotos: Ulrike Tyroff

Buntspecht im Herbst

Der Specht wartete an der ehemaligen Raketenabschussbasis in der Dattelner Haard, In den Wellen. Und direkt neben dem Spechtbaum steht ein Fliegenpilz, der von einer Libelle besucht wurde.

 

Fotos: Ulrike Tyroff

Das schwalbenfreundliche Haus

Glückwünsche des NABU für die Eheleute Susanne und Karl-Heinz Trappe aus Oberwiese in Waltrop

Diese Bürger führen nämlich ein besonders schwalbenfreundliches Haus. Hier in Oberwiese umgeben von Wiesen und Feldern liegt die Gärtnerei der Familie Trappe mit einer Scheune inklusive Boxen für Pferde. Es gibt drei offene Eingänge und durch diese fliegen von März bis in den Oktober Rauchschwalben ein und aus. Sie haben in Nischen bzw. auf Deckenbalken nicht weniger als 18 Schwalbennester gebaut und ziehen dort seit Jahren ihren Nachwuchs groß.

Schwalben sind luftige Jäger, die sich und ihre Brut mit Fliegen, Mücken und kleineren Insekten ernähren. Sie wohnen gern in Ställen und Scheunen, haben also gern ein Dach über dem Kopf, benötigen aber freien An- und Abflug, also offene Türen oder alternativ ein offenes Fenster.

Außerdem ist es natürlich hilfreich, wenn entsprechende Nahrungsquellen in der Nähe des Brut- und Schlafplatzes liegen. Das alles gibt es bei Familie Trappe, jedes Jahr und mietfrei. Die nahen Wiesen werden von Pferden beweidet, diese sorgen ebenso wie Kühe für Dung und dementsprechend auch für Insekten. Die Vögel fliegen geschickt und pfeilschnell ein und aus, um den Nachwuchs zu füttern.

Die regelmäßig in der Scheune und in den Ställen erscheinenden Pferde und Menschen irritieren die Vögel nicht, Hindernisse wie Menschen werden geschickt um- bzw. überflogen. Und die Trappes einschließlich Tochter und Enkelchen (und ein kleiner Hund) sind keine Störenfriede, sondern Freunde und Förderer der Rauchschwalben. Alle leben harmonisch zusammen. Nur von Oktober bis Ostern ist Winterpause, da sind die Vögel mangels Nahrung in Mitteleuropa oder in ihren Winterquartieren in Afrika.

Aber pünktlich zum Osterfest sind alle Schwalben wieder da, besetzen die Nester, bessern Schäden aus und brüten. Sogar sehr erfolgreich.

Karl-Heinz Trappe hat erfahren, dass Leute wie seine Familie "gelobt" werden, und zwar vom Naturschutzbund (NABU) NRW. Die Aktion nennt sich „Schwalbenfreundliches Haus“. Man kann sich beim NABU melden, die Schwalbenkolonie wird besichtigt und wenn man ein besonders erfolgreicher Schwalbenvater/eine besonders erfolgreiche Schwalbenmutter ist, wird man mit einer Urkunde ausgezeichnet. 

Also hat sich Familie Trappe beim NABU gemeldet, wurde begutachtet, gelobt und ausgezeichnet. Eine Urkunde und eine Plakette für die perfekten Schwalbenunterkünfte wurde am letzten Freitag vom NABU Ostvest als zuständigem Ortsverein übergeben. Familie Trappe hat sich gefreut (und die Gratulanten erhielten Kaffee und Kuchen - Danke!).

Solche Auszeichnungen haben natürlich einen Hintergrund, denn leider ist die Anzahl der Schwalben rückläufig, so wie bei vielen anderen einheimischen Tierarten auch. Wichtig ist deshalb, dass Naturfreunde wie die Trappes eine Behausung anbieten und die Nahrung der Sommergäste am Haus  bzw. in der Nähe vorhanden ist. Übrigens - die Trappes haben noch weitere tierische Gäste, die sich freuen, dort irgendwo ein Plätzchen zu haben, nämlich Zwergfledermäuse. Auch die Fledermäuse räumen unter den Mücken und Fliegen gewaltig auf. Fledermäuse und Schwalben sind zwar bei den Insekten Nahrungskonkurrenten, aber sie stören sich gegenseitig nicht, weil die Schwalben tag- und die Fledermäuse nachtaktiv sind.

Die Urkunde und auch die Plakette hat NABU-Ostvest-Mitglied Bärbel Löhr an Susanne und Karl-Heinz Trappe überreicht.

Von den achtzehn Nestern waren bei unserem Besuch noch zwei Nester besetzt, aber auch diese Bewohner sind dabei, sich auf die große Reise in den Süden Anfang Oktober vorzubereiten. Und die Trappes freuen sich jetzt schon auf Ostern 2023, wenn die ganze Mannschaft wieder in das schwalbenfreundliche Haus einfliegt.

Rauchschwalben sind von den auch bei uns vorhandenen kleineren Mehlschwalben gut zu unterscheiden, weil sie einen längeren und stärker gegabelten Schwanz haben, dazu sind sie etwas farbenfroher als die Mehlschwalben und deutlich größer. Da Rauchschwalben in größeren Höhen als Mehlschwalben nach Insekten jagen, kommen die beiden Arten sich nicht ins Gehege.

 

Ulrich Kamp, NABU Ostvest, 17.09.20221

 

Weitere Informationen? Sie haben Schwalben und wollen sich ebenfalls bewerben? Sehr gern hier ...

 

Die große Reise

Die große reise in den Süden steht bevor. Es ist August, die Störche formieren sich schon für die anstehende Reise in die Winterquartiere, einzelne Reisegruppen haben sich wohl schon getroffen.

 

Foto: Wolfgang Gerhardus auf einem Feld nahe Horneburg.

 

 

 

Bewohner unserer Teiche

Teich Nr. 2 - das ist der obere, ist fast ganz verkrautet. Aber Frösche und Kleinlibellen sind da. Teich Nr., 1, das ist der untere, war interessanter. Dort ist noch ein relativ großer Fisch unterwegs, dem beim Trockenfallen aber direkt das Ende drohen würde. Dazu war dort eine große Königslibelle, habe ich sonst nirgendwo gesehen. Im Internet ist beschrieben, dass es unsere größte Großlibelle ist, die dort, wo sie lebt, keine anderen Großlibellen duldet. Ich hatte ein Weibchen bei der Eiablage, erst wild über dem Teich unterwegs, dann ca. 2 Sekunden auf einem Holzstück zwecks Eiablage. Zwei Bilder, beide "Mist", Libelle aber erkennbar, also nochmal hin, mal sehen ... Lebensdauer der Libelle sechs bis acht Wochen, das Weibchen besucht den Teich aber nur zur Paarung oder wie jetzt gesehen zur Eiablage.

 

 

Im Internet schrieb ein Fotograf aus Sachsen, er wäre seit 20 Jahren wegen einer schönen Aufnahme hinter der Königslibelle her ... bisher erfolglos. Kann ich jetzt verstehen, die Libelle ist sehr unruhig - und sehr beweglich.

 

Fotos und Text: Ulrich Kamp

 

 

 

Kiebitze

Die Kiebitze waren wieder da. Meine Frau und ich sind den kleinen Weg vom Storchennest zur Unterführung Richtung Dahlstr. gegangen, dabei wurden wir mehrere Male direkt angeflogen, daher relativ brauchbare Aufnahmen. Ich hatte den Verdacht, dass mindestens eine Brut in der Nähe des Weges im Möhrenfeld geplant war, weil die Vögel da oft auf der Erde saßen und uns offensichtlich verscheuchen wollten. Eine gute Idee so in unmittelbarer Nähe des Storchennestes fand ich das aber nicht, weil die Störche diese Felder in ihrer Nähe ganz intensiv absuchen und bejagen. Vorgestern z. B. war es dann mit der Pracht vorbei, die Kiebitze waren nicht mehr zu sehen.

 

Ich habe vorgestern am Storchennest die Fotografin Martina Schurink mit Ehemann getroffen, unterwegs mit schwerem Gerät, Kamera und Sitzgelegenheiten. Da ich die Störche alle nicht mehr im Horst gesehen habe, dafür aber direkt am Bollerhof auf den Dächern der Scheunen, hatte ich einen Verdacht, den Martina Schurink bestätigte. Boller füttert mindestens abends massiv "zu". Das wollte sie aufnehmen. Mir war schon vorher nicht klar, wovon sich zwei erwachsene und vier sich demnächst auf die erste Reise gen Süden begebenden Jungstörche dort ernähren wollen, von daher gibt die Maßnahme zuzufüttern einen Sinn.

 

Ob das aber im Sinne des Naturschutzes ist, einen Storch mit dem Sitz anzulocken und dann zu füttern wie in einem Zoo, würde ich bezweifeln. Die Störche sind m. E. massiv abhängig von der Zufütterung durch den Mensch, zumindest wenn sie Jungvögel haben.

 

Fotos und Text: Ulrich Kamp