Tiere und Pflanzen

Besuch bei Wolfgang Gerhardus

Es könnte ja sein, dass auch im Blumentopf eine Nuss versteckt ist ...

 

Insekt des Jahres 2023 - das Landkärtchen

So hat es der NABU veröffentlicht und in unserer Zeitung (Stimberg-Zeitung vom 01.12.2022 lautete der Titel "Falter mit Geheimnissen".

 

Denn der Tagfalter (Araschnia levana) verblüfft mit seinem variablen Aussehen. Der "Saisondimorphismus" des Landkärtchens gibt Wissenschaftlern noch Rätsel auf. Denn während die Frühjahrsgeneration eine orangefarbene Grundfärbung mit schwarzen Zeichnungselementen besitzt, sind die Tiere der Sommergeneration überwiegend schwarz mit einem gebogenen weißen Band auf Vorder- und Hinterflügel. Hier sei weitere Forschung nötig.

 

Namensgebend ist übrigens für das Landkärtchen die Flügelunterseite, die tatsächlich an eine Landkarte erinnert. Und zwar bei sowohl der Frühjahrs- als auch der Sommerphase. Es handelt sich übrigens nicht um einen Tagfalter, der sich während seines Lebens häutet und dann mal kurz andersfarbige "Kleidung" bevorzugt, sondern es handelt sich jeweils bei Phase eins (schwarz-gelb) und Phase II (schwarz-weiß) um unterschiedliche Tiere, die aber beide den Landkärtchen zuzuordnen sind (s. Unterflügelzeichnung, die bleibt einheitlich).

 

Ich habe des Schmetterling erstmalig vor einigen Jahren am Waldrand der großen Wiese zwischen Holtgarde und Lohhäuser Str in Oer-E. gesehen und fotografiert. Auch die Raupen habe ich dort fotografiert. Landkärtchen der zweiten Generation habe ich dann - und die Färbung hat mich dann zunächst überrascht - in der Oer-Erkenschwicker Haard in der Nähe des Feuerwachturm Farnberg abgelichtet. Nach längerer Bedenkzeit hatte ich dann den Trick erkannt, ein Falter, zwei Generationen und unterschiedliche Oberseiten.

 

Na ja, die Natur kann auch einen gutmütigen Menschen auf Trapp halten und auch an der Nase herumführen, bis man das vermeintliche Rätsel gelöst hat. Immerhin begrüße ich aber jede Tierart, die es auf den Podest zum Tier des Jahres schafft, wenn die Möglichkeit besteht, es auch bei uns vor Ort zu sehen und nicht irgendwo im Mittelgebirge ab 800 m Höhe. Und das Landkärtchen ist nicht so häufig wei z. B. der Admiral, aber Erfolgsaussichten in unseren benachbarten Waldgebieten sind immerhin gegeben. Kurz gesagt, mit etwas Glück kann man das Insekt des Jahres auch bei uns mal sehen.

 

Ulrich Kamp (18.01.2022)

In der Stille der Nacht

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Winterimpressionen

Wolfgang Gerhardus aus Waltrop fotografiert Tiere auch im Winter. 

Auch der Grünspecht ist ein gern gesehener Gast im Garten der Familie Gerhardus. Da gibt es für hungrige Vögel immer was auf die Gabel bzw. direkt in den Schnabel.

Die beiden Eichlhäher sind "auf Scheibe". Rabenvögel sind intelligent und anpassungsfähig. Und dass es in unserem Gärten auch für größere Vögel etwas gibt in der Winterfütterung, hat sich in Vogel- (und

 

Eichhörnchenkreisen) schon herumgesprochen.

Winter am Datteln-Hamm-Kanal

Ulrike Tyroff lässt uns teilhaben an ihrem Winter-Spaziergang am Datteln-Hamm-Kanal. Überall klirrende Kälte, aber ein aufgeplusterter Zaunkönig hält die Stellung! 

Noch kein Weihnachtsbraten ...

Dieser Fasan ist Wolfgang Gerhardus etwas mehr als eine Woche vor Weihnachten auf einem Feld in Waltrop vor die Linse gesprungen. Er scheint noch mal Glück gehabt zu haben, denn er landet zu den Feiertagen wohl nicht im Ofen. Also der Fasan, natürlich nicht der Fotograf! 

Leuzist oder Albino ... kleine Farbenlehre bei Vögeln

Alfons Pennekamp, Datteln

 

Diese für einen Laien zunächst einfache Einteilung stellt sich, bei näherem Hinsehen, doch als schwierigere Aufgabe dar. Aufhänger für den kleinen Aufsatz ist der Fund einer Krähe mit weißen Federn (Abb. 1) des Vereinskollegen Ulrich Kamp.

Abb. 1. Rabenkrähe - U. Kamp
Abb. 1. Rabenkrähe - U. Kamp

Neben den „normal“ gefärbten Vögeln treten auch sehr vereinzelt Farbabweichungen im Federkleid oder an den Füßen und Schnabel auf. Diese Farbabweichungen stellen die häufigeren Formen dieser Abweichungen dar. Daneben gibt es weitere Farben und Strukturveränderungen in einzelnen Federn. Wissenschaftlich ist noch einiges unklar und muss noch erforscht werden. Beobachten kann man alle diese Farbvarianten natürlich auch bei Haustieren wie z. B. Tauben, Ziervögeln und Ziergeflügel. Die Farbvarianten sind hier gezielt züchterisch herausgearbeitet worden. Im Feld sind die unten beschriebenen Farbvarianten häufig nicht eindeutig zu unterscheiden. 

 

Bei den Farbstoffen des Gefieders handelt es sich im Wesentlichen um Pigmente bestehend aus Karotinoide (gelb bis rot), Melanine wie Eumelanin (schwarz, grau, dunkelbraun) und Phaeomelanin (mittel bis gelbbraun). Seltenere Farbstoffe sind z. B. Psittacin (grün) bei Sittichen.

 

Bei den in der Natur zu beobachtenden Farbabweichungen spielen leuzistische und albinotische Vögel eigentlich eine ganz geringe Rolle. Die Farbabweichungen können verschiedene Ursachen haben, sie sind oftmals genetisch bedingt, können aber auch durch äußere Einflüsse erfolgen.

 

Die Farbanomalien können in zwei grobe Typen-Klassen eingeteilt werden.

Hier einige Beispiele: 

 

1 Häufige Typen

1.1 Fortschreitendes Ausbleichendes Gefieders (genetisch oder umweltbedingt)

Abb. 2 Lachmöwe - A. Pennekamp
Abb. 2 Lachmöwe - A. Pennekamp

Abb. 2 zeigt eine Lachmöwe, die fast vollständig weiß ist. Lediglich die Handschwingen sind schwarz. Wären die Handschwingen weiß, könnte man von Leuzismus reden. In der Literatur wird als Vergleich das Phänomen des Ergrauens der menschlichen Haare erwähnt. Ähnliches geschieht auch mit Federn.

 

1.2 Umweltbedingtes reversibles Ausbleichen

Hier sind unsymmetrisch einzelne Federn betroffen, die ganz oder teilweise ausgeblichen sind. Die Ursachen sind u. a. Mangelernährung, Kontakt mit Stoffen die normalerweise in der Natur nicht vorkommen oder Verletzungen. In den Abbildungen 3 - 5 sieht man verschiedene Ausprägungen.

Abb. 3 Haussperling - A. Pennekamp
Abb. 3 Haussperling - A. Pennekamp
Abb. 4 Blässralle - A. Pennekamp
Abb. 4 Blässralle - A. Pennekamp
Abb. 5 Rabenkrähe - U. Kamp
Abb. 5 Rabenkrähe - U. Kamp

Der Haussperling (Abb. 3) hat lediglich eine Feder der Armdecken an einem Flügel weiß gefärbt. Die Blässralle (Abb. 4) ist unregelmäßig gescheckt und die von unserem Kollegen Ulrich Kamp fotografierte Rabenkrähe (Abb. 5) hat einzelne Handschwingen und Armdecken weiß gefärbt. Diese Verfärbungen sind unregelmäßig und deuten daher auf äußere Einflüsse hin. Diese Aufhellung der Flügel finden wir häufiger in unterschiedlicher Ausprägung bei jungen Rabenvögel und es macht auf eine Mangelernährung während der Aufzuchtphase aufmerksam. Damit wäre das oben aufgetretene Rabenkrähenproblem gelöst. Diese Vögel müssten regelmäßig nach der Mauser das gleiche Federbild zeigen, um einen genetischen Hintergrund wie Leuzismus zu sehen.

 

2 Seltenere Typen

2.1 Albinismus (genetisch bedingt)

Es fehlt jeglicher Farbstoff, die Augen (Iris) sind daher rot gefärbt. Der Vogel ist weiß.

 

Abb. 6 Rabenkrähe - A. Pennekamp
Abb. 6 Rabenkrähe - A. Pennekamp

In Abb. 6 sehen wir eine junge, gerade vor einigen Wochen flügge gewordene Rabenkrähe. Hier handelt es sich um Albinismus. Der Vogel ist reinweiß, die Augen rot und die Beine und der Schnabel rosa gefärbt.

 

2.2 Leuzismus (genetisch bedingt)

Eine symmetrische Aufhellung oder Weißfärbung von Körperteilen (Flügel, Steuerfedern usw.) ist sichtbar. Die Augen-/Schabel-/ und Beinfarbe ist rosa oder normal.

Abb. 8 Lachmöwe - A. Pennekamp
Abb. 8 Lachmöwe - A. Pennekamp

Diese Lachmöwe (Abb. 8) zeigt alle Anzeichen von Leuzismus. Könnte aber auch zur Typus 1.1 gezählt werden. Auch hier müsste man die weitere Entwicklung in den nächsten Jahren betrachten.

 

2.3 Dilution (genetisch bedingt)

Bei dieser Form der Farbänderung ergeben sich blasse Farbtöne des Gefieders. Die beiden Melanine werden mäßig verringert produziert oder/und es fällt ein Farbstoff aus. Je nachdem welcher Farbstoff ausfällt, spricht man dann von pastell- oder isabellfarben.

Abb. 7 Rabenkrähen - A. Pennekamp
Abb. 7 Rabenkrähen - A. Pennekamp

Auf dem Foto sieht man zwei junge diesjährige Rabenkrähen und die normalfarbigen Eltern. Die Jungvögel zeigen eine, in den Körperteilen unterschiedliche, aber deutlich aufgehellte symmetrische Färbung.

 

2.4 Ino (genetisch bedingt)

Beide Melanine sind stark abgeschwächt vorhanden. Dunkle Federpartien sind mehr oder weniger schemenhaft erkennbar. Beine und Schnabel aufgehellt. Diese Vögel sind weiß mit einer ganz eben angedeuteten Konturenzeichnung.

 

2.5 Melanismus (genetisch bedingt)

Bei dieser Störung werden beide Melanine vom Körper stärker produziert. Die Vögel erscheinen schwarz oder dunkelbraun. Die Färbung von Amseln und Rabenvögel zählen aber nicht zu dieser Farbvariante. Ein Beispiel wären dunkle bis schwarze Haustauben.

 

Neben den hier beschriebenen Farbanomalien gibt es noch weitere Formen. Im Feld sind daher nicht alle untypischen Vögel auf ihre genaue Farbanomalie ansprechbar.

 

Literatur: Zedler A.: Farbabweichungen bei Vögeln – der aktuelle Wissenstand, Vogelwarte 53, 2015 85 - 92.

Eine echte Rarität

Diese Raritäten befanden sich am Oberwasser. Gähnende Leere allerorten. Doch siehe da: es gab zwei wunderschöne Exemplare von Kappensägern! Selbst unsere Fotografin hat sie vorher noch nie gesehen. Diese Nordamerikaner hier sind wahrscheinlich aus einem Zoo (vielleicht Münster) entwichen. Sie ließen sich lange beobachten. Vor dem Tauchen legen sie ihren Schopf an, das sieht man bei keinem anderen Säger. Niedlich.

 

Fotos: Ulrike Tyroff

Buntspecht im Herbst

Der Specht wartete an der ehemaligen Raketenabschussbasis in der Dattelner Haard, In den Wellen. Und direkt neben dem Spechtbaum steht ein Fliegenpilz, der von einer Libelle besucht wurde.

 

Fotos: Ulrike Tyroff

Ein Spaziergang mit Ulrike Tyroff im Herbst

Auch diesen Herbst fliegen die Kraniche gen Süden

Und wie immer quer über das Ostvest von Norden nach Süden - also von Haltern am See Richtung Recklinghausen-Süd quer über die Haard. Mein Standort war an dem Weg "Im Morgenglück" kurz vor der Einmündung "In den Wellen", also Dattelner Gebiet. Es waren ca. 200 Vögel, die mich wie fast immer erst mit ihren trompetenden Rufen aufmerksam machten. Diese ca. 200 Reisenden waren aber nicht die ersten ziehenden Kraniche dieses Jahr, einige Züge fanden schon wie fast immer bei schönem Wetter ihren Weg über das Ostvest gen Süden und vor Ostern geht es wieder umgekehrt nach Norden.

 

Und wie immer wünscht der NABU Ostvest  "GUTE REISE"!

 

Ulrich Kamp (27.10.2022)

Kleiner Nachtrag

Ende Oktober 2022 beobachteten wir über dem Stadtteil Oer regen "Flugverkehr". Plötzlich löste sich der pfeilförmige Verband der Kraniche, so wie man ihn kennt, fast komplett auf. Was wie ein totales Chaos am Himmel aussah und sich wie ein lautstarker Streit unter den Vögeln anhörte, hatte einen einfachen Grund: Die Ketten hatten an Höhe verloren und suchten nach geeigneter Thermik, um wieder die Flughöhe zu steigern. Und tatsächlich: Nach minutenlangem Kreisen und entsprechendem Höhengewinn formierten sich Hunderte Kraniche neu und flogen weiter Richtung Süden.

Das schwalbenfreundliche Haus

Glückwünsche des NABU für die Eheleute Susanne und Karl-Heinz Trappe aus Oberwiese in Waltrop

Diese Bürger führen nämlich ein besonders schwalbenfreundliches Haus. Hier in Oberwiese umgeben von Wiesen und Feldern liegt die Gärtnerei der Familie Trappe mit einer Scheune inklusive Boxen für Pferde. Es gibt drei offene Eingänge und durch diese fliegen von März bis in den Oktober Rauchschwalben ein und aus. Sie haben in Nischen bzw. auf Deckenbalken nicht weniger als 18 Schwalbennester gebaut und ziehen dort seit Jahren ihren Nachwuchs groß.

Schwalben sind luftige Jäger, die sich und ihre Brut mit Fliegen, Mücken und kleineren Insekten ernähren. Sie wohnen gern in Ställen und Scheunen, haben also gern ein Dach über dem Kopf, benötigen aber freien An- und Abflug, also offene Türen oder alternativ ein offenes Fenster.

Außerdem ist es natürlich hilfreich, wenn entsprechende Nahrungsquellen in der Nähe des Brut- und Schlafplatzes liegen. Das alles gibt es bei Familie Trappe, jedes Jahr und mietfrei. Die nahen Wiesen werden von Pferden beweidet, diese sorgen ebenso wie Kühe für Dung und dementsprechend auch für Insekten. Die Vögel fliegen geschickt und pfeilschnell ein und aus, um den Nachwuchs zu füttern.

Die regelmäßig in der Scheune und in den Ställen erscheinenden Pferde und Menschen irritieren die Vögel nicht, Hindernisse wie Menschen werden geschickt um- bzw. überflogen. Und die Trappes einschließlich Tochter und Enkelchen (und ein kleiner Hund) sind keine Störenfriede, sondern Freunde und Förderer der Rauchschwalben. Alle leben harmonisch zusammen. Nur von Oktober bis Ostern ist Winterpause, da sind die Vögel mangels Nahrung in Mitteleuropa oder in ihren Winterquartieren in Afrika.

Aber pünktlich zum Osterfest sind alle Schwalben wieder da, besetzen die Nester, bessern Schäden aus und brüten. Sogar sehr erfolgreich.

Karl-Heinz Trappe hat erfahren, dass Leute wie seine Familie "gelobt" werden, und zwar vom Naturschutzbund (NABU) NRW. Die Aktion nennt sich „Schwalbenfreundliches Haus“. Man kann sich beim NABU melden, die Schwalbenkolonie wird besichtigt und wenn man ein besonders erfolgreicher Schwalbenvater/eine besonders erfolgreiche Schwalbenmutter ist, wird man mit einer Urkunde ausgezeichnet. 

Also hat sich Familie Trappe beim NABU gemeldet, wurde begutachtet, gelobt und ausgezeichnet. Eine Urkunde und eine Plakette für die perfekten Schwalbenunterkünfte wurde am letzten Freitag vom NABU Ostvest als zuständigem Ortsverein übergeben. Familie Trappe hat sich gefreut (und die Gratulanten erhielten Kaffee und Kuchen - Danke!).

Solche Auszeichnungen haben natürlich einen Hintergrund, denn leider ist die Anzahl der Schwalben rückläufig, so wie bei vielen anderen einheimischen Tierarten auch. Wichtig ist deshalb, dass Naturfreunde wie die Trappes eine Behausung anbieten und die Nahrung der Sommergäste am Haus  bzw. in der Nähe vorhanden ist. Übrigens - die Trappes haben noch weitere tierische Gäste, die sich freuen, dort irgendwo ein Plätzchen zu haben, nämlich Zwergfledermäuse. Auch die Fledermäuse räumen unter den Mücken und Fliegen gewaltig auf. Fledermäuse und Schwalben sind zwar bei den Insekten Nahrungskonkurrenten, aber sie stören sich gegenseitig nicht, weil die Schwalben tag- und die Fledermäuse nachtaktiv sind.

Die Urkunde und auch die Plakette hat NABU-Ostvest-Mitglied Bärbel Löhr an Susanne und Karl-Heinz Trappe überreicht.

Von den achtzehn Nestern waren bei unserem Besuch noch zwei Nester besetzt, aber auch diese Bewohner sind dabei, sich auf die große Reise in den Süden Anfang Oktober vorzubereiten. Und die Trappes freuen sich jetzt schon auf Ostern 2023, wenn die ganze Mannschaft wieder in das schwalbenfreundliche Haus einfliegt.

Rauchschwalben sind von den auch bei uns vorhandenen kleineren Mehlschwalben gut zu unterscheiden, weil sie einen längeren und stärker gegabelten Schwanz haben, dazu sind sie etwas farbenfroher als die Mehlschwalben und deutlich größer. Da Rauchschwalben in größeren Höhen als Mehlschwalben nach Insekten jagen, kommen die beiden Arten sich nicht ins Gehege.

 

Ulrich Kamp, NABU Ostvest, 17.09.20221

 

Weitere Informationen? Sie haben Schwalben und wollen sich ebenfalls bewerben? Sehr gern hier ...

 

Die große Reise

Die große reise in den Süden steht bevor. Es ist August, die Störche formieren sich schon für die anstehende Reise in die Winterquartiere, einzelne Reisegruppen haben sich wohl schon getroffen.

 

Foto: Wolfgang Gerhardus auf einem Feld nahe Horneburg.

 

 

Bewohner unserer Teiche

Teich Nr. 2 - das ist der obere, ist fast ganz verkrautet. Aber Frösche und Kleinlibellen sind da. Teich Nr., 1, das ist der untere, war interessanter. Dort ist noch ein relativ großer Fisch unterwegs, dem beim Trockenfallen aber direkt das Ende drohen würde. Dazu war dort eine große Königslibelle, habe ich sonst nirgendwo gesehen. Im Internet ist beschrieben, dass es unsere größte Großlibelle ist, die dort, wo sie lebt, keine anderen Großlibellen duldet. Ich hatte ein Weibchen bei der Eiablage, erst wild über dem Teich unterwegs, dann ca. 2 Sekunden auf einem Holzstück zwecks Eiablage. Zwei Bilder, beide "Mist", Libelle aber erkennbar, also nochmal hin, mal sehen ... Lebensdauer der Libelle sechs bis acht Wochen, das Weibchen besucht den Teich aber nur zur Paarung oder wie jetzt gesehen zur Eiablage.

 

 

Im Internet schrieb ein Fotograf aus Sachsen, er wäre seit 20 Jahren wegen einer schönen Aufnahme hinter der Königslibelle her ... bisher erfolglos. Kann ich jetzt verstehen, die Libelle ist sehr unruhig - und sehr beweglich.

 

Fotos und Text: Ulrich Kamp

Kiebitze

Die Kiebitze waren wieder da. Meine Frau und ich sind den kleinen Weg vom Storchennest zur Unterführung Richtung Dahlstr. gegangen, dabei wurden wir mehrere Male direkt angeflogen, daher relativ brauchbare Aufnahmen. Ich hatte den Verdacht, dass mindestens eine Brut in der Nähe des Weges im Möhrenfeld geplant war, weil die Vögel da oft auf der Erde saßen und uns offensichtlich verscheuchen wollten. Eine gute Idee so in unmittelbarer Nähe des Storchennestes fand ich das aber nicht, weil die Störche diese Felder in ihrer Nähe ganz intensiv absuchen und bejagen. Vorgestern z. B. war es dann mit der Pracht vorbei, die Kiebitze waren nicht mehr zu sehen.

 

Ich habe vorgestern am Storchennest die Fotografin Martina Schurink mit Ehemann getroffen, unterwegs mit schwerem Gerät, Kamera und Sitzgelegenheiten. Da ich die Störche alle nicht mehr im Horst gesehen habe, dafür aber direkt am Bollerhof auf den Dächern der Scheunen, hatte ich einen Verdacht, den Martina Schurink bestätigte. Boller füttert mindestens abends massiv "zu". Das wollte sie aufnehmen. Mir war schon vorher nicht klar, wovon sich zwei erwachsene und vier sich demnächst auf die erste Reise gen Süden begebenden Jungstörche dort ernähren wollen, von daher gibt die Maßnahme zuzufüttern einen Sinn.

 

Ob das aber im Sinne des Naturschutzes ist, einen Storch mit dem Sitz anzulocken und dann zu füttern wie in einem Zoo, würde ich bezweifeln. Die Störche sind m. E. massiv abhängig von der Zufütterung durch den Mensch, zumindest wenn sie Jungvögel haben.

 

Fotos und Text: Ulrich Kamp

Rotmilan

die Bilder sind zwar allenfalls Mittelklasse, der Vogel ist aber deutlich zu erkennen. Datteln-Hagem zwischen Hof Boller und Zechenbahn, Katenkreuz auf gemähter Wiese allerdings in mittlerer Höhe kreisend.

 

Nr. 1 hat mir nur ein Bild gegönnt, und zwar in Höhe der kleineren Unterführung vom Storchenhorst zur Dahlstr. Den anderen Milan konnte ich zwar oft aufnehmen, für wirklich gute Bilder war es etwas zu weit. Der Milan in Hagem war ruckzuck über die Umgehungsstraße geflogen und dann im Horneburger Schlosswald untergetaucht. Der Katenkreuz-Milan hat die Wiese großräumig abgesucht, aber die Konkurrenz (Mäusebussarde und vor allen Dingen Rabenvögel) war aber dort auch sehr massiv tätig.

 

Fotos und Text: Ulrich Kamp

Haubentauchernachwuchs am Schleusenpark Waltrop

Ulrike Tyroff hat erst den Nestbau, dann das Brüten und jetzt die drei entzückenden Jungtiere mit den stolzen Eltern beobachtet und fotografiert. Kleine Haubentaucher haben es gut. Wenn sie nicht selbst schwimmen wollen, klettern sie auf den Rücken eines Elternteils und fahren "huckepack". Sie können sogar, wenn das Elterntier taucht, auf dem Rücken bleiben. Wie ich Ulrike kenne, wird sie die weitere Entwicklung der Jungvögel aufmerksam verfolgen (und fotografieren).

Text: Ulrich Kamp

Bilder:  Ulrike Tyroff

Schmetterlinge im Ostvest 2022

Donnerwetter, ein Schwalbenschwanz

Wohl einer unserer schönsten bunten Falter (gilt als Ritterfalter)! Gesehen hat ihn Ulrike Tyroff aus Datteln in Oer-Erkenschwick, auf der dortigen Halde. Glückwunsch für das herrliche Bild!

 

Text: Ulrich Kamp

Bild: Ulrike Tyroff

Ulrike Tyroff aus Datteln eröffnet im Mai die Libellensaison

Sie war im Mai 2022 auf Fotopirsch in den Lippeauen hinter dem Haus Vogelsang und an den Hausdülmener Fischteichen.  Also sind die Libellen da, jedenfalls dort, wo sie auf günstige Lebensbedingungen treffen. Die Bilder überzeugen insgesamt, findet der NABU Ostvest jedenfalls (weiter so).

Text: Ulrich Kamp

Bilder: Ulrike Tyroff